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23. Juni 2023

Stadtmarketing-Gipfel: Aufbruchstimmung und allseits positives Fazit

41 Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Einzelhandel, Vereinen und Unternehmen arbeiten engagiert an Zukunftsperspektiven fürs Stadtmarketing.

Nur positive Fazits nach dem Stadtmarketing-Gipfel in der Stadthalle: (von links) Markus Kottmann (CDU, stellvertretender Gesellschaftervertreter der Stadt Gütersloh in der Gütersloh Marketing GmbH), Markus Finke (Werbegemeinschaft Gütersloh e.V.), Gitte Trostmann (Grüne), Bürgermeister Norbert Morkes, Volker Richter (SPD), Heiner Kollmeyer (CDU) und Moderator Thorsten Kausch (Stadtmanufaktur Hamburg).
Nur positive Fazits nach dem Stadtmarketing-Gipfel in der Stadthalle: (von links) Markus Kottmann (CDU, stellvertretender Gesellschaftervertreter der Stadt Gütersloh in der Gütersloh Marketing GmbH), Markus Finke (Werbegemeinschaft Gütersloh e.V.), Gitte Trostmann (Grüne), Bürgermeister Norbert Morkes, Volker Richter (SPD), Heiner Kollmeyer (CDU) und Moderator Thorsten Kausch (Stadtmanufaktur Hamburg).

Je weiter die Veranstaltung fortschritt, je intensiver der Austausch über Themen, Notwendigkeiten und Zukunftsperspektiven für das Gütersloher Stadtmarketing wurde, desto deutlicher wurde Aufbruchstimmung spürbar am Donnerstagabend in der Stadthalle. Beim sogenannten Stadtmarketing-Gipfel, dessen Durchführung der Stadtrat beschlossen hatte, stand nicht die Rückschau auf Geschehnisse in der Vergangenheit im Fokus, sondern der Blick nach vorn. Und das gelang bestens. Am Ende zogen Beteiligte aus allen Bereichen ausschließlich positive Fazits.

Güterslohs Stärken analysieren und aktivieren

Die Runde der 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichte von Ratsfraktionen und Stadtverwaltung über Jugendparlament, Werbegemeinschaft Gütersloh, Handelsverband OWL und Unternehmen wie Bertelsmann bis hin zu Vereinen wie Heimatverein und Verkehrsverein. Vorbereitet hatten den Stadtmarketing-Gipfel die Gütersloh Marketing GmbH (gtm) unter Federführung von Christina Junkerkalefeld (Leitung City- und Tourismusmanagement) und die Agentur Stadtmanufaktur aus Hamburg. Deren Geschäftsführender Gesellschafter Thorsten Kausch übernahm, zusammen mit Projektleiterin Isabell Köster, nicht nur die Moderation der vierstündigen Veranstaltung. Als ehemaliger Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH und heutiger Strategieberater für Kommunen im Bereich Stadt- und Tourismusmarketing lieferte er mit fachlich fundierten Einordnungen und Impulsen das Grundgerüst an elementaren Fragestellungen, über die sich Politik und Stadtverwaltung vor einer Entscheidung über die künftige Ausrichtung des Stadtmarketings klar geworden sein müssen. Kausch sieht ein Stadtmarketing als Kurator. Es muss Kausch zufolge viele Akteure der Stadt koordinieren, Bürger und Interessensgruppen aktiv einbinden, mit der Stadtplanung und der Wirtschaftsförderung eng zusammenarbeiten, eine Idee für die Transformation der (Innen-)Stadt entwickeln und Impulse zur Weiterentwicklung der Stadt setzen. Dabei gebe es nicht „das eine“ Konzept für alle Kommunen, machte Kausch deutlich. „Jede Stadt hat ihre eigene DNA.“ Es gelte, Güterslohs Stärken zu analysieren und zu aktivieren.

Mit dieser Zielvorgabe teilten sich die Teilnehmenden zweimal im Verlauf des Abends in vier kleinere Gruppen auf und diskutierten zum Beispiel, welches die wichtigsten Zukunftsthemen für Gütersloh sind und welches die Aufgabenfelder, die das Stadtmarketing künftig bespielen soll. So engagiert und lebhaft war der Austausch, dass Kausch und Köster gegen Ende jedesmal die Zeit anmahnen mussten. Auch wurden die Teilnehmer mittels Echtzeit-App-Umfrage aufgefordert, sich zu Fragen zu positionieren wie „Braucht die Stadt Gütersloh in Zukunft eher ein Citymarketing oder ein Stadtmarketing?“. Die Antworten fielen stets in überwältigender Eindeutigkeit aus. Am Ende der Veranstaltung standen daher konkrete Erkenntnisse und Ergebnisse, die nun die Richtung vorgeben für den weiteren Prozess.

Zusammengefasst:

  • Gütersloh braucht ein Stadtmarketing, das nicht nur das Zentrum, sondern explizit auch die Stadtteile in den Blick, in das Selbstverständnis und in das Aufgabenportfolio nimmt.
  • Gütersloh benötigt im Wettbewerb der Städte eine klare, identitätsbasierte Positionierung.
  • Die Vermarktung der Stadt Gütersloh findet idealerweise in einer Kombination von öffentlicher und privater Struktur statt.
  • Wichtige Stadt-Themen in der nahen Zukunft sind vor allem: Mobilität, Konnektivität (Vernetzung) und Wissenskultur/Bildung.
  • Wichtigste Schwerpunkte des Gütersloher Stadtmarketings sind künftig die drei Aufgabenfelder Steuerung/Markenführung (Strategieentwicklung, ganzheitliche Markenentwicklung, Stakeholdermanagement, Beteiligungsprozesse, Moderation der Interessen in der Stadt, insbesondere zwischen öffentlichen und privaten Akteursgruppen); Event-, City-, Standort- und Kulturmarketing (Gestaltung des „Produkts Innenstadt“, Leerstandsmanagement, Netzwerkmanagement, Konzeption und Koordination des Veranstaltungsjahrs, Vermarktung von Kulturveranstaltungen usw.) sowie Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit, Kernbotschaften, Gremienarbeit, Netzwerkpflege).

Fazit ausnahmslos positiv

Die abschließenden Fazits durch Vertreter von Politik, Verwaltung und Einzelhandel fielen ausnahmslos positiv aus. „Es geht voran“, zitierte Bürgermeister Norbert Morkes aus einem Song der Band „Fehlfarben“. „Aus dem, was wir heute in dieser Gruppe aus ganz unterschiedlichen Akteuren erarbeitet haben, haben wir ein Fundament gebildet, auf dem wir aufbauen können. Ich hoffe, dass das Hauptergebnis dieses Abends darin besteht, dass wir alle, Politik, Verwaltung und Stadt-Akteure, Gütersloh nach vorne bringen wollen.“ Markus Kottmann stellte dem Gipfel als CDU-Ratsmitglied und zugleich stellvertretender Gesellschaftervertreter der Stadt in der Gütersloh Marketing GmbH ein „sehr gutes“ Zeugnis aus und befand: „Klasse, dass einmal alle Akteure zusammengekommen sind, um sich über Inhalte auszutauschen, bevor wir an die Struktur gehen. An den Schwerpunkten der gtm muss nun zeitnah weitergearbeitet werden, Aufgaben müssen klar definiert werden.“ Ausdrücklich und unter Applaus aus dem Plenum dankte Kottmann den Mitarbeiterinnen der gtm sowie Ralph Fritzsche (Kultur Räume Gütersloh), der interimsweise zum zweiten Geschäftsführer der gtm bestellt wurde, und betonte: „Es geht weiter mit der gtm, es geht weiter mit dem Stadtmarketing.“ Gitte Trostmann (Grüne) resümierte über die zurückliegenden vier Stunden: „Wir haben heute große Punkte gesetzt.“ Ein wichtiges Anliegen sei ihr eine Bürgerbeteiligung im weiteren Prozess. Diesem Wunsch schloss sich Markus Finke, Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft Gütersloh e.V., an und erklärte weiter: „Ich bin sehr froh über den heutigen Abend, weil alle miteinander und nicht übereinander sprechen und konstruktiv miteinander arbeiten. Das ist eine sehr schöne Message und ich halte den eingeschlagenen Weg für sehr zielführend. Die Stadt Gütersloh bedarf einer gtm. Mit neuen Schwerpunkten.“ Volker Richter (SPD-Fraktionsvorsitzender) sagte, ein Austausch in der heutigen Runde sei überfällig gewesen. „Und wir haben festgestellt: Vieles läuft durchaus gut beim Stadtmarketing. Aber wir haben heute inhaltliche Schwerpunkte gesetzt.“ Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Heiner Kollmeyer zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Gipfel und lobte die professionelle Struktur und Moderation. „Wir haben den Fokus auf das Wesentliche gesetzt, haben erfolgreich gearbeitet, und das gibt mir Zuversicht für die Zukunft.“ Thorsten Kausch gab abschließend allen den Rat mit auf den Weg: „Nehmen Sie dieses Stadtmarketing weg von politischen Einzelinteressen. Stadtmarketing ist dazu da, die Stadt nach vorn zu bringen, es ist nicht dazu da, parteiorientiertes Denken in den Vordergrund zu heben.“

Politik und Verwaltung wollen nach den Sommerferien die Fortsetzung des Prozesses auf den Weg bringen.