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Genetische Vielfalt sichern und alte Gemüsesorten anbauen

12.04.2024

Gütersloher Umweltberatung verteilt Gemüsesamen im Rahmen der Staudentauschbörse am Samstag, 20. April.

Gehört auch zu den alten Gemüsesorten: Die tief gekammerte Reisetomate. Foto: Dr. Heidi Lorey
Gehört auch zu den alten Gemüsesorten: Die tief gekammerte Reisetomate. Foto: Dr. Heidi Lorey

Damit alte, schmackhafte Gemüsesorten nicht in Vergessenheit geraten, ist der Fachbereich Umwelt der Stadt Gütersloh in Kooperation mit den Mitgliedern des Vereins für Nutzpflanzenvielfalt (VEN), Dr. Heidi Lorey und Rainer Bethlehem, zu Gast bei der diesjährigen Staudentauschbörse. Diese findet statt am Samstag, 20. April, von 10 bis 11 Uhr auf dem Mitarbeiterparkplatz des Fachbereichs Grünflächen, Parkstraße 51. Gegen eine kleine Spende gibt es dort – solange der Vorrat reicht – seltene Samen für Tomaten-, Erbsen- und Bohnenpflanzen, die im üblichen Handel nicht erhältlich sind. Durch den Anbau der „alten“ noch erhaltenen Sorten im Hausgarten und die Verwendung in der eigenen Küche kann man dazu beitragen, diese wichtige genetische Vielfalt zu bewahren und ihre wertvollen Eigenschaften für die Zukunft zu sichern. Viele der alten Nutzpflanzen, darunter Gemüsearten, Kräuter, Obst und Getreide, stehen mittlerweile auf der Roten Liste der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Sie sind vom Aussterben bedroht oder bereits ganz verschwunden. Dabei sind die meisten alten Sorten robust und sehr schmackhaft und deshalb dazu prädestiniert, im Hausgarten angebaut zu werden. Sie sind zudem eine Bereicherung der eigenen Küche. Auf der Staudentauschbörse, die unter der Regie des Förderkreises Stadtpark-Botanischer Garten e.V. stattfindet, können, wie in jedem Jahr, auch wieder Stauden getauscht werden.

Weitere Infos und Pflanzenportraits finden Interessierte unter der städtischen Webseite zum Thema "Obst und Gemüse".