24. Juli 2025
Sommerferienaktion bringt mehr als 100 Jugendliche zusammen
Schulübergreifendes Ferienprogramm sorgt für Begegnungen, Spaß und neue Perspektiven

Bewegung, Begegnung und jede Menge Begeisterung: In der ersten Sommerferienwoche haben mehr als 100 Jugendliche aus den drei weiterführenden Innenstadtschulen in Gütersloh ein besonderes Ferienangebot erlebt. Die Elly-Heuss-Knapp-Schule, das Städtische Gymnasium und das Evangelisch Stiftische Gymnasium hatten gemeinsam eine schulübergreifende Aktionswoche auf die Beine gestellt – organisiert von Mitarbeitenden aus den Bereichen Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe der Stadt Gütersloh sowie von Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern freier Träger.
Das Konzept ging auf: Drei abwechslungsreiche Programmpunkte boten den Schülerinnen und Schülern viel Raum für neue Erfahrungen – und für ein Miteinander außerhalb des Klassenzimmers. „Gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Schulen ist ein wichtiger Baustein, um Vorurteile abzubauen und neue Kontakte zu ermöglichen“, sagt Christian Schäper-Rummel vom Fachbereich Jugend und Familie aus dem Team Schulsozialarbeit. „Wir schaffen hier echte Begegnungen.“
Los ging es mit einem sportlichen Auftakt: In der Trampolinhalle „Ninfly“ in Münster konnten sich die Jugendlichen austoben – vom Trampolinspringen bis zum Ninja-Parcours. Kurz darauf ging es dann in den Freizeitpark Fort Fun, wo die Stimmung trotz wechselhaften Wetters bestens war. Den Abschluss bildete dann ein gemeinsamer Ausflug zum Kletterpark „Schnurstracks“ in Rietberg. Wer sich in luftige Höhen wagte, erlebte nicht nur Nervenkitzel, sondern auch persönlichen Stolz. Danach rundete ein gemeinsames Grillfest im Landesgartenschaupark die Woche ab. „Viele der Jugendlichen kannten sich vorher nicht“, sagt Dilara Akyürek von der AWO, ebenfalls Schulsozialarbeiterin an der Elly-Heuss-Knapp-Schule. „Jetzt sind Freundschaften entstanden – genau das wollten wir erreichen.“ Auch Kerstin Heppe von der Jugendberufshilfe der Stadt Gütersloh betont den Mehrwert: „Solche außerschulischen Angebote sind ein Türöffner. Das ist besonders wichtig bei der Begleitung des Übergangs von Schule in den Beruf.“
Neben den Jugendlichen und ihren Familien profitieren auch die beteiligten Fachkräfte vom Austausch: Wie schon im vergangenen Jahr stärkt die Aktionswoche die Kooperation zwischen Schulsozialarbeit, Jugendberufshilfe und weiteren Unterstützungsangeboten in Gütersloh. „Diese enge Zusammenarbeit macht es möglich, junge Menschen frühzeitig und individuell zu begleiten“, erklärt Melanie Petz von der Jugendberufshilfe am Städtischen Gymnasium. Louisa Tewes, Jugendberufshilfe am ESG, und ihre Schulsozialarbeitskollegin Alena Siefert von der Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems gGmbH (FARE), die die Woche mitorganisiert hat, ziehen ein positives Fazit: „Die Woche hat gezeigt, was entsteht, wenn Engagement, Fachwissen und Herzblut zusammenkommen.“
Die Rückmeldungen aus der Elternschaft sprechen ebenfalls für sich: Zahlreiche Familien bedankten sich ausdrücklich für das Engagement der Fachkräfte und lobten das Angebot. Besonders erfreulich: Viele Eltern hatten bisher keine vergleichbaren Ferienformate an Schulen erlebt – und äußerten den Wunsch nach einer Fortsetzung. Und: Für die kommenden Jahre ist fest geplant, das Konzept fortzuführen und noch mehr Schülerinnen und Schülern eine solche bereichernde Ferienzeit zu ermöglichen.