09. Juni 2026
Bodensensoren erfassen Stellplatznutzung an der Königstraße
Auslastung von vier Parkbuchten wird aktuell ermittelt – Kreuzung mit der Hohenzollernstraße ist Unfallhäufungsstelle und muss umgestaltet werden.

Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Hintergrund ist eine erforderliche Umgestaltung des Kreuzungsbereichs von Königstraße und Hohenzollernstraße. Der Bereich ist eine Unfallhäufungsstelle und die Stadt Gütersloh ist gefordert, Abhilfe zu schaffen.
Die Unfallhäufungsstelle soll durch eine Umgestaltung des Verkehrsraums behoben werden. Für die Planung ist mitentscheidend, in welchem Maße die Parkbuchten an der Königstraße genutzt werden. Auf vier Stellplätzen wurden daher kurz vor Pfingsten Bodensensoren installiert. Diese registrieren parkende Fahrzeuge anhand von Veränderungen des Erdmagnetfelds und übermitteln den aktuellen Belegungsstatus drahtlos über das städtische Funknetz an die zentrale städtische Datenplattform Urban Stack.
Die Datenerfassung läuft voraussichtlich bis zirka Mitte Juni. Die Auswertung der Daten fließt in die Erarbeitung der Maßnahmen ein, mit denen der Bereich Königstraße/Hohenzollernstraße umgebaut werden soll. Das aktuelle Projekt läuft im Rahmen des Bundesprogramms „Smart Cities made in Germany“ als kleines Reallabor. In diesem zeitlich und räumlich begrenzten Testraum werden Erfahrungswerte gesammelt, die später auf andere Sensorikprojekte übertragen werden können.
Die Anschaffungskosten für die intelligenten Parksensoren in Höhe von rund 1000 Euro sind zu 65 Prozent über das Smart-City-Modellprojekt gefördert, daher hat die Stadt nur 350 Euro als Eigenanteil zu tragen. Die vier Sensoren können und werden nach Abschluss des derzeitigen Reallabors für weitere Datenerhebungen eingesetzt werden, bei denen insbesondere Verkehrsverhalten erfasst werden soll. Denkbar ist zum Beispiel, dass die Nutzung der sogenannten Elternhaltestellen an Grundschulen ermittelt wird.