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Archiv

12. Mai 2026

Braunes Gold aus der Biotonne

Führung über das Kompostwerk am Dienstag, 26. Mai, von 15.30 bis 17.30 Uhr.

In Gütersloh lässt sich „braunes Gold“ direkt zuhause gewinnen – aus Kartoffelschalen, Kaffeesatz und verwelkten Blumen entsteht wertvoller Kompost für Landwirtschaft, Gartenbau und den eigenen Garten. Die gesammelten Bioabfälle werden in Kompostanlagen zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Dieser verbessert die Bodenqualität, speichert Wasser und ersetzt klimaschädliche Ressourcen wie Mineraldünger und Torf. Der bundesweite Tag der Biotonne am 26. Mai rückt die Bedeutung der Biotonne für Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung und gesunde Böden in den Fokus. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Der Boden beginnt hier“. Passend dazu lädt die Abfallberatung der Stadt Gütersloh in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Gütersloh am Dienstag, 26. Mai, von 15.30 bis 17.30 Uhr zu einer Führung über das Kompostwerk Gütersloh ein. Bei der Führung wird anschaulich erläutert, wie in einzelnen Schritten aus Küchen- und Gartenabfällen, auch aus der eigenen Biotonne, hochwertiger Kompost entsteht und weshalb Fremdstoffe den Verwertungsprozess erheblich beeinträchtigen können. Interessierte können sich noch bis Freitag, 22. Mai, anmelden unter www.vhs-gt.de.

„Die Biotonne ist ein echter Umwelt- und Klimaschützer direkt vor unserer Haustür“, betont Lillian Kontny, Abfallberaterin der Stadt Gütersloh. „Je mehr und besser wir trennen, desto mehr hochwertiger Kompost entsteht – und davon profitieren Landwirtschaft, Gartenbau sowie Klima und Umwelt gleichermaßen.“ Kompostreiche Böden können rund viermal mehr Wasser speichern als normal gedüngte Böden – ein entscheidender Vorteil angesichts zunehmender Trockenperioden und Hitze in unseren Städten. Darüber hinaus versorgt Kompost Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und verbessert die Luftqualität. Voraussetzung für all das ist eine Biotonne, die ausschließlich organische Abfälle enthält. Kunststoffe, Verpackungen und andere Fremdstoffe beeinträchtigen die Kompostqualität erheblich und können als Mikroplastik in den Boden gelangen. Deshalb gilt: Nur rein, was reingehört. „Und darauf müssen wir alle gemeinsam achten“, so Kontny. „Besonders kompostierbare Plastiktüten und Zigarettenstummel landen leider immer wieder im Bioabfall, obwohl sie dort nicht hingehören.“

Weitere Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 05241 / 82-2925 oder per E-Mail an umweltschutz@guetersloh.de.