19. Februar 2026
Altbau-Beispiel macht Mut zum Heizungstausch
Hausbesitzende können sich beim Wärmepumpen-Infotag am Dienstag, 3. März, in der Stadthalle über die Möglichkeiten informieren.

Wie gut der Umstieg auf eine Wärmepumpe in einem älteren Gebäude funktionieren kann, erleben Hans-Hermann Strandt und Ingrid Tiedtke-Strandt seit Ende Mai 2025 in ihrem Altbau von 1890 – mit klassischen Heizkörpern und einer Luft-Wärmepumpe. „Am Anfang hat man natürlich Respekt: Wird das sehr teuer und kriegen wir den Anbau mit der hohen Decke überhaupt warm?“, so die 73-jährige Ingrid Tiedtke-Strandt. Doch das Ergebnis lässt sich sehen – und fühlen. „Wir haben durchgehend angenehme 21 Grad in der Wohnung – manchmal müssen wir die Heizung sogar eher etwas runter regulieren. Und die Wärme ist jetzt viel gleichmäßiger.“ Das Ehepaar hatte das Haus vor 18 Jahren bereits energetisch saniert, denn, so Hans-Hermann Strandt, „wer heizt schon gerne ein Zelt – unabhängig von der Heizungsform?“ Die beauftragte Fachfirma erstellte eine Heizlastberechnung für das gesamte Haus. Am Ende blieb fast alles wie gewohnt: Nur im Wintergarten kam ein zusätzlicher Heizkörper mit Gebläse hinzu und beim hydraulischen Abgleich wurden einige Heizungsventile ausgetauscht. Der 72-jährige Hans-Hermann Strandt betont: „Viele haben die Sorge, dass eine Wärmepumpe in ihrem Zuhause technisch nicht funktionieren würde, aber wir können sagen: Die Technik ist sehr ausgereift und effizient. Mit dem richtigen Unternehmen an der Seite und einer guten Vorab-Beratung konnten auch unsere eigenen Zweifel schnell ausgeräumt werden.“
Eine Möglichkeit genau dafür bietet am Dienstag, 3. März, der Wärmepumpen-Infotag der Stadt Gütersloh. Ab 16 Uhr bieten ein Beratungsmarathon und Vorträge die Gelegenheit, sich individuell zu Fördermöglichkeiten und den Optionen für das Eigenheim zu informieren. Der Eintritt ist frei.


Der Betrieb der Anlage ist inzwischen weitgehend digital organisiert. „Es wird alles per Fernwartung überwacht. Als es einmal einen technischen Fehler gab, wurde der schnell und unkompliziert per Fernwartung behoben“, so Hans-Hermann Strandt. Die Anlage ist hocheffizient: Der COP-Wert („Coefficient of Performance“), der das Verhältnis von erzeugter Wärmeenergie zu eingesetztem Strom angibt, liegt mit der neuen Wärmepumpe bei ca. 4,8 – d.h. aus 1 kWh Strom werden 4,8 kWh Wärme erzeugt. Im Vergleich: Eine Gastherme kommt hier nur auf einen Wert knapp unter 1. Zugleich sparen die Strandts einiges an Geld, wie Hans-Hermann Strandt berichtet: „Gegenüber der Gastherme müssen wir jetzt grob gerechnet etwa 40 Prozent weniger Energie kaufen für die Heizung.“ Der Rat, den die Strandts an andere Hausbesitzende weitergeben möchten: „Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und schauen Sie nicht nur auf die Kosten. Wichtig ist auch, wo Sie das sicherste Gefühl haben. Wer strahlt Kompetenz aus und steht hinter seiner Arbeit?“
Wer dem Beispiel der Strandts folgen und sich über die Möglichkeiten einer Wärmepumpe für das eigene Haus informieren möchte, ist am Dienstag, 3. März, herzlich im großen Saal der Stadthalle Gütersloh beim Wärmepumpen-Infotag willkommen. Um 16 Uhr startet ein Beratungsmarathon, bei dem auf individuelle Fragen eingegangen wird, ab 18 Uhr folgen Vorträge. Energiesparkommissar Carsten Herbert informiert gemeinsam mit Anja Floetenmeyer-Woltmann, Wärmepumpen-Beirätin der EU-Kommission, herstellerunabhängig zu Heizungstausch, Fördermitteln und rechtlichen Rahmenbedingungen. Lokale Installationsbetriebe sind vor Ort, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.