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26 Wohnhäuser in Gütersloh mit „Blauer Hausnummer“ ausgezeichnet

25.08.2021

Wettbewerb für besonders energieeffiziente Wohngebäude.

Übergabe der Blauen Hausnummer für ein besonders energieeffizientes Wohngebäude: (v.l.) Andrea Flötotto vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh, Hausbesitzer Elvis Dzanko und der städtische Klimaschutzmanager Helmut Hentschel.
Übergabe der Blauen Hausnummer für ein besonders energieeffizientes Wohngebäude: (v.l.) Andrea Flötotto vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh, Hausbesitzer Elvis Dzanko und der städtische Klimaschutzmanager Helmut Hentschel.

Energetisch saniert oder energieeffizient gebaut – das sind die Merkmale, auf die beim Wettbewerb „Blaue Hausnummer“ besonders geschaut werden. Als eine von sechs teilnehmenden Kommunen hat die Stadt Gütersloh im vergangenen Jahr Gütersloher Hausbesitzer zur Bewerbung aufgerufen. Corona-bedingt konnten jetzt mit etwas Verzögerung 26 Hauseigentümer aus Gütersloh durch die Klimaschutzstelle des Fachbereichs Umweltschutz der Stadt Gütersloh mit der „Blauen Hausnummer“ prämiert werden. Der Wettbewerb ist eine Auszeichnung der Initiative ALTBAUNEU des Kreises Gütersloh und seiner Städte und Gemeinden.

Eines der ausgezeichneten Häuser ist der Neubau von Familie Dzanko aus Gütersloh. Die Familie hat aktiv in den Klimaschutz investiert: Das Haus ist nach dem Standard Effizienzhaus 40 gebaut und liegt damit deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. „Für uns war klar, dass das Projekt Haus lebenslang halten soll und wir zukunftsorientiert investieren möchten“, erklärt Elvis Dzanko, der mit seiner Familie seit 2018 in dem Neubau lebt. „Mit den Maßnahmen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Von dem Wettbewerb der Blauen Hausnummer hatte der 29-jährige Gütersloher über die Facebook-Seite der Stadt Gütersloh erfahren: „Eine tolle Möglichkeit, um zu zeigen was wir erbaut haben und um andere zu überzeugen, dass dieses Standards gut umsetzbar sind.“ Im Vorfeld des Hausbaus hatte sich die fünfköpfige Familie viele Gedanken gemacht und Informationen zum Beispiel über eine Energieberatung eingeholt. „Mit unserem Neubau konnten wir unsere eigenen Wünsche umsetzen“, so Elvis Dzanko.

„Wir sehen jetzt, dass es sich gelohnt hat. Die Energiekosten sind deutlich geringer und der Wohnkomfort ist super.“ Zusätzlich zu den Effizienzstandards verfügt das Haus außerdem über eine Wohnraumlüftungsanlage und wird mit Erdwärme beheizt. „Wenn alle Menschen so leben würden, wie die Familie Dzanko, sähe die Welt anders aus“, betont der städtische Klimaschutzmanager Helmut Hentschel bei einem Besuch vor Ort. „Das Haus ist heute schon klimaneutral, absolut zukunftssicher und unabhängig.“ Über die Wohnraumlüftung kann im Winter frische Luft von draußen eingesaugt und ausgetauscht werden, ohne das die Fenster dafür geöffnet werden müssen. „So kann viel Energie eingespart werden, denn die Hälfte der Wärme geht im Winter beim Lüften wieder verloren“, weiß Hentschel. Das nächste Zukunftsprojekt hat Elvis Dzanko auch schon ins Auge gefasst: In den kommenden Monaten soll eine Photovoltaik-Anlage installiert werden und auch über einen Anschluss für ein E-Auto hat die Familie bereits nachgedacht. Zunächst aber wird an der Haustür die blaue Hausnummer angebracht, die alle erfolgreichen Bewerber im Rahmen des Wettbewerbs als Glasschild oder solare Leuchte erhalten haben. So soll nochmals auf die persönliche Leistung der Hauseigentümer für den Klimaschutz hingewiesen werden.

Von den insgesamt 26 Bewerbungen wurden 22 Wohnhäuser in der Kategorie Neubau ausgezeichnet. Darunter befindet sich 13 Neubauten mit dem KfW-Effizienzstandard 55, vier mit dem Standard Effizienzhaus 40, ein KfW-Effizienzhaus 40plus sowie vier Passivhäuser. In der Kategorie Sanierung wurden vier Altbauten ausgezeichnet. Darunter je ein Haus mit dem Standard KfW-Effizienzhaus 100, 70 und 55 sowie ein Haus, das mit KfW-Einzelmaßnahmen modernisiert wurde. „Zunächst ist so ein Um- oder Neubau mit hohen Anfangskosten verbunden, es ist aber eine Investition in die Zukunft“, unterstreicht Andrea Flötotto vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh. „Die Stadt Gütersloh unterstützt derartige Modernisierungen bereits seit 20 Jahren durch ein Förderprogramm, mit dem bislang die energie- und wärmetechnischen Sanierungen von rund 400 Gebäuden bezuschusst wurden.“

Dank der Unterstützung der Kreishandwerkerschaft, der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, der Volksbank Bielefeld-Gütersloh und der Verbraucherzentrale NRW konnten außerdem Preisgelder mit der Gesamthöhe von 4.000 Euro an jeweils drei erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den beiden Kategorien Sanierung sowie Neubau verlost werden.

In diesem Jahr läuft der Wettbewerb in sieben weiteren Kommunen aus dem Kreis Gütersloh. Bewerbungen sind noch bis zum 31. August möglich. Welche Kommunen mitmachen sowie weitere Informationen gibt es unter www.alt-bauneu.de/kreis-guetersloh.de.

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