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Digitales Kulturforum stößt auf großes Interesse

23.02.2021

Impulse und Austausch über Kultur in Pandemiezeiten.

Kinder und Jugendliche zu erreichen, ist für Kulturakteure im derzeitigen Lockdown eine besondere Herausforderung. Das wurde beim digitalen Kulturforum im Interview-Raum mit Brigitte Schorn von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW deutlich.
Kinder und Jugendliche zu erreichen, ist für Kulturakteure im derzeitigen Lockdown eine besondere Herausforderung. Das wurde beim digitalen Kulturforum im Interview-Raum mit Brigitte Schorn von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW deutlich.

Digital geht auch – und zwar gut! Das war nach zwei Stunden das Fazit der Teilnehmenden des dritten Gütersloher Kulturforums. Und zwar nicht nur in Bezug auf das erstmals digitale Format dieses Austauschs, sondern auch in Bezug auf notgedrungen in den virtuellen Raum verlagerte Veranstaltungen, Theaterstücke, Ausstellungsrundgänge, Musikstunden und vieles mehr, wovon die Teilnehmenden und die Referenten berichteten. Erstmals fand das Kulturforum rein digital als Videokonferenz statt. Mit 100 Anmeldungen von Kulturschaffenden und -interessierten war es zur Freude des „Gastgebers“, des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh, ausgebucht. 

Beratung und Unterstützung vom Fachbereich Kultur im Lockdown

Bürgermeister Norbert Morkes zeigte sich begeistert vom digitalen Format: „Supertoll, dass wir das Kulturforum auch in Zeiten von Corona hinkriegen! Lassen Sie uns gemeinsam einen Kulturkuchen backen, zu dem jeder seine Zutaten einreicht.“ Güterslohs Kulturdezernent Andreas Kimpel spann den Faden weiter: „Kultur ist nicht die Kirsche auf der Torte, sondern die Hefe im Teig.“ Ohne Kultur sei „vieles nichts – das merken wir vor allem jetzt in der Pandemie“. Kimpel lud ein, in den Dialog zu treten und die Kulturlandschaft in Gütersloh gemeinsam weiterzuentwickeln. Den von der Pandemie hart getroffenen Kulturschaffenden versicherte er die Solidarität der Stadt. Der Fachbereich Kultur etwa setzt kreative Aktionen um, um Künstlern aller Sparten im Lockdown Aufmerksamkeit zu verschaffen, und berät bei Anträgen auf Unterstützungsgelder. Gerade habe die Bundesregierung eine Milliarde Euro zusätzlich an Nothilfe bereitgestellt, informierte Kimpel und appellierte, Anträge zu stellen. 

Fünf Themen-Räumen mit unterschiedlichen Referenten

Nach einem kreativen Input durch Poetry Slammer Marius Hanke alias „Zwergriese“ verteilten sich die Teilnehmenden für zweimal 30 Minuten auf wahlweise zwei von insgesamt fünf Themen-Räumen mit unterschiedlichen Referenten. Bei Prof. Dr. Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte) standen Ideen zur Fortschreibung der Stadtgeschichte ab 1945 im Mittelpunkt des Austauschs. Ein Vorschlag: der industrielle Strukturwandel in Gütersloh von Webereien und Tuchhandel hin zu weltweit aktiven Unternehmen. Die Kulturvermittlerin Anke von Heyl zeigte anhand von Beispielen virtueller Angebote, wie Veranstaltungen in Corona-Zeiten funktionieren können. Sie machte Mut, den analogen Raum neu zu denken: „Wir sind doch alle dabei zu lernen. Wir müssen uns neue Fähigkeiten draufpacken, uns Experimente trauen.“ So könnten Veranstalter auch im virtuellen Raum die Zuschauer beteiligen – etwa indem diese während eines Livestreams aus dem Theater mit den Darstellern chatten oder per Telefon ins Geschehen eingreifen können. 

Europäischen Gedanken in verschiedenen Projekten

Das Projekt „C-City – Europa liegt nebenan“ stellte Daniela Daus vom Fachbereich Kultur im Interview-Raum „Europäische Kulturarbeit“ vor. Unter Federführung von Kulturdezernent Andreas Kimpel sollen Gütersloh und seine europäischen Partnerstädte auf der Kultur-Ebene nachhaltig vernetzt werden. Ab 2025, so der Plan, präsentieren sich die Städte mit jeweils einem großen Projekt – etwa einer Ausstellung, einer Konzertproduktion oder einem Theaterstück – in einer der anderen Kommunen. Auch sind Gemeinschaftsprojekte geplant. Vom europäischen Gedanken getragen ist auch eine andere Aktion, die in diesem Interview-Raum vorgestellt wurde: Die Gütersloher Künstlerin Nirgül Kantar-Dreesbeimdieke will 2022 mit ihrem Projekt „Europas Künstlerweg“ starten. Im wahrsten Wortsinn laufend will sie Werke anderer Künstler in und durch Deutschlands Nachbarländer tragen. Zentrale Absicht ist es, Kunstschaffende sichtbar zu machen. 

Kunst im Stadtraum

Kunst im öffentlichen Raum stand im Mittelpunkt des Themen-Raums mit Stahl-Künstler Hans Kordes (Verl) und der Kuratorin Birgit Laskowski, die im Auftrag der Städte Gütersloh, Herford und Bielefeld derzeit systematisch die Objekte im öffentlichen Raum erfasst und ein Gesamtkonzept zur Kunst im Stadtraum erarbeitet. Im Dialog mit ihr bilanzierte Hans Kordes den Erfolg seiner Ausstellung „So Kunst es geht“: Rund 50 großformatige Stahl-Objekte präsentierte er im Herbst auf Einladung des Fachbereichs Kultur auf Plätzen im Stadtzentrum, was den Orten eine ganz neue Dynamik verlieh und viele positive Reaktionen erzeugte. Auch weitere Aktionen, mit denen der Fachbereich Kultur seit Pandemiebeginn an öffentlichen Orten Kunst sichtbar gemacht hat – etwa die vom Kultursekretariat Gütersloh NRW mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft geförderte Reihe „Stadtbesetzung: Kunst am roten Teppich“ –, wurden als besonders niedrigschwellige Möglichkeit begrüßt, um Menschen in Kontakt mit Kultur zu bringen. 

Kinder und Jugendliche erreichen

Dass es im derzeitigen Lockdown eine besondere Herausforderung ist, Kinder und Jugendliche zu erreichen, machte Brigitte Schorn, Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW, in ihrem Interview-Raum deutlich. Sie informierte über Bundes- und Landesprogramme wie etwa „Kulturrucksack NRW“, die sowohl Ideen als auch Geld für örtliche (digitale) Projekte zur Verfügung stellen, zum Beispiel für Lernangebote in den Ferien. „Damit sind explizit auch kulturelle Angebote gemeint“, betonte Schorn. Interessierte Kulturakteure können sich mit dem Fachbereich Kultur in Verbindung setzen. Dieser will noch in diesem Jahr den „Kulturrucksack“ in Gütersloh umsetzen, Projektmittel sind beantragt.

Lena Jeckel, Leiterin des Fachbereichs Kultur, bedankte sich herzlich bei allen Akteuren und zog ein rundum positives Fazit des ersten digitalen Kulturforums: „Auch in diesen Zeiten müssen wir gemeinsam Möglichkeiten entwickeln, um die Kultur in Gütersloh sichtbar zu machen. Der Austausch in unserem Kulturforum mit unterschiedlichen Akteuren ist notwendig, um neue Projekte zu gestalten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam auf die kommende Zeit zu schauen, um anschließend mit den neuen Impulsen weiterzuarbeiten. Ich freue mich, dass es ein erster Anstoß war und sich direkt neue Ideen entwickelt haben.“

Einen Rückblick auf das dritte Kulturforum mit inhaltlichen Zusammenfassungen aus den fünf Themenräumen gibt es auf www.kulturportal-guetersloh.de.

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Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

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