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Einblicke in das städtische Lagezentrum

10.07.2020

Rund um die Uhr im Einsatz.

„Lagezentrum Gütersloh“ – im Minutentakt klingelt das Telefon, Stimmengewirr auf Deutsch und Rumänisch schwirrt durch den Raum. Im eigens eingerichteten Lagezentrum der Stadt Gütersloh in den Räumen des Städtischen Gymnasiums herrscht seit zwei Wochen Ausnahmezustand. Über Anrufe, E-Mails oder per WhatsApp-Nachrichten melden sich Menschen aus der Quarantäne im Koordinierungszentrum der Stadt. Anfangs liefen vor allem Bedarfsmeldungen auf. Von Lebensmitteln über Hygieneartikeln bis hin zu Medikamenten. Sie wurden gesammelt und an die zuständigen Subunternehmer oder das Deutsche Rote Kreuz weitergeleitet, die die Versorgung der Menschen übernommen haben. In den letzten Tagen erreichen das Lagezentrum jetzt vor allem Nachfragen zum Ablauf der Quarantänezeit und der notwendigen Bescheinigung, die die Menschen wieder in ihren freien Alltag entlässt. „Oft müssen wir die Anrufer um Geduld bitten“, erklärt Nicole Pollklas, Leiterin des städtischen Lagezentrums. Der städtische Fachbereich Ordnung stellt zwar die Quarantäne-Entlassung aus. Zuvor muss aber das Gesundheitsamt des Kreises die Entlassung anordnen, die aufgrund negativer Testergebnisse beruht. „Sobald wir die Bestätigung vorliegen haben, werden die Bescheide verteilt.“ Alle dafür nötigen Informationen und Daten werden von den Mitarbeitern im Lagezentrum in einem eigens entwickelten EDV-Tool gesammelt. Innerhalb weniger Tage programmierte Thorsten Schmidthuis, Leiter der Abteilung Geoinformation bei der Stadt Gütersloh, die neue Software. „Das ist eine große Hilfe, das Tool wird stetig weiterentwickelt und erleichtert die Arbeit in dieser nie da gewesenen Situation“, so Pollklas.

Zentrale und mobile Teams im Einsatz

„Cinci Persoane – fünf Personen, zwei Kinder”, gibt Corina Ionescu an eine Kollegin weiter, die den Lebensmittelbedarf in eine Liste einträgt. Ionescu ist gebürtige Rumänin, lebt in Warstein und unterstützt die Stadt Gütersloh mit ihren Sprachkenntnissen. Über die Medien suchte die Stadt Muttersprachler in rumänischer, polnischer und bulgarischer Sprache zur Unterstützung. „Mir war sofort klar, ich möchte meinen Landsleuten helfen”, so Ionescu, die eigentlich als Klavierlehrerin arbeitet. Sie und andere Freiwillige unterstützen nun seit Wochen die Stadt Gütersloh, sowohl in der Zentrale, am Telefon oder per E-Mail, als auch in den „Mobilen Teams”. Diese Gruppen gehen täglich raus und fahren die Gütersloher Unterkünfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Tönnies und die der Subunternehmer an. Teil der städtischen Mobilen Teams sind neben den Dolmetschern ebenfalls Außendienstmitarbeiter des städtischen Fachbereichs Ordnung sowie Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung. Unterstützt werden sie von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes. Außer der Quarantänekontrolle fragen die Teams die Bedarfe nach Lebensmitteln ab und händigen derzeit die Quarantäne-Entlassungen aus. „Vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen haben wir für die Außeneinsätze sehr schnell und kurzfristig eine große Lieferung an Schutzkleidung erhalten, das hilft enorm“, erzählt Nicole Pollklas. Im Lagerraum stapeln sich Kartons mit Schutzumhängen, Schutzbrillen, Mund- und Nasenschutz, Handschuhen und Desinfektionsmitteln. „Das ist nötig, da die Kollegen aus den Mobilen Teams nach jedem Objekt aus Hygiene- und Desinfektionsgründen die komplette Schutzkleidung austauschen müssen.“

Die gesamte Koordination des Lagezentrums läuft über die Lageführer, die in einem weiteren Raum im Städtischen Gymnasium sitzen. Dort hängen an den Wänden Stadtpläne, die die Unterkünfte in Gütersloh aufzeigen. Die Mitarbeiter planen die Touren der Mobilen Teams, bearbeiten Problem- und Einzelfälle und drucken die vom Kreis Gütersloh freigegebenen Entlassbescheide zur Verteilung aus. Dort werden ebenfalls alle Verbindungen zum Kreis, zum Kreis-Gesundheitsamt sowie zur Polizei koordiniert. Das gesamte Lagezentrum ist für 24 Stunden täglich besetzt. Bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung sind insgesamt im Einsatz. „Vom Azubi bis zum Kollegen kurz vor der Rente, aus allen Bereichen sind Kolleginnen und Kollegen dabei“, erklärt Pollklas. Eine Ausnahmesituation, denn die tägliche Arbeit in der Verwaltung gilt es weiterhin zu erledigen. Pollklas: „Ein großer Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen, hier vor Ort, aber auch an die, in der Verwaltung, die die zusätzliche Arbeit auffangen.“

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