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Auftakttreffen zur „Engagierten Stadt“ Gütersloh

21.09.2021

Akteure aus unterschiedlichen Bereichen wollen an engerer Vernetzung arbeiten – Erfahrungsbericht aus Bocholt zeigt, was zum Wohl der Stadtgesellschaft erreicht werden kann.

Seit Juli 2020 ist Gütersloh eine „Engagierte Stadt“, wie auch rund 100 weitere Kommunen in Deutschland. Das gleichnamige, von Stiftungen und dem Bundesfamilienministerium getragene Förderprogramm hat zum Ziel, das bürgerschaftliche Engagement in einer Stadt zu stärken, gemeinsam an einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft weiterzuarbeiten und Kooperationen zu fördern. In Gütersloh haben sich jetzt Akteure aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Unternehmen sowie Kommunalpolitik und Stadtverwaltung zu einer Auftaktveranstaltung getroffen. Gäste aus Bocholt berichteten von ihren Erfahrungen aus inzwischen sechs Jahren Netzwerkaufbau in der münsterländischen Stadt.

Ziel des von der städtischen Ehrenamtskoordinatorin Elke Pauly-Teismann moderierten Auftakttreffens war es, gemeinsam Themen und gesellschaftliche Herausforderungen zu identifizieren, um später zusammen und auf Augenhöhe daran arbeiten zu können – für eine verbesserte Lebensqualität, ein attraktiveres (Zusammen-)Leben und eine starke Gemeinschaft in Gütersloh. Die Teilnehmenden vertraten die Bürgerstiftung Gütersloh, den Senioren- und Behindertenbeirat, den Verein „Gütersloh tatkräftig“, die Stadtbibliothek, die Volksbank Bielefeld-Gütersloh, die Evangelische Kirche sowie Politik und Stadtverwaltung. Sie zeigten mit ihrer Teilnahme, dass ihnen Gütersloh und das Engagement in der Stadt wichtig sind – und dass sie Lust daran haben, sich auszutauschen, voneinander zu erfahren und gemeinsam etwas zu bewegen. Henning Matthes, Beigeordneter für Familie, Jugend, Schule, Soziales und Sport der Stadt Gütersloh, hob in seiner Begrüßung die Vielfalt des lokalen Engagements etwa in Projekten, Stiftungen und Gremien hervor. Gesellschaft verändere sich stetig und Engagement sei eine wichtige Säule der Gesellschaft. Immerhin fast 40 Prozent der Deutschen engagierten sich. Die zurückliegenden eineinhalb Jahre zeigten, so Matthes, erstens – in der Krise wachse Engagement, oft aus der Not heraus, und zweitens – das durch die Pandemie lange brachliegende Vereinsleben benötige Unterstützung und eine gute, belastbare Vernetzung, um auf Krisen gut reagieren zu können.

Einblick in eine bereits seit sechs Jahren „engagierte“ Stadt gaben Agnes Wellkamp und Rainer Howestädt aus Bocholt. Bocholt hat seit 2015 nachhaltige Strukturen geschaffen. Das Netzwerk besteht aus vielfältigen Akteuren. Das Besondere sei, dass man im gemeinsamen Austausch neue, ganz anderen Ideen entwickele, berichteten die beiden Vertreter. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie seien wie ein Stresstest für das Netzwerk gewesen. Dank der Vernetzung konnte schnell auf viele Herausforderungen wie Einkaufshilfe, Maskenbeschaffung oder Fahrten zum Impfzentrum reagiert werden. Es wurden Ressourcen gebündelt und genutzt. Durch diese Art von Netzwerken in einer engagierten Stadt wird die Stadtgesellschaft resilienter – das ist eine Überzeugung der Träger des Förderprogramms und zugleich eine Erfahrung der Aktiven vor Ort.

„Mein Ziel als Ehrenamtskoordinatorin ist es, gute Rahmenbedingungen für ein trisektorales und belastbares Netzwerk zu schaffen, damit Engagement in Gütersloh gut gelingen kann“, so Elke Pauly-Teismann abschließend. „Von der Entwicklung gemeinsamer Ideen vor Ort über die Stärkung des Zusammenhalts bis hin zur Demokratiestärkung kann gemeinsam vor Ort viel erreicht werden.“ Die Teilnehmenden waren sich einig: Gütersloh ist eine engagierte Stadt und (nicht nur) im Engagementbereich sehr gut aufgestellt. Alle freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit und die Einbeziehung weiterer Akteurinnen und Akteure, um Gütersloh noch vernetzter, attraktiver und engagierter zu machen.

Hintergrund

Gütersloh ist seit Juli 2020 Teil des bundesweiten Netzwerks „Engagierte Stadt“. Das Programm unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland zwischen 10.000 und 250.000 Einwohnern. Es fördert Kooperationen statt Projekten. Die „Engagierte Stadt“ begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften.

Gütersloh wird im Rahmen des Netzwerkprogramms Engagierte Stadt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bertelsmann Stiftung, der Breuninger-Stiftung, der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement gefördert.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.engagiertestadt.de

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