24. November 2025
Hier debattieren die Politiker von morgen
49 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren haben sich zur ersten Sitzung des 13. Jugendparlaments im Rat getroffen.

Antonia Vida ist mit ihren zwölf Jahren eine der Jüngsten und zum ersten Mal dabei. „Ich möchte meine Ideen einbringen und andere mit Argumenten überzeugen, damit sie mich bei meinen Anliegen unterstützen“, sagt die Sechstklässlerin. Sie wurde von ihrer Schule, dem städtischen Gymnasium, in das JuPa gewählt. Das Gremium setzt sich aus per Schulwahl gewählten Mitgliedern aus der Stadt Gütersloh zusammen. Jede weiterführende Schule in Gütersloh schickt, wenn genügend Kandidaten an den Schulen zur Verfügung stehen, dabei jeweils drei Kandidaten und drei Stellvertreter ins Jugendparlament – das gilt auch für Berufs-, Förder- und kreisweite Schulen.










Zwei Jahre wird Antonia Vida jetzt alle sechs Wochen im Ratssaal mit ihren politischen Mitstreitern über Themen, die die Jugend bewegen, debattieren und sie durch Aktivitäten sichtbar machen und mögliche Lösungen verfolgen. Besonders wichtig ist ihr dabei, Kindern und Tieren in Not zu helfen. „Wenn ich groß bin, möchte ich Politikerin werden“, sagt die Gütersloherin selbstbewusst. Diesem Schritt ist sie jetzt ein ganzes Stück nähergekommen, denn sie sitzt dort, wo noch vor drei Tagen die „Erwachsenen“-Politiker im Rat ihre erste Sitzung abhielten.
Begleitet und moderiert wird das Komitee von Nadine Deppe vom Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Gütersloh. Deppe ist überzeugt: „Das Jugendparlament ist wichtig als eine Form der aktiven Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben, in dessen Gemeinschaft sich die jungen Menschen auch über eigene Filterblasen und Freundeskreise hinaus für die Anliegen junger Menschen einsetzen.“
Die diskutierten Themen fließen in die Entscheidungsfindung des Stadtrats mit ein. Henning Matthes, Beigeordneter für den Bereich Familie, Jugend, Schule, Soziales und Sport der Stadt Gütersloh, sagte den JuPa-Mitgliedern: „Wir hören euch zu und nehmen euch ernst.“ Matthes weiter: „Wir wollen Tipps und Anregungen von Jugendlichen für die zukunftsfähige Weiterentwicklung unserer Stadt bekommen. Wir brauchen im Rathaus die Sichtweise von jungen Menschen, damit unsere Entscheidungen die Stadt wirklich nach vorne bringen.“
Die nächste Sitzung des Jugendparlaments findet am Mittwoch, 21. Januar, statt. Wer einen Einblick in die erste Sitzung des 13. Jugendparlaments in Gütersloh bekommen möchte, findet auf den Social-Media-Kanälen der Stadt Gütersloh einen Video-Beitrag dazu.