28. April 2026
Ein Tag bei der Stadt Gütersloh: Girls‘ und Boys‘ Day 2026
52 Schülerinnen und Schüler entdecken Gütersloher Stadtverwaltung hautnah.

Wie fühlt es sich an, hinter die Kulissen einer großen Veranstaltung zu schauen, eine Stadt aktiv mit zu planen oder Sportveranstaltungen mitzugestalten? 52 Jugendliche haben einen Tag bei der Stadt Gütersloh verbracht und dabei einen vielseitigen Einblick in die Arbeitswelt der Stadtverwaltung gewonnen. Insgesamt 13 Angebote standen zur Auswahl – bewusst auch in Berufsfeldern, in denen Frauen oder Männer bislang unterrepräsentiert sind. Ob bei der Berufsfeuerwehr, in der Umwelttechnik, der IT oder im Sport: Der Tag bot nicht nur Orientierung, sondern vor allem echte Praxiserfahrungen.

Zum ersten Mal öffnete der Fachbereich Sport seine Türen für Jungen: Hier bekamen Jannik (15) und Maximilian (13) einen Einblick in den Fachbereich Sport. „Wir machen beide gern Sport, deshalb haben wir uns für den Fachbereich Sport entschieden“, erklärten die beiden. Britta Thieme, Mitarbeiterin beim Fachbereich Sport, hatte sich ein breites Programm überlegt: Neben einem Quiz rund um die Sportwelt halfen die beiden Schüler zum Beispiel bei der Vorbereitung zur Sportabzeichen-Ehrung. Beim Quiz wurde das Wissen der beiden Jungen auf die Probe gestellt – bei der Frage nach der Anzahl der Sportvereine lagen beide nur leicht daneben mit ihrer Schätzung von 50 und 100: Aktuell gibt es etwas mehr als 80 Sportvereine in Gütersloh.

Direkt mit angepackt haben die Schülerinnen, die den Tag bei der Veranstaltungstechnik der Kultur Räume verbracht haben: Veranstaltungstechniker Florian Meyer-Sickendiek gab den sechs Mädchen einen Blick hinter die Kulissen von Theater und Stadthalle – vom Stageplan, dem Aufbau bis hin zur Regie und der Abstimmung mit den Künstlerinnen und Künstlern. Die Aufbauarbeiten für eine Veranstaltung in der Stadthalle waren in vollem Gange und die Schülerinnen erfuhren, wie Licht- und Ton-Technik funktionieren. „Ich finde es total spannend, eben nicht als Zuschauer hier zu sein, sondern zu sehen, was für Arbeit hinter den Kulissen anfällt“, sagt die 13-jährige Emma. Nach dem Beruf des Veranstaltungstechnikers gefragt betont Meyer-Sickendiek: „Der Job macht viel Spaß, aber man hat eben auch eine Verantwortung für viele Menschen. Deshalb muss jeder Handgriff sitzen, damit die Veranstaltung sicher über die Bühne geht.

Dass Stadtplanung kein abstraktes Konzept ist, sondern den Alltag aller Menschen betrifft, erlebte Jan (15) im Fachbereich Stadtplanung. Nach einem Einblick in den Arbeitsalltag im Büro ging es an die frische Luft: Wiebke Simeone nahm den Schüler mit in die Innenstadt, um gemeinsam mit ihm zu schauen, wie eine Stadtplanerin ihre Umgebung wahrnimmt. Am Kolbeplatz wurde Jan selbst zum Ideengeber: „Wenn man sich hier einfach alles wünschen dürfte, fänd‘ ich einen Brunnen und mehr Bänke gut“. Simeone, Stadtplanerin im Fachbereich Stadtplanung, hört dem Jugendlichen angeregt zu: „Die Perspektive von Jugendlichen zu hören ist wichtig. Wir möchten ja, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt wohlfühlen.“ Jan könnte sich vorstellen, später in einer Stadtverwaltung zu arbeiten. Eine Warnung hat Simeone für ihn: „Solltest du diesen Beruf erlernen oder studieren wollen: Du gehst nie wieder einfach so durch eine Innenstadt. Du kannst gar nicht anders, als dir sehr genau die Architektur und Gestaltung des öffentlichen Raums anzusehen.“

Der Girls‘ and Boys‘ Day bei der Stadt Gütersloh ist mehr als ein kurzer Einblick: Er zeigt, wie vielfältig, spannend und praxisnah die Arbeit in einer Verwaltung sein kann.
Wer sich für ein Praktikum oder eine Ausbildung bei der Stadt Gütersloh interessiert, findet alle wichtigen Informationen und Stellenangebote unter www.karriere.guetersloh.de.