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09. Juli 2025

Zeitreise durch Gütersloh – Interaktive Stadtrallye führt Schulklassen ins Jahr 1975

Gütersloher Schülerinnen und Schüler tauchen in die Stadtgeschichte ein.

Mustafa Solmaz zeigt den Schülerinnen und Schülern, welche Fassaden in der Gütersloher Innenstadt auch 50 Jahre später noch gut erkennbar sind.
Mustafa Solmaz zeigt den Schülerinnen und Schülern, welche Fassaden in der Gütersloher Innenstadt auch 50 Jahre später noch gut erkennbar sind.
Wie sah Gütersloh vor 50 Jahren aus und wie lebten die Menschen damals? Diese Fragen beantwortete eine interaktive Stadtrallye, bei der Schulklassen aus Gütersloh jetzt eine spannende Zeitreise erlebten. Sechs Stationen führten durch die Gütersloher Innenstadt und boten lebendige Einblicke in das Leben bei uns im Jahr 1975. Organisiert hat die Stadtrallye der städtische Fachbereich Kultur. Die Rallye führte die Schulklassen durch das Rathaus, das Stadtmuseum, die Fußgängerzone, die Elly-Heuss-Knapp-Realschule, die Stadtbibliothek (damals noch im Gebäude der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe) und das Städtische Gymnasium.

Fast alle Finger der Kinder der Klasse 4b der Blücherschule gehen nach oben, als Barbara Weidler bei der ersten Station im Rathaus fragt, wer denn bereits im Rathaus gewesen sei. Neben der Geschichte des ehemaligen Rathauses auf dem Berliner Platz lernen die Kinder, welche Aufgaben die Verwaltung übernimmt und wie wichtige Entscheidungen für die Stadt getroffen werden.

Vor dem Stadtmuseum begrüßte Adelheid Eimer in der Rolle der „Else Angenete“ die Kinder. Sie kündigt eine (natürlich nur inszenierte) Schluckimpfung gegen Kinderlähmung an – ganz wie früher. „Gegen Polio impfen wir ja zum Glück seit 1973“, erklärt das „Fräulein Angenete“. „Vor 20 Jahren war die Kinderlähmung eine ernste Krankheit, viele Kinder mussten mit der eisernen Lunge behandelt werden“. Zum Abschluss durften alle, die wollten, ein Stück Würfelzucker mit Sirup als symbolische „Impfung“ nehmen – inklusive Impfausweis. „Mir hat das Stadtmuseum richtig gut gefallen, die eiserne Lunge fand ich richtig spannend“, erzählt die 10-jährige Marie begeistert.

In der Fußgängerzone wartet ein Polizist in grüner Uniform auf die Kinder: „Hier hat einfach jemand seinen Roller abgestellt! Das gibt eine Strafe von 40 Mark!“, ruft Polizeioberkommissar Mustafa Solmaz in der Rolle eines Polizisten aus dem Jahr 1975. Die Uniform – ein Originalstück aus dem Stadtmuseum – ist ebenfalls 50 Jahre alt. Die Kinder erfahren, dass es die Fußgängerzone seit 1972 gibt und viele Fassaden bis heute erhalten sind – darunter das ehemalige „Hertie“-Gebäude und das traditionsreiche Kaufhaus Wiesenhöfer (Ecke Kökerstraße/Berliner Straße).

An der Elly-Heuss-Knapp-Realschule empfängt Thomas Ostermann die Kinder. Er ist ehemaliger Geschichtslehrer und erklärt, wie das Schulsystem im Jahr 1975 funktionierte – etwa, dass der gemeinsame Unterricht für Jungen und Mädchen erst 1968 eingeführt wurde. Für die Kinder heute kaum vorstellbar. Thomas Ostermann zur historischen Stadtrallye: „Teil der Stadtrallye zu sein, macht mir großen Spaß. Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern ist wirklich toll.“

Karin Hauertmann vom Fachbereich Kultur zeigt sich sehr zufrieden: „Wir haben sehr positives Feedback von den Schulklassen und Lehrkräften bekommen“, freut sie sich. „Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, ohne die das Projekt nicht in diesem Umfang hätte stattfinden können. Ein besonderer Dank geht an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und das Städtische Gymnasium.“

Im nächsten Jahr soll das beliebte Format für weitere Schülerinnen und Schüler fortgesetzt werden.