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Juniorwahl: Jugendliche üben „Wählen gehen“

24.09.2021

Geschwister-Scholl-Realschule simuliert Bundestagswahl.

Der Spieleraum der Geschwister-Scholl-Realschule wird zum Wahllokal: Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen dürfen ihre Kreuze zur Bundestagswahl machen.
Der Spieleraum der Geschwister-Scholl-Realschule wird zum Wahllokal: Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen dürfen ihre Kreuze zur Bundestagswahl machen.

Am Sonntag steht die Bundestagswahl an, schon einige Tage vorher haben Schülerinnen und Schüler bereits „gewählt“ – bei der Juniorwahl. Insgesamt sieben Gütersloher Schulen beteiligen sich an der bundesweiten Aktion, die parallel zur überregionalen Wahl stattfindet. An der Geschwister-Scholl-Realschule durfte die neunte Jahrgangsstufe unter realen Bedingungen ihre Stimme abgeben.

Wahlbenachrichtigung, Wahlhelfer, Wählerverzeichnis, Stimmzettel, Wahlkabinen und eine Wahlurne: Der Spieleraum der Geschwister-Scholl-Schule wird an diesem Vormittag zum richtigen Wahllokal. „Wir simulieren die realen Bedingungen der Bundestagswahl“, erklärt Sozialwissenschaftslehrer Markus Cinar, der gemeinsam mit seinem Kollegen Aday Gök und den beiden Neuner-SoWi-Kursen die Wahl vorbereitet hat und begleitet. Bereits zum vierten Mal beteiligt sich die Geschwister-Scholl-Schule an einer Juniorwahl. „In diesem Jahr sind rund 180 Schülerinnen und Schüler der sieben neunten Klassen aufgerufen, ihre Kandidaten oder Kandidatinnen aus dem Gütersloher Wahlkreis zu wählen“, berichtet Cinar. Ganz so, wie es am Wahlsonntag auch real von den über-18-jährigen Wahlberechtigten gemacht wird. In einer Schlange warten die Mädchen und Jungen wie in einem echten Wahllokal. Wer seine Wahlbenachrichtigung oder seinen Schülerausweis vorzeigen kann, erhält einen Stimmzettel und darf sein Kreuz machen und den Stimmzettel gefaltet in die Urne werfen. „Mir gefällt, dass wir uns so schon früh mit dem Thema Politik befassen und mitnehmen können, wie eine Wahl abläuft,“ erzählt Alexis aus der 9f. Als Mitglied des Wahlvorstands passt er auf, dass alles geregelt vonstattengeht.

Wählen gehen heißt aber nicht nur zwei Kreuze zu setzen, sondern auch, sich vorher zu informieren. Die Bundestagswahl und das deutsche Wahlsystem haben die Klassen im Politikunterricht vorab behandelt. „In Gruppenarbeiten haben wir uns die Wahlprogramme der Parteien angeschaut und gegenseitig vorgestellt“, berichtet Schüler Joel. Die allgemeine Akzeptanz der jungen Wählerinnen und Wähler sei groß und so erwarten die Lehrer eine hohe Wahlbeteiligung. „Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler mit der Juniorwahl das Prozedere einer Wahl kennenlernen“, betont Schulleiter Marcus Indenkämpen. Als noch nicht Wahlberechtigte sollen sie sich mit dem Thema auseinandersetzen und lernen, wie es ist zu wählen, wie Demokratie funktioniert, wie Politiker bestimmt werden und wie sich der Bundestag zusammensetzt. „Unsere Hoffnung ist, dass die Aktion Früchte trägt und das Interesse weiterwächst, bis die Schülerinnen und Schüler in einigen Jahren wahlberechtigt sind.“

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