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02. Juli 2026

Sommerhitze: So bleibt die Biotonne madenfrei

Stadt Gütersloh gibt Tipps für die richtige Nutzung der Biotonne in der warmen Jahreszeit.

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch ein bekanntes Sommerproblem zu: Maden in der Biotonne. Wärme und Feuchtigkeit schaffen ideale Bedingungen für Fliegen, die ihre Eier im Biomüll ablegen. Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen daraus Maden, die sich rasch zu neuen Fliegen entwickeln. Besonders organische Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste ziehen Fliegen an. Tierische Lebensmittel wie Fleisch-, Fisch- oder Milchprodukte gehören grundsätzlich nicht in die Biotonne, da sie Gerüche verursachen und verschiedene Fliegenarten zusätzlich anlocken. Die Stadt Gütersloh empfiehlt folgende Maßnahmen, um Madenbildung zu vermeiden:

  • Biomüll möglichst trocken halten. Zeitungspapier, Strauchschnitt/Häcksel oder Sägespäne auf dem Tonnenboden und zwischen den Abfallschichten binden überschüssige Feuchtigkeit.
  • Die Biotonne an einem schattigen und möglichst kühlen Standort aufstellen.
  • Den Deckel der Biotonne stets geschlossen halten.
  • Nasse, faulende oder arg stinkende Bioabfälle möglichst in Papiertüten oder Zeitungspapier einwickeln. So werden Feuchtigkeit und Gerüche reduziert.
  • Die Biotonne regelmäßig reinigen und nach der Reinigung vollständig trocknen lassen.

Sollten sich dennoch Maden bilden, sollte auf chemische Mittel verzichtet werden. Diese können die Umwelt belasten und sind für die Kompostierung ungeeignet. Bewährt haben sich stattdessen natürliche Methoden:

  • Ein Tuch mit wenigen Tropfen Lavendel-, Zitrus- oder Teebaumöl, das innen am Deckel befestigt wird, kann Fliegen fernhalten.
  • Eine Mischung aus Wasser und Essig eignet sich zur Reinigung von Deckel, Rand und Innenwänden der Biotonne und wirkt gleichzeitig abschreckend auf Fliegen.
  • Gesteinsmehl, Kalk oder Tonmehl bindet Feuchtigkeit und Gerüche, trocknet Maden aus und kann vorbeugend eingesetzt werden.

Zur weiteren Vorbeugung besteht die Möglichkeit, beim Fachbereich Stadtreinigung der Stadt Gütersloh einen speziellen Biofilterdeckel zu erwerben. Dieser kann die Probleme in vielen Fällen verbessern oder sogar beheben. Der Deckel ist mit einem Filtermedium und einem Dichtungsring versehen. Dadurch wird er wesentlich schwerer, als es ein herkömmlicher Behälterdeckel ist. Diese Ausstattung soll sicherstellen, dass ein Austausch der Luft zwischen Tonneninnerem und -äußerem nur durch den Filtereinsatz möglich ist. So kommen Gerüche nicht heraus und lästige Fliegen gar nicht erst in die Tonne hinein. Weitere Informationen zum Biofilterdeckel gibt es online unter www.stadt.gt/kompost.

Auch die Abfallberatung der Stadt Gütersloh steht jederzeit für Fragen bereit unter Telefon 05241/82-2122, oder per E-Mail an umweltschutz@guetersloh.de