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Medizinische Behandlungen nicht aufschieben

20.06.2021

Informationen der Gütersloher Kliniken.

Das Klinikum Gütersloh und das Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh bemerken während der aktuellen Pandemie eine stärkere Hemmung der Patienten, bei Bedarf ein Krankenhaus aufzusuchen. Für die Betroffenen kann dies gesundheitlich sehr gefährlich werden. Daher appellieren die beiden Krankenhäuser an alle Patienten, notwendige medizinische Untersuchungen und Behandlungen nicht aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus aufzuschieben. Beide Kliniken verfügen über ein umfangreiches Hygienekonzept, um das Risiko einer Corona-Infektion im Krankenhaus so gering wie möglich zu halten. Zudem stehen aufgrund der aktuell relativ geringen Inzidenzen wieder vermehrt Kapazitäten für die Behandlung von Patienten ohne Covid 19 zur Verfügung.

Mit ihrer Beobachtung sind die beiden Kliniken nicht allein. So fällt beispielsweise seit Beginn der Corona-Pandemie deutschlandweit ein statistischer Rückgang bei den offiziell registrierten Herzinfarkten und Schlaganfällen auf. „Es gibt jedoch keinen plausiblen Grund dafür, dass die Anzahl der Fälle tatsächlich gesunken ist. Wahrscheinlicher ist es, dass die Patienten aus Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus den Weg ins Krankenhaus scheuen“, kommentiert Prof. Dr. Axel von Bierbrauer, Chefarzt für Innere Medizin am Klinikum Gütersloh, die Zahlen. Dies könne gesundheitlich schwere Folgen haben, warnt der Mediziner.

Therapien, die erst verspätet erfolgen, verlängern nicht nur das Leiden der Betroffenen, sondern können den Heilungsprozess auch deutlich erschweren. Unter Umständen verschlimmert sich die Erkrankung so stark, dass irreversible Schäden entstehen. „Vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen im vergangenen Jahr empfehlen wir bei Beschwerden, planbaren Behandlungen oder Vorsorgeuntersuchungen einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen“, rät Dr. Johannes Middelanis, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Frauenklinik des Sankt Elisabeth Hospitals.

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