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Einsatz für den Mehrwegbecher

11.06.2019

Stadt Gütersloh und „Fridays for Future“-Schüler starten gemeinsame Aktion.

Machen auf den grünen Mehrwegbecher aufmerksam: Emanuel Zubrüggen (Fridays for Future), Marion Grages (Stadt Gütersloh), Michelle Beste und Stefan Scheidt (beide Fridays for Future).
Machen auf den grünen Mehrwegbecher aufmerksam: Emanuel Zubrüggen (Fridays for Future), Marion Grages (Stadt Gütersloh), Michelle Beste und Stefan Scheidt (beide Fridays for Future).

Gutscheine für einen kostenlosen Kaffee im neuen Mehrweg-Pfandbecher verteilen Marion Grages vom Umweltschutz der Stadt Gütersloh und Schülerinnen und Schülern der „Fridays for Future“-Bewegung in der Gütersloher Innenstadt. Der gemeinsame Einsatz für den grünen Mehrwegbecher soll für das Pfandsystem und den Beitrag zum Klimaschutz begeistern.

„Die erste Verteilaktion vor einigen Wochen lief schon super“, freut sich Marion Grages. „Heute wollen wir wieder etwa 500 Gutscheine an verschiedenen Stellen in der Innenstadt verteilen“, sagte die Abfallberaterin bei der Aktion am Samstag. Mit den von der Stadt Gütersloh gesponserten Gutscheinen können Kaffeetrinker einen kostenlosen Kaffee im Mehrwegbecher in einem der am CupForCup-System beteiligten Ausgabestellen erhalten. Gegen einen Euro Pfand bekommen sie den handlichen Becher zum Mitnehmen, bei der Rückgabe gibt es den Pfandbetrag dann wieder zurück. Der Coffee-to-go-Becher wird anschließend in den Geschäften gespült und kann bis zu 400 Mal wieder verwendet werden.

„Wir mobilisieren uns gerne für das Projekt direkt vor Ort“, berichtet Michelle Beste von der Gütersloher „Fridays for Future“-Bewegung. „Wir möchten dadurch auch Menschen außerhalb unserer Schülerzielgruppe erreichen und das nachhaltige System bekannt machen.“ Es gehe vor allem darum, die Bürgerinnen und Bürger über das Projekt aufzuklären und ihnen zu zeigen, in welchen Geschäften die Becher erhältlich sind. „Wir wollen ihnen eine Alternative zum üblichen Coffee-to-go-Becher vorstellen“, erklärt Stefan Schneidt.

Über die Zusammenarbeit zum Mehrwegbecher-System mit den insgesamt fünf Schülerinnen und Schülern der Bewegung freut sich Projektleiterin Marion Grages besonders. „Wir vom Umweltschutz haben oft Probleme, die jüngere Generation zu erreichen“, berichtet sie. „Daher ist es eine tolle Sache, dass wir hier gemeinsam aktiv sind.“

Den grünen Mehrwegbecher hatte der städtische Fachbereich Umweltschutz als Pfandsystem Anfang Mai vorgestellt. In der Stadt Gütersloh wird der Coffee-to-go-Becher aktuell in insgesamt 22 teilnehmenden Geschäften und Bistros, sowie in sechs Betriebsrestaurants von Cultina angeboten.

Genaue Zahlen für Gütersloh gibt es nicht, in ganz Deutschland aber werden stündlich 320.000 Coffee-to go-Becher weggeworfen. Für deren Herstellung werden zehntausende Tonnen Holz und Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser benötigt. Für die Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte.

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