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Mini-Bus „auf Zuruf“

14.05.2020

Stadt Gütersloh will sich um Fördermittel des Landes mit einem On-Demand-Projekt für den öffentlichen Personennahverkehr bewerben.

Mit dem Mini-Bus auf Zuruf fahren: Das ist die Möglichkeit, die digitale Technik im öffentlichen Personennahverkehr bietet. Die Stadt Gütersloh will sich nun mit dem Konzept eines „On-Demand-Verkehrs“ – so der Fachbegriff – um eine Förderung im Rahmen eines Modellprogramms des Landes bewerben. Über eine entsprechende Beschlussvorlage soll der Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 26. Mai entscheiden.

Idee aus dem Denklabor zur vernetzten Mobilität

Mit dem Förderantrag zum App-gestützten flexiblen Mobilitätslösung greifen Stadt und Stadtwerke gemeinsam ein Thema auf, das in zahlreichen Arbeitskreisen ebenso wie im Denklabor zur vernetzten Mobilität als positiver Ansatz für eine Optimierung des ÖPNV befürwortet wurde. Der Bus „on demand“ (= „auf Anforderung“) ist ein Angebot, das unabhängig von festen Routen und Fahrplänen und mit kurzen Wegen für die Fahrtenwünsche mehrerer Nutzer auf einer individuellen und optimalen Route zusammenführt, z.B. in abendlichen Randstunden oder in schwach ausgelasteten Zeiten am Wochenende abdeckt, aber auch als Zubringer zum Bahnhof oder zu weiteren Haltepunkten eingesetzt werden kann. Per App können die Nutzer ihren Fahrtwunsch eingeben und werden dann in Echtzeit über Zustiegsort, Strecke und Ankunftszeit informiert.

„Die Einrichtung von On-Demand-Verkehren soll die Attraktivität der Mobilitätsanbindung im Bereich Pendler-, Versorgungs- und Freizeitverkehre optimieren“, heißt es in der Vorlage für den Planungsausschuss. Durch den On-Demand Verkehr werden die starren Taktzeiten durchbrochen und neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen geschaffen. Im Rahmen des Förderprojekts ist geplant, „On Demand“ im Ganztagsbetrieb voraussichtlich im „Schwerpunktbediengebiet Isselhorst/ Avenwedde/ Friedrichsdorf“ als Ergänzung zum klassischen Busverkehr anzubieten, um unter anderem eine attraktive und pünktliche Anbindung an die Bahnhöfe und Bahnlinien möglich zu machen. Zudem wird dadurch auch eine Verbindung unterhalb der Stadtteile hergestellt, die bisher nicht existiert.

Angebot soll abendlichen Randstunden abdecken

In den Abendstunden (ab 20.15 Uhr bis 1 bzw. freitags und samstags bis 2 Uhr nachts) sowie sonn- und feiertags soll das Angebot auf das gesamte Kerngebiet Güterslohs mit insgesamt ca. 065 km² erweitert werden. Verbunden mit der Förderung wäre auch eine Evaluation im Rahmen der Projektphase, denn Ziel des On-Demand-Angebots ist letztlich die Reduzierung des Individualverkehrs durch einen attraktiven ÖPNV, der beispielsweise auch mobilitätseingeschränkten Personen flexible Nutzungsmöglichkeiten eröffnet und der die Anbindung an die ländlichen Statteile optimiert. Somit dienen die Erfahrungen und Ergebnisse aus der Projektphase auch der Antwort auf die Frage, welcher „Mix im ÖPNV“ zukünftig angeboten werden soll.

Knapp drei Millionen Euro für drei Jahre sind als Förderbedarf bei einem vom Land in Aussicht gestellten Förderanteil von 75 Prozent für das Projekt errechnet worden. 25 Prozent Eigenanteil muss die Stadt als Fördernehmerin im Haushalt bereitstellen. Hierfür können die Haushaltsansätze des Jahres 2020 sowie der mittelfristigen Finanzplanung, die für das Thema „Smart City“ beschlossen wurden, eingesetzt werden. In Gütersloh ist man optimistisch in die Landesförderung aufgenommen zu werden, denn die Förderskizze, die die Stadtwerke eingereicht habe, sei vom Land positiv eingeschätzt worden, heißt es in der Vorlage. Bei Zustimmung zum Förderantrag werde das On-Demand-Angebot spätestens zum Jahresende 2020 verfügbar sein.

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