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19. Oktober 2020

Neustart der Geschichtswerkstatt

Beim dritten Treffen nehmen erste Ideen Formen an.

Geschichtswerkstatt mit Abstand: Zur dritten Auflage der Reihe des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh diskutierten 18 Interessierte unter Abstandsregelungen in der Skylobby des Gütersloher Theaters.
Geschichtswerkstatt mit Abstand: Zur dritten Auflage der Reihe des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh diskutierten 18 Interessierte unter Abstandsregelungen in der Skylobby des Gütersloher Theaters.

18 interessierte Bürgerinnen und Bürger fanden sich Anfang Oktober auf Einladung des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh zur dritten Geschichtswerkstatt in der Skylobby des Gütersloher Theaters unter Abstands- und Hygieneregeln zusammen. Nach einer Corona-bedingten Pause war das Interesse an der Gütersloher Stadtgeschichte und einer gemeinsamen Aufbereitung bei der dritten Veranstaltung der Reihe weiterhin groß.

Ziel der Geschichtswerkstatt ist es, die Sichtbarkeit des Geschichtsinteresses in Gütersloh zu erhöhen, die zahlreichen Akteure und Aktiven zu vernetzen und ihre Themen einem größeren Publikum bekannt zu machen. Zum Wiedereinstieg nach der längeren Pause fasste Daniela Daus vom Fachbereich Kultur zusammen, was in den vergangenen beiden Geschichtswerkstätten bereits thematisiert und an Ideen für Projekte eingebracht wurde. Im anschließenden Austausch wurden das vielfältige geschichtliche Interesse und der Wunsch nach einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Themen unter den Teilnehmenden deutlich. Die städtischen Vertreter wollen den Kreis der Interessierten künftig nicht anleiten, sondern bei Bedarf unterstützen und begleiten. Die Teilnehmenden sollen eigene Themen und Interessen einbringen und sich nach der Findungsphase selbstständig damit auseinandersetzen. Die Themen werden auf dem Kulturportal (www.kulturportal-guetersloh.de) online veröffentlicht, sodass sich Interessierte untereinander vernetzen können.

Am Beispiel der Umbenennung der „Mohrenstraße“ in Berlin wurde in die Schwerpunktthematik des Abends, die Um- und Neubenennung von Straßennamen, eingeführt. Im regen Austausch wurde über die vielschichtigen Hintergründe zu den Namensursprüngen und die verschiedenen Meinungen zu Umbenennungen diskutiert. Auch Gütersloher Straßennamen wurden dabei einbezogen. Als eine erste Idee aus der Geschichtswerkstatt wurde die Nutzung von QR-Codes zur Erklärung von Straßennamen mit umstrittenen Persönlichkeiten diskutiert. Dieser zweidimensionale Code kann mit einem Smartphone gescannt werden und könnte so weitere Hintergründe zur Person liefern, die über die bisherigen Erläuterungshinweise an den Straßenschildern hinausgehen.

Auch die Aufbereitung der Gütersloher Stadtgeschichte war Thema bei der dritten Geschichtswerkstatt. Einigen Teilnehmenden ist die Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 noch nicht zufriedenstellend genug beschrieben. Als eine Möglichkeit der Beteiligung durch die Geschichtswerkstatt wurde die Unterstützung bei der Entstehung des zweiten Bands zur Gütersloher Stadtgeschichte, das voraussichtlich 2025 erscheinen soll, diskutiert.

In Kürze startet die Geschichtswerkstatt in die aktive Phase. Auf dem Kulturportal werden die Themen laufend aktualisiert. Weitere Interessierte an der Geschichtswerkstatt sind herzlich willkommen. Um Anmeldungen bei Daniela Daus unter dnldsgtrslhd wird gebeten. Alle Termine des städtischen Fachbereichs Kultur und Informationen zur Geschichtswerkstatt gibt es auf dem Kulturportal unter www.kulturportal-guetersloh.de.