Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Fonts.com, Youtube-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Google Translate

Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

Um die Sprachwahl nutzen zu können, müssen Sie zunächst das Laden von externen Komponenten erlauben.

06. Mai 2026

Wegen Eichenprozessionsspinner: Schüler bauen Nistkästen für Meisen

Kinder setzen auf natürliche Schädlingsbekämpfung durch heimische Vögel.

Seit einigen Jahren macht der Eichenprozessionsspinner von sich reden. Die Brennhaare der Raupe können allergische Reaktionen und Hautreizungen verursachen. Doch der Schädling hat natürliche Feinde – Meisen. An der Josefschule in Gütersloh liefen deshalb die Akkuschrauber heiß: Die Kinder der Garten-AG haben kürzlich eigenständig Nistkästen für Meisen zusammengebaut. Denn die Vögel fressen den Schädling. 

Mit großem Engagement und sichtbarem Stolz, präsentierten sie ihre Werke – und konnten es kaum erwarten, diese anschließend auf dem Schulgelände aufzuhängen. Möglich gemacht wurde das Projekt durch den Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh. Er stellte sowohl der Josefschule als auch der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Grundschule Heidewald entsprechende Bausätze zur Verfügung. AG-Leiterin Christiane Klinge zeigt sich begeistert: „Es ist wunderbar, wenn Kinder nicht nur im Klassenzimmer über Natur lernen, sondern draußen aktiv werden und mit anpacken können.“ Unterstützt wurde sie dabei von zwei Studierenden im Praxissemester sowie einem ehemaligen Kollegen.

Bei der Montage der Nistkästen auf dem Schulhof war die Aufregung groß. Die Kinder suchten eifrig nach geeigneten Plätzen in den Bäumen. „Mein Kasten soll an den ganz dicken Baum!“, rief eines der Kinder. Auch Schüler Luca hat bereits einen festen Plan: „Ich schaue jetzt jeden Tag nach, ob schon eine Meise eingezogen ist.“

Dass ausgerechnet diese beiden Schulen ausgewählt wurden, hat einen konkreten Hintergrund: In ihrem Umfeld ist vermehrt der Eichenprozessionsspinner aufgetreten. Hier setzen die Nisthilfen an: Meisen suchen in der Nähe ihrer Brutplätze nach Nahrung und können so auf natürliche Weise dazu beitragen, die Population der Raupen zu reduzieren. „Wir sind gespannt, ob sich ein Effekt beobachten lässt“, sagt Wiebke Dreessen vom Fachbereich Umweltschutz. „Parallel dazu werden stadtweit alle gemeldeten Standorte überprüft und an sensiblen Stellen auch professionelle Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.“

Unabhängig vom möglichen Nutzen für die Schädlingsbekämpfung hat das Projekt bereits jetzt einen wichtigen Effekt erzielt: Die Kinder nehmen ihre Umwelt bewusster wahr und verfolgen gespannt, ob bald die ersten Meisen in die selbstgebauten Kästen einziehen.
Bürgerinnen und Bürger können Nester des Eichenprozessionsspinners unter www.stadt.gt/eichenprozessionsspinner bei der Stadt Gütersloh melden.