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Neue Nisthilfen für Wildbienen im Botanischen Garten

05.06.2020

Vogelzuchtverein Friedrichsdorf sponsert vier Eichenstelen.

Freuen sich über die neuen Wildbienen-Niststelen im Botanischen Garten: (v.l.) Hermann Stelbrink (Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf), Dirk Buddenberg (Leiter Fachbereich Grünflächen) und Herbert Berg (Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf).
Freuen sich über die neuen Wildbienen-Niststelen im Botanischen Garten: (v.l.) Hermann Stelbrink (Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf), Dirk Buddenberg (Leiter Fachbereich Grünflächen) und Herbert Berg (Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf).

Es blüht und summt im Botanischen Garten: Zwischen den farbenfrohen sommerlichen Bepflanzungen entdecken aufmerksame Besucher jetzt vier neue Eichenstelen in Güterslohs grüner Oase. Die Stelen sind seit kurzem dort „eingezogen“ und fügen sich nicht nur optimal in den Sonnengarten ein, sondern bieten vor allem Wildbienen eine geeignete Nisthilfe. Gesponsert wurden die vier Niststelen durch den Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf.

„Wir als Vogelschutzverein haben uns dem Naturschutz verschrieben und setzen uns schon lange besonders auch für den Wildbienenschutz ein“, erklärt Hermann Stelbrink vom Vogelschutzverein Friedrichsdorf. „Da sich unser Verein in der Zukunft aufgrund von Nachwuchsmangel auflösen wird, wollten wir ein kleines Erbe hinterlassen“, ergänzt Vereinsmitglied Herbert Berg. Schnell kam die Idee auf, geeignete Nisthilfen für Wildbienen zu bauen und dem Botanischen Garten zu spenden. Nachdem Dirk Buddenberg, Leiter des Fachbereichs Grünflächen bei der Stadt Gütersloh, grünes Licht für das Projekt gegeben hatte, entwarfen die Bienenexperten gemeinsam mit Daniela Toman vom Fachbereich Grünflächen die Bienennisthilfen. In die Eichenstelen bohrte Herbert Berg zehn Zentimeter tiefe Lochmuster, die den Bienen zum Nisten dienen, in verschiedenen Durchmessern. Abschließend wurde noch eine Plakette der Sponsoren angebracht.

Im Botanischen Garten haben die Bienen ein optimales Umfeld, um ausreichend Nahrung und Nistmaterial zu finden. „Wir freuen uns sehr über die neuen Niststelen“, sagt Dirk Buddenberg. „Die Eichenstelen fügen sich gut in die gesamte Anlage ein. Dabei sind die Standorte so gewählt, dass sie sich strahlenförmig an den Sonnengarten orientieren.“ Zum Schutz der Insekten wurden die Stelen mit einigem Abstand zu den Wegen und in süd-östlicher Richtung ausgerichtet, um die Eingänge vor Regen zu schützen und gleichzeitig eine dauerhafte Sonnenbestrahlung für die wärmeliebenden Bienen zu gewährleisten. „Mit den Stelen wollen wir aber nicht nur den Bienen eine geeignete Nistmöglichkeit bieten, sondern auch die Menschen für das Thema sensibilisieren“, so Stelbrink.

Der Schutz der Wildbienen ist wertvoll, denn sie sind wichtige Bestäuber. Geeignete Nistplätze und Nahrungsangebote finden sie heute jedoch immer weniger. Die Wildbienen nutzen Hohlräume, wie zum Beispiel Löcher in totem Holz, um darin ihre Eier in einzelnen Brutzellen abzulegen. Hier eignen sich die Eichenstelen im Botanischen Garten, anders als einige im Handel angebotene Nisthilfen, besonders gut. Die Wildbienen nehmen das Projekt im Botanischen Garten gut an, erste Löcher werden bereits belegt. Und Besucher können beobachten, wie die Wildbienen Pollen für ihre Brut in die Löcher tragen und diese am Ende verschließen, sodass sich die Laven in ihnen entwickeln können.

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