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Eine gute Idee für mehr als hundert Jahre

09.11.2018

Die Müllerei-Bürsten des Gütersloher Unternehmens Filip gehen in die ganze Welt.

Klein, handgemacht und sehr effektiv:  Tatjana Filip mit einer Siebreinigungsbürste, die beim Sieben von Mehl in der Mühle zum Einsatz kommt.
Klein, handgemacht und sehr effektiv: Tatjana Filip mit einer Siebreinigungsbürste, die beim Sieben von Mehl in der Mühle zum Einsatz kommt.

Sie sind klein und eher unscheinbar, aber so gut, dass sie in der ganzen Welt gefragt sind. Die Siebreinigungsbürsten des Unternehmens Filip, das seit Anfang des Jahres seinen Sitz am Anemonenweg 4 hat, werden in den Mühlen gebraucht, um während des Mahlprozesses die Siebe zu säubern. Denn Mehl hat immer eine Grundfeuchtigkeit und die Siebe würden ohne die Reinigung schnell verkleben. „Unsere Familie hat diese ganz spezielle Nische entdeckt. Wir setzen seit nun fast 100 Jahren auf Handarbeit und Qualität“, sagt Tatjana Filip, die zusammen mit ihrem Bruder Mirko Filip die Geschäftsführung innehat.

Den Frauen, die auf Einladung der Gleichstellungsstelle und der Volkshochschule Gütersloh im Rahmen eines „After Work-Meetings“ das Unternehmen besucht haben, zeigte die Geschäftsführerin am Mittwoch bei einem Rundgang durch das Unternehmen, welche Materialien eingesetzt werden und wie die Bürsten produziert und versandt werden.

Jede Bürste geht durch viele Hände, die Augen jedes einzelnen Mitarbeiters in jeder Stufe der Bearbeitung kontrollieren, ob alles so ist, wie es sein muss. Qualität ist das Pfund, mit dem das Unternehmen Filip wuchern kann. Ob das Eindrucken der Knöpfe, das Einstanzen und Schneiden der Borsten oder die Nachkontrolle mit der Schere: Alles wird in Handarbeit erledigt. „Und das ist auch gut so“, sagt Tatjana Filip. Etwa 500 bis 600 Bürsten werden pro Tag produziert. Kleinere Mühlen benötigen alle zwei Jahre etwa 2300 neue Siebreinigungsbürsten. Die zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut ausgebildet, haben alle ein „Händchen“ für die Bürsten und die meisten sind seit über 20 Jahren in dem Unternehmen tätig.

Immer wieder Bürsten und Bürstenvarianten, von denen es inzwischen 15 gibt. „Das wird dennoch nie langweilig“, sagt Tatjana Filip, denn das Unternehmen liefert die guten Siebreinigungsbürsten aus Gütersloh auf jeden Kontinent. Ob Australien, Thailand oder Japan: Der Exportanteil liegt bei 80 Prozent. Die Geschäftsführerin kümmert sich um den Export, die Bestellabwicklung, den Einkauf der Rohwaren und um Personalangelegenheiten. Der Kontakt zu fernen Ländern und Geschäftspartnern bringt immer wieder Abwechslung und gewährt auch Einblicke in andere Kulturen.

Tatjana Filip, die vor 25 Jahren in den Betrieb eingestiegen ist, hat viel von ihrem Vater gelernt. Ihr Berufsweg ging ursprünglich in eine andere Richtung. Doch die Modebranche war letztendlich nicht so anziehend wie die Müllereibürsten und so führt sie heute nun bereits in vierter Generation das Unternehmen. Gegründet wurde das Unternehmen 1919 von Vinzenz Filip in Zeitz, der nach der Gründung der DDR nach Gütersloh gekommen ist.

Am neuen Standort am Anemonenweg hat alles Platz und bietet zudem eine gute Arbeitsatmosphäre mit viel Licht. Auf rund 2000 Quadratmetern sind Produktionsräume, Bürotrakt und Lagerhalle entstanden. Das Marketing nach innen wird durch das Marketing nach außen ergänzt. Das hat Mirko Filip jetzt in die Hand genommen, der erst vor einem Jahr in das Unternehmen eingestiegen ist und vorher in Köln bei RTL tätig war. Ein neues Markenleitbild, der Ausbau des Online-Marketings und vieles mehr hat er sich auf die Fahnen geschrieben.

„Starke Frauen in Gütersloh kennenlernen“- so lautete der Titel dieses Unternehmensbesuches, an dem zehn Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen teilgenommen haben. Dabei konnten die Besucherinnen nicht nur Einblicke in ein außergewöhnliches Unternehmen erhalten, sondern auch Tatjana Filip als eine Unternehmerin erfahren, die Beruf und Familie gut unter einen Hut bringt und im Unternehmen selbst auf ein gutes Betriebsklima achtet.

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