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02. Juni 2026

Sieben Kinder, viele Talente und bald noch mehr Trubel

Familie Baturin aus Friedrichsdorf ist im Rathaus empfangen worden – Anlass war die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten für das siebte Kind der Familie.

Familie Baturin war im Rathaus zu Gast, um dort eine Urkunde und das Patengeschenk zu Ehren des siebten Kindes überreicht zu bekommen: (v.l.) Marie, Leonard, Evelyn, Christina, Mutter Yekaterina, Alina, Vater Alexander, Melanie und die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Heine mit dem siebten Kind Leni auf dem Arm.
Familie Baturin war im Rathaus zu Gast, um dort eine Urkunde und das Patengeschenk zu Ehren des siebten Kindes überreicht zu bekommen: (v.l.) Marie, Leonard, Evelyn, Christina, Mutter Yekaterina, Alina, Vater Alexander, Melanie und die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Heine mit dem siebten Kind Leni auf dem Arm.
So viel Familienleben auf einmal ist auch im Rathaus nicht jeden Tag zu Gast: Als Yekaterina und Alexander Baturin mit ihren sieben Kindern zu Besuch sind, wird schnell klar, dass bei dieser Familie immer etwas los ist. Musik, Inliner, Schule, Haushalt, kleine Streitigkeiten und große Hilfsbereitschaft – all das gehört im Hause Baturin ganz selbstverständlich dazu. Anlass für den Besuch der Familie war die Ehrenpatenschaft, die der Bundespräsident jetzt für das siebte Kind der Familie übernommen hat und für die es eine Urkunde gibt.

Die Ehrenpatenschaft ist vor allem eine symbolische Würdigung kinderreicher Familien. Sie wird auf Antrag übernommen, wenn einschließlich des Patenkindes sieben Kinder von denselben Eltern oder demselben Elternteil abstammen. Das Kind muss die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

Im Gespräch mit Wiebke Heine, zweite stellvertretende Bürgermeisterin, erzählten Yekaterina und Alexander Baturin von ihrem Alltag mit sieben Kindern – und davon, dass das achte Kind bereits unterwegs ist. In rund sechs Wochen wird die Familie noch einmal wachsen. Es wird ein Junge, die Geschwister dürfen den Namen mit aussuchen. Leonard, Siebtklässler am Gymnasium und bisher als ältester Sohn der „Hahn im Korb“, nimmt es gelassen. Auf die Frage, wie es sich anfühle, sechs Schwestern zu haben, antwortet er: „Eigentlich ganz gut.“

Musik und Inliner fahren stehen bei den Geschwistern besonders hoch im Kurs. Alina, die die 5. Klasse des Gymnasiums besucht, spielt Klavier, malt gern und hat Kunst als Lieblingsfach. Melanie bekommt Geigenunterricht, Leonard spielt Gitarre und Klavier. „Wir haben quasi ein ganzes Konzert zuhause“, scherzt Vater Alexander. Auch draußen sind die Kinder gemeinsam unterwegs: Inliner fahren mehrere von ihnen gern und manchmal spielen die Mädchen auch Fußball mit Leo.

Bei sieben Kindern braucht es Organisation – und Zusammenhalt. Die älteren Geschwister helfen bereits im Haushalt, saugen Staub, wischen oder passen auf die Kleineren auf. „Streit gibt es natürlich auch ab und zu, aber meistens spielen sie miteinander“, so Vater Alexander. Auf die Frage von Wiebke Heine, wie man es schaffe, sieben Kinder großzuziehen, muss Yekaterina Baturin lachen: „Man braucht viel Zeit, Nerven und Geduld.“ Eine Nacht durchzuschlafen, das sei schon eine ganze Weile her, erzählen die Eltern. Beim Besuch im Rathaus wird deutlich: Familie Baturin meistert ihren lebhaften Alltag mit Geduld, Humor und viel Zusammenhalt.