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Sportmedizin: Warum die eigene Erwartung den Behandlungserfolg beeinflusst

21.09.2022

Egal ob Fersensporn, Muskelzerrung oder Läuferknie. Sportverletzungen führen regelmäßig zu Schmerzen, Ausfallzeiten und vor allem Unsicherheit. Wie schlimm ist meine Verletzung? Wann bin ich wieder fit? Dr. med. Andreas Elsner, leitender Mannschaftsarzt des DSC Arminia und Leiter des Sportmedizinischen Zentrums am Klinikum Gütersloh erklärt im Interview, warum der Umgang mit den eigenen Erwartungen so wichtig für den Behandlungserfolg ist.

Welche Rolle spielen die eigenen Erwartungen bei der erfolgreichen Behandlung von Sportverletzungen?

Die Zufriedenheit mit der eigenen Leistungsfähigkeit ist ein ganz wichtiger Faktor des menschlichen Wohlbefindens. Der Glaube an die Wirksamkeit eines Medikamentes kann ein Symptom zusätzlich lindern. Diesen psychologischen Placebo Effekt können wir auch in der Sportmedizin zum Vorteil der Patienten nutzen. Leider kann eine falsche Erwartung auch das Verhältnis zwischen Arzt und Patient belasten Deshalb ist es wichtig, dass Patient und Behandelnder sich zu Beginn der Behandlung über die Ziele der Therapie intensiv austauschen.

Wie sorgen Sie dafür, dass ihre Patienten keine falschen Erwartungen an die Therapie stellen?

Ich leiste im Vorfeld jeder Behandlung intensive Aufklärungs- und Beratungsarbeit. Das ist essenziell für mich, denn nur so kann ich die Anforderungen des Patienten an seine körperliche Fitness genau erfassen und eine darauf aufgebaute medizinische Umsetzung planen. Das ist bei einem Profisportler des DSC Arminia Bielefeld genauso wichtig wie bei ambitionierten Freizeitsportlern, die beispielsweise nach einer Operation wieder auf ihr altes Leistungsniveau kommen wollen. Genau aus diesem Grund ist das Erwartungsmanagement in der Medizin ein wichtiger Schwerpunkt im Deutschen Institut für Orthopädie, Osteopathie und Sportmedizin (DIOOS). Gerade Profisportler, die ihr Leben auf den Sport ausrichten und meist nur ein kleines Zeitfenster für den angestrebten Erfolg zur Verfügung haben, stehen unter enormem Druck. Der kommt aus dem Umfeld, von Trainern und Sponsoren, aber auch von den Sportlern selbst.

Was ist das beste Rezept für realistische Erwartungen?

Ich bremse niemanden aus, aber Sportler müssen selbst zu 100 Prozent davon überzeugt sein, dass sie ihr gesetztes Ziel auch wirklich erreichen können und wollen. Nur dann haben wir auch als Behandelnde die notwendige Motivation seitens der Patienten, um sie erfolgreich behandeln zu können. Die realistischen Möglichkeiten und ausreichende Heilungszeiten sollten immer bedacht und kommuniziert werden. Eine schwere Traumatisierung des Sprunggelenkes mit Schwellung führt auch beim Profi zu schweren Vernarbungen, wenn zu früh belastet wird. Wir organisieren am 28. September ein großes Sportmedizinisches Symposium am Klinikum Gütersloh, dass sich mit dem Wichtigen Thema „Erwartungen in der Sportmedizin“ beschäftigt und wo wir mit Medizinern und Wissenschaftlern aber auch mit Praktikern aus dem Profisport und dem Breitensport diskutieren, wie wir in der Sportmedizin noch besser mit dem Thema umgehen können.

Terminhinweis: Erwartungen in der Sportmedizin – Wie und wann werde ich wieder fit?

4. Sportmedizinisches Symposium

Am 28. September 2022, 15:30-18 Uhr, Klinikum Gütersloh (Saal Bettenhaus Süd) lädt das Sportmedizinische Zentrum des Klinikum Gütersloh in Kooperation mit dem DIOOS zum 4. Sportmedizinischen Symposium ein.

Fachliche und wissenschaftliche Leitung

Dr. med. Andreas Elsner, Leiter des Sportmedizinischen Zentrums und der Sektion Fußchirurgie im Klinikum Gütersloh, Leitender Mannschaftsarzt DSC Arminia Bielefeld, Gründer des DIOOS.

Im Anschluss gibt es von 18.30 -20.00 Uhr einen Aktiv-Workshop im DIOOS-Standort Gütersloh, in dem Experten aus der Profisportbetreuung in der Fußballbundesliga und dem Breitensport Trainings- und Therapieformen der sportmedizinischen Betreuung vorstellen. Mitmachen erwünscht!

4. Sportmedizinische Symposium

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