28. April 2026
Stadt Gütersloh startet verschärfte Müll-Kontrollen
Falsche Sortierung soll reduziert und die Qualität des Bioabfalls nachhaltig verbessert werden.
Ab dieser Woche führt der Fachbereich Stadtreinigung gemeinsam mit der Abfallberatung der Stadt Gütersloh wie auch in den vergangenen Jahren verstärkte Kontrollen der Biotonnen im gesamten Stadtgebiet durch. Ziel ist es, falsche Sortierungen des Abfalls zu reduzieren, die Qualität des Bioabfalls zu sichern und eine hochwertige Weiterverarbeitung zu Kompost zu gewährleisten. Falsch befüllte Biotonnen werden mit einer roten Karte gekennzeichnet und nicht geleert. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger haben anschließend die Möglichkeit, eine kostenpflichtige Sonderentleerung zu beauftragen. Alternativ kann der Inhalt nach vorheriger Absprache beim Fachbereich Stadtreinigung (Goethestraße 16) abgegeben werden. Auch die kostenpflichtige Entsorgung im Kompostwerk Gütersloh (Am Stellbrink 25) oder am Recyclinghof (Carl-Zeiss-Straße 58) ist möglich. Voraussetzung in allen Fällen ist, dass die Biotonne zuvor sorgfältig von Fremdstoffen befreit wurde.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei den Kontrollen auf sogenannten „kompostierbaren“ Materialien – insbesondere Tüten, die laut Abfallsatzung nicht in die Biotonne gehören. Auch wenn Produkte als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ gekennzeichnet sind, zersetzen sie sich in den industriellen Verwertungsanlagen nicht schnell genug. Die Prozesse sind auf deutlich kürzere Zeiträume ausgelegt als die Zersetzung solcher Biokunststoffe erfordert. Zudem lassen sich diese Materialien in den Sortieranlagen kaum von herkömmlichem Plastik unterscheiden. Sie müssen daher aufwendig aussortiert werden oder verbleiben im Kompost und mindern dessen Qualität.
Zu Dingen, die nicht in die Biotonne gehören, zählen beispielsweise kompostierbare oder biologisch abbaubare Plastiktüten, Plastikbeutel und -verpackungen, kompostierbare Kaffeekapseln und Besteck, Glas, Metall, Dosen, Alufolie, Zigarettenkippen, Asche, Leder, Textilien, behandeltes Holz, Knochen und Fleisch, Katzen- und Kleintierstreu, Hygieneartikel und Windeln, Sand, Kies und Steine. Richtig im Biomüll sind dagegen Obst-, Gemüse- und Speisereste (in Zeitungspapier oder unbeschichteten Papiertüten verpackt), Schalen (auch von Zitrusfrüchten), Teebeutel und Kaffeesatz inklusive Filtertüten, Eierschalen, Blumen sowie Hecken- und Strauchschnitt, Laub sowie Wild- und Unkräuter.
Die Stadt Gütersloh appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, auf eine korrekte Mülltrennung zu achten. Wer Bioabfälle richtig entsorgt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, zur Ressourcenschonung und zu qualitativ hochwertigem Kompost.
Fragen zur richtigen Mülltrennung beantwortet Lillian Kontny von der Abfallberatung der Stadt Gütersloh, telefonisch unter 05241 / 82-2122 oder per E-Mail an lillian.kontny@guetersloh.de. Weitere Informationen gibt es im Abfallnavi unter www.abfall.guetersloh.de sowie in der App „Tonnenticker Pro“.