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Zeugnis einer außergewöhnlichen Zeit: Mural im öffentlichen Raum

22.09.2020

Projekt der Reihe Stadtbesetzung lässt Wandbild am Städtischen Gymnasium entstehen.

Gemeinsame Beteiligung am Stadtbesetzungsprojekt: (v.l.) Paul Manzey alias Pepe Peps (Künstler), Andrea Wistuba (Fachbereich Kultur, Stadt Gütersloh), Lena Jeckel (Leiterin Fachbereich Kultur, Stadt Gütersloh), Gracjan Koprowski (Künstler-Team), David Kory (Die Urbanisten e.V.), Nina Bredenbals (Lehrerin, Städtisches Gymnasium),  Franziska Emken (Lehrerin, Städtisches Gymnasium) sowie Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums.
Gemeinsame Beteiligung am Stadtbesetzungsprojekt: (v.l.) Paul Manzey alias Pepe Peps (Künstler), Andrea Wistuba (Fachbereich Kultur, Stadt Gütersloh), Lena Jeckel (Leiterin Fachbereich Kultur, Stadt Gütersloh), Gracjan Koprowski (Künstler-Team), David Kory (Die Urbanisten e.V.), Nina Bredenbals (Lehrerin, Städtisches Gymnasium), Franziska Emken (Lehrerin, Städtisches Gymnasium) sowie Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums.

In Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh und dem Verein „Die Urbanisten e. V.“ hat der Hamburger Künstler Pepe Peps (alias Paul Manzey) gemeinsam mit einer Gruppe Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums eine große schwarz-weiße Wandmalerei, ein sogenanntes Mural, an der Rückseite der kleinen Gymnasiums-Sporthalle gestaltet. Es ist Symbol und Zeugnis einer außergewöhnlichen Zeit, des Corona-Lockdowns. Verbunden ist das Mural mit einer Videoeffektprojektion und einer Tanzperformance, die es ab dem 24. September online zu sehen gibt.

Die Motive des Kunstwerks mit dem Titel „lockdown – views of pandemia“ sind durch die Ideen der Schülerinnen und Schüler des Kunst-Leistungskurses sowie des Grundkurses der Q2-Phase entstanden. Es beschäftigt sich mit verschiedenen negativen, aber auch positiven Blickwinkeln auf die Veränderungen in der Zeit der weltweiten Coronavirus-Pandemie, besonders mit Blick auf die Lockdown-Situation. Im Rahmen eines Workshops, der anders als ursprünglich geplant digital stattfand, brachten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke, Entwürfe und Gedanken zur Motivgestaltung ein. Künstler Pepe Peps transformierte die Ideen zu einem Mural. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde das gemeinsam erarbeitete Motiv an die Rückwand der kleinen Sporthalle gegenüber dem neuen Kunstgebäude zunächst projiziert und anschließend gemalt. „Das Projekt verbindet kulturelle Bildung mit urbaner Kunst und dokumentiert die aktuelle Zeit in einer nachhaltigen Form“, fasst Lena Jeckel, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur, zusammen. „Das Thema ‚Stadtbesetzung‘ ist besonders in dieser aktuellen Zeit wichtig. Wir machen mit den verschiedenen Projekten, wie auch mit der Reihe ‚Kunst am roten Teppich‘, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sichtbar.“ Das Projekt wird mit Unterstützung des Kultursekretariats NRW Gütersloh und dessen NRW-weiter Reihe „Stadtbesetzung“ ermöglicht. Die Reihe wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert und hat zum Ziel, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum in den Blickpunkt zu rücken.

Ergänzt wird das Kunstwerk am städtischen Gymnasium durch ein „Mapping“, eine Videoprojektion von Lichteffekten, gestaltet durch den Videomapping-Künstler Lamaboy alias Luis Bayer, die es zu einem dynamisch belebten Bild im öffentlichen Raum macht. „Die Weißräume im Motiv werden mithilfe eines Projektors mit verschiedenen Effekten beleuchtet“, erklärt David Kory vom Verein „Die Urbanisten e.V.“. Die Möglichkeit der Projektion bleibt auch nach Projektende bestehen, sodass das Kunstwerk gemeinsam mit dem Mapping im öffentlichen Raum und in der Stadt Gütersloh dauerhaft verbleibt. „Das Mural eröffnet interessante, auch rätselhafte Ausblicke auf die Corona-Pandemie und sieht an sich schon toll aus“, unterstreicht Axel Rotthaus, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Gütersloh. „Die Lichtinstallation erweckt das Bild zum Leben, betont Details und verdeutlicht Zusammenhänge. Eine eindrucksvolle Zusammenarbeit von Kulturschaffenden mit Schülerinnen und Schülern des Städtischen Gymnasiums.“ Erstmals wird das Videomapping am Mural der Öffentlichkeit zwischen dem 26. September und dem 2. Oktober zeitgleich zur Michaeliswoche jeweils von 19 bis 22 Uhr präsentiert.

Verbunden mit den Ideen und Umsetzungen des Murals haben die Tänzerinnen und Choreografinnen Josephine Kalies, Paula Pau und Kati Masami Menze gemeinsam eine Tanzperformance entwickelt, die das Wandbild und den Stadtraum in eine Symbiose bringt. Schon in der Herangehensweise haben die Künstlerinnen immer im Fokus gehabt, dass es keine Live-Performance geben wird, sondern eine Arbeit, die von Anfang an speziell auf das digitale Format ausgerichtet ist. „Ergänzend zum Kunstwerk vereint die Tanzperformance die beteiligten Elemente Kunst, Tanz und kulturelle Bildung nochmals sichtbar“, unterstreicht Lena Jeckel. Als Video kann die Gesamtperformance ab dem 24. September online auf den Seiten www.kulturportal-guetersloh.de sowie www.stadtbesetzung.de angeschaut werden.

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