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„Who is Who“ der Straßennamen

29.05.2022

Bericht aus der Geschichtswerkstatt: Datenbank fürs Internet ist in Arbeit - Nicht nur die „AG für Straßenbenennungen“ sieht Handlungsbedarf bei der Würdigung von Frauen.

Mehr Infos zu den Gütersloher Straßennamen: In der Geschichtswerkstatt stellten jetzt Franz Jungbluth, Lena Jeckel (Leiterin Fachbereich Kultur), Hubert Kochjohann, Stadtarchivarin Julia Kuklik und Kultur-Mitarbeiter Felix Tiemann (v.l.) Inhalte und Ziele einer Datenbank zum Thema vor.
Mehr Infos zu den Gütersloher Straßennamen: In der Geschichtswerkstatt stellten jetzt Franz Jungbluth, Lena Jeckel (Leiterin Fachbereich Kultur), Hubert Kochjohann, Stadtarchivarin Julia Kuklik und Kultur-Mitarbeiter Felix Tiemann (v.l.) Inhalte und Ziele einer Datenbank zum Thema vor.

In der Stadt tragen etwa 1075 Straßen einen Namen. 21 Prozent davon sind nach Fluren und Hofstellen benannt, weitere 26 Prozent haben einen anderen örtlichen oder geografischen Bezug. 17 Prozent der Namen entstammen der Flora und Fauna. Was erst einmal als trockene Statistik erscheint, birgt bei näherem Hinsehen Handlungsbedarf, denn die Statistik weist auch nach, dass 23 Prozent nach Männern und nur zwei Prozent nach Frauen benannt sind.

„Dieses Missverhältnis gibt zu denken,“ berichtete Hubert Kochjohann jetzt in der vom städtischen Fachbereich Kultur eingerichteten Geschichtswerkstatt als Mitglied der AG für Straßenbenennungen. Die im vergangenen Juli in Kraft getretenen „Richtlinie für Straßenbenennungen“, die von der Arbeitsgruppe formuliert worden ist, sieht deshalb vor, dass bei Personen, nach denen Straßen benannt werden, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen entsteht, indem bei neuen Benennungen Frauen bevorzugt berücksichtigt werden. „Wir arbeiten an passenden Vorschlägen,“ verspricht Franz Jungbluth, ebenfalls Mitglied und Organisator der Arbeitsgruppe.

Für die AG sei es zunächst wichtig, eine Übersicht über die vorhandenen Straßen und ihre Namen zu gewinnen. „Wir haben deshalb eine Datenbank entwickelt, die es jetzt technisch umzusetzen gilt,“ berichtet Kochjohann, der pensionierter IT-Experte und ehemaliger Geschäftsführer der Infokom, dem vormaligen Dienstleister der Kommunen im Kreis Gütersloh, ist. Sie solle nicht nur die AG bei ihren Aufgaben unterstützen, sondern könne auch allen Bürgern und Bürgerinnen im Internet zur Verfügung gestellt werden. Damit bekommt die Stadt auch eine bedeutende Informationsquelle über den Ursprung ihrer Straßennamen. „Durch ihre Verknüpfung mit dem städtischen Geodatenportal werden wir nicht nur über die Lage, sondern auch die Herkunft der Namen, mögliche historische Bezeichnungen und den Zeitpunkt und die Gründe einer Umbenennung Auskunft geben,“ so der IT-Experte.Auch wenn es inzwischen Kandidaten für neue Namen gebe, so sollte es laut Kochjohann nur in Ausnahmefällen zu Umbenennungen kommen.

Mit einer Veröffentlichung der Datenbank rechnet Kochjohann in der Mitte des kommenden Jahres. Die Geschichtswerkstatt und auch die AG Straßenbenennungen ist für alle Interessenten offen. Informationen über die Mitarbeit gibt es bei Felix Tiemann im städtischen Fachbereich Kultur, Tel. (0 52 41) 82 36 56 oder auf der Internetseite www.kulturportal-guetersloh.de/erinnerungskultur/geschichtswerkstatt.

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