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Zurzeit genug Platz zur Unterbringung Geflüchteter

13.05.2022

Bericht im Sozialausschuss: Auf die Herrichtung der Mansergh-Gebäude kann verzichtet werden.

Täglich kommen in diesen Tagen etwa 10 bis 20 Menschen aus der Ukraine, um in Gütersloh Schutz vor Bomben und Krieg zu suchen. „Zurzeit stellt sich die Unterbringungssituation entspannter dar, als wir in den ersten Tagen nach Kriegsbeginn annehmen mussten,“ sagt Henning Matthes, Beigeordneter für Soziales bei der Stadt Gütersloh. Wenngleich eine Prognose noch immer schwierig sei, gehe die Stadt davon aus, dass die jetzt vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten und die kurzfristig herzurichtenden Gebäudekapazitäten ausreichen, um Geflüchteten, die nach Gütersloh kommen, Unterkunft zu bieten. Im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren gaben der Beigeordnete Henning Matthes und Roland Thiesbrummel als zuständiger Fachbereichsleiter jetzt einen Zwischenbericht zur Unterbringungs- und Versorgungssituation der geflüchteten Menschen.

In der Summe kommt die Stadt derzeit auf rund 1.100 Plätze, die bereits jetzt oder kurzfristig als Unterkünfte verfügbar sind, weitere 400 Plätze können aufgrund der Landeseinrichtung an der Englischen/Schottischen Straße auf die Aufnahmeverpflichtung der Stadt in Anrechnung gebracht werden. Zudem können mittelfristig bis zu rd. 100 weitere Plätze hergerichtet werden. Und auch diejenigen ehemaligen Britenhäuser an der Töpferstraße, die zurzeit noch für eine Quarantäne-Unterbringung vorgehalten werden, könnten - vorbehaltlich noch mit dem Kreis zu führender Gespräche - mindestens teilweise für eine Flüchtlingsunterbringung genutzt werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt entschlossen, die Herrichtung von Gebäuden auf dem Mansergh-Gelände aufzugeben. „Hier hat sich nach allen Prüfungen klar abgezeichnet, dass der Herrichtungsaufwand einfach zu umfangreich und zu aufwändig wäre,“ sagt Henning Matthes. „Da wir mit den genannten Standorten ausreichend Kapazitäten haben, Menschen adhoc gut unterzubringen, werden wir diese Möglichkeiten vorrangig nutzen.“ Als mögliche Reserve blieben die Häuser aber noch immer erhalten, dies sei auch mit der BImA so besprochen. Bürgermeister Norbert Morkes und Henning Matthes dankten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einmal mehr für die schnelle und unbürokratische Bereitstellung von Gebäuden. Norbert Morkes: „Es ist gut zu wissen, dass wir die BImA weiter an unserer Seite haben, wenn sich Notlagen ergeben.“

Weil die Unterbringungskapazitäten ausreichen, kann auch die Sporthalle Spexard wieder für den Sport frei gegeben werden. Für voraussichtlich Ende Juni, so ist geplant, soll auch die Sporthalle des Carl-Miele-Berufskollegs, die zurzeit als Erstunterbringung genutzt wird, wieder frei gezogen werden. Eine Erstaufnahme soll dann in einem Gebäude an der Buxelstraße stattfinden, das die LWL-Klinik zur Verfügung stellt.

Thiesbrummel und Matthes nahmen in der Sitzung auch Bezug auf die Unterbringungsstrategie der Stadt, von der Erstaufnahme in einer Sporthalle (maximal eine Woche) über die Unterbringung in den hergerichteten Unterkünften bis zur Vermittlung in eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt. Diesen Part hat die Stadt an die Diakonie übergeben. Sie hat das „Wohnraum-Matching“ zwischen Geflüchteten und privaten Anbietern von Wohnraum übernommen, wozu auch Beratung und Begleitung gehören. 10 Wohnungsangebote in bislang leerstehenden Wohnungen oder Häusern stehen hier zurzeit aktuell auf der Liste, 30 wohnungssuchende ukrainische Haushalte sind registriert.

Großen Dank sprachen Matthes und Thiesbrummel den „vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen aus“, die in vielen Bereichen unterstützen – von der Hilfe bei der Erstausstattung bis zu zur Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen und vielem mehr. Bedarf gibt es darüber hinaus und Einsatzmöglichkeiten gibt es aber darüber hinaus noch weiterhin, die Ehrenamtsbeauftragte Elke Pauly-Teismann ist hier Ansprechpartnerin bei der Stadt, und der Seniorenbeirat ist zurzeit dabei, Angebote für ältere Menschen aus der Ukraine aufzubauen.

Stand 12.Mai sind 907 kriegsvertriebene Personen aus der Ukraine in Gütersloh registriert, 586 davon in städtischen Unterkünften untergebracht, 321, rund 35 Prozent, privat. Eine weitere ungekannte Anzahl ist privat bei Verwandten oder Bekannten untergekommen und nicht registriert.

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