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15. Mai 2026

Wenn es im Botanischen Garten summt

Neue Wildbienennisthilfe macht Artenschutz sichtbar – Gemeinschaftsprojekt von GNU, Umweltstiftung und Stadt Gütersloh stärkt biologische Vielfalt.

Präsentieren die neue Wildbienennisthilfe im Botanischen Garten: (v.l.)  Rudolf Pähler (GNU), Albrecht Pförtner (Vorstand Umweltstiftung Gütersloh), Daniela Toman (Fachbereich Grünflächen), Hans-Bernd Hensen (Fachbereich Umweltschutz) und Angelika Daum (GNU).
Präsentieren die neue Wildbienennisthilfe im Botanischen Garten: (v.l.) Rudolf Pähler (GNU), Albrecht Pförtner (Vorstand Umweltstiftung Gütersloh), Daniela Toman (Fachbereich Grünflächen), Hans-Bernd Hensen (Fachbereich Umweltschutz) und Angelika Daum (GNU).

Noch ist es ein eher unscheinbarer Ort im Botanischen Garten. Doch schon bald könnte hier reges Treiben herrschen: Wildbienen, die ein- und ausfliegen, Niströhren beziehen und damit zeigen, wie lebendig praktischer Artenschutz sein kann. Im Botanischen Garten Gütersloh ist eine neue Wildbienennisthilfe entstanden, die geeignete Nistmöglichkeiten schafft und zugleich Wissen über die Bedeutung der Tiere vermittelt. Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam von der Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz im Kreis Gütersloh (GNU), der Umweltstiftung Gütersloh und der Stadt Gütersloh. Ziel ist es, den Schutz von Wildbienen mit Umweltbildung zu verbinden. Besucherinnen und Besucher können künftig direkt vor Ort erfahren, welche Rolle Wildbienen für die biologische Vielfalt spielen und welche Bedingungen sie zum Leben brauchen.

„Die neue Wildbienennisthilfe zeigt sehr anschaulich, dass Artenschutz oft ganz konkret vor der eigenen Haustür beginnt“, so Albrecht Pförtner, Umweltdezernent und Vorstand der Umweltstiftung Gütersloh. „Sie schafft Lebensraum und macht zugleich deutlich, wie wichtig Wildbienen für unsere Natur sind.“ Die Nisthilfe ist mit verschiedenen geeigneten Materialien ausgestattet, darunter Schilfrohr, Bambus-Nisthülsen, Papier-Nisthülsen, Strohhalme und Bambusgras. Ein integrierter Beobachtungskasten ermöglicht außerdem Einblicke in die Nutzung einzelner Niströhren. Damit leistet die Anlage nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz, sondern bietet auch einen pädagogischen Mehrwert.

An der Umsetzung waren mehrere Akteure mit großem Engagement beteiligt. Die Rahmenkonstruktion wurde unter Mitwirkung der GNU gefertigt und montiert. Auch die Innenmodule wurden mit unterschiedlichen Röhrensystemen bestückt. Die GNU-Kindergruppe half ebenfalls dabei, die Module zu befüllen. Gefördert wurde das Projekt durch die Umweltstiftung Gütersloh. Für die Umsetzung standen Fördermittel in den Jahren 2025 und 2026 zur Verfügung, die GNU brachte darüber hinaus einen Eigenanteil ein.

Wildbienen übernehmen eine wichtige Aufgabe bei der Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Viele Arten sind jedoch auf passende Nistplätze und ein vielfältiges Nahrungsangebot angewiesen. Mit der neuen Wildbienennisthilfe im Botanischen Garten setzt Gütersloh ein sichtbares Zeichen für den Schutz der biologischen Vielfalt und macht zugleich deutlich, wie wichtig naturnahe Lebensräume im Stadtgebiet sind.

Informationen dazu, wie zum Beispiel der eigene Garten naturnah gestaltet werden kann, um mehr Lebensräume für Bienen und andere Insekten zu schaffen, finden Interessierte unter www.stadt.gt/garten-naturnah. Weitere Informationen zur Wildbienennisthilfe sowie weiteren Projekten der GNU gibt es online unter www.gnu-gt.de.