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Ausstellung Zweiter Weltkrieg: Aus Feinden werden Freunde

Seit über 40 Jahren sind Gütersloh und Châtearoux im französischen Département Indre Partnerstädte und haben seitdem eine Vielzahl gemeinsamer Aktivitäten entwickelt. Der künstlerische und kulturelle Austausch gehörte von Beginn an dazu und beschränkt sich längst nicht auf die Ausstellung von Künstlern in der jeweiligen Partnerstadt oder den Austausch von Leihgaben.

Auszug aus den Schautafeln der Ausstellung (Details per Klick auf das Bild)

Verfolgung
Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
Rassenpolitik
Die Befreiung
 

In den letzten zehn Jahren haben die Städte mehrere künstlerische und historische Ausstellungen gemeinsam entwickelt und umgesetzt. In dieser Tradition steht die die gemeinsame Sonderausstellung „Aus Feinden werden Freunde. Gütersloh und Châteauroux im Zweiten Weltkrieg“, die vom 14. Juni bis 19. August im Stadtmuseum Gütersloh zu sehen ist. Die deutsch-französische Fachredaktion,, der die Archivare der beiden Städte – Jean-Louis Cirès aus Châteauroux und Stephan Grimm aus Gütersloh – sowie die Historiker Norbert Ellermann und Alain Giévis angehörten, hatte bereits 2014 eine gemeinsame Ausstellung zum Ersten Weltkrieg auf den Weg gebracht. Nun widmet sie sich dem dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte.

Mehr als zwei Dutzend zweisprachige Ausstellungstafeln stellen mit Bilder und Dokumenten das Kriegserlebnis in beiden Städten dar und thematisieren Ähnlichkeiten und Unterschiede: Während Châteauroux sich bereits in den ersten Kriegsmonaten voll im Kriegsgeschehen befand, litt die Gütersloher Bevölkerung erst spät unter dem Luftkrieg. Die Unmenschlichkeit des NS-Systems machte auch nach Abzug der Deutschen aus Châteauroux, das dem sogenannten „Vichy-Regime“ unterstand, nicht halt, da diese Marionettenregierung die Rassenideologie der Nazis übernahm. Daher erlebten die Franzosen das Ende des Krieges als Befreiung und Sieg, während die Deutschen auch in Gütersloh erst einmal vor dem Nichts standen. Doch auch wenn die Begleitumstände sich stark unterschieden: Bombardierungen, Plünderungen und der Verlust von Freunden und Angehörigen waren traumatische Erlebnisse für die Bevölkerung beider Städte.

Trotz des ernsten Themas steht am Ende der Ausstellung ein versöhnender Abschluss: Die letzte Tafel „Aus Feinden werden Freunde“ thematisiert die erfolgreiche Städtepartnerschaft und erinnert daran, dass deren Begründer die Kriegszeiten noch direkt miterlebt haben und daraus eine ganz bewusste Lehre gezogen haben.

Kontakt und Informationen

Stadtmuseum Gütersloh
Dr. Franz Jungbluth (Museumsleiter)
Kökerstr. 7-11a
33330 Gütersloh
05241-26685
jngblthstdtmsm-gtrslhd
www.stadtmuseum-guetersloh.de

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