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Berliner Straße wird umgestaltet

Stellplätze werden breiter, fünf Behindertenparkplätze sind vorgesehen.

Im Planungsausschuss stellten die Verwaltung und das Ingenieurbüro Röver die Planungen vor: Wesentliche Gestaltungselemente: ein “sanfter” Übergang vom neu gestalteten Konrad-Adenauer-Platz, dargestellt durch korrespondierende Materialien, und Rücksicht auf die Belange aller Verkehrsteilnehmer. So wird insgesamt die Fahrbahn an der Berliner Straße auf sechs Meter verengt, für Autofahrer soll Tempo 20 (statt bisher 30) gelten, zur Strenger und Berliner Straße hin. Ein Wendeplatz, ausgebildet als eine Art Mini-Kreisverkehr im Bereich Fußgängerzone, Strengerstraße und Schulstraße ordnet ebenfalls den Verkehr. Insgesamt sind 41 Stellplätze, inklusive fünf Behindertenstellplätze, vorgesehen, an der Rathausseite in Längs-, auf der anderen Seite in Schrägaufstellung. Die Stellplätze werden mit 2, 70 m deutlich breiter (Bislang waren es 2,50 m und weniger). Dass es nicht mehr werden können, begründeten Verwaltung und Planer Ralf Düspohl vom Büro Röver mit den Belangen der Fußgänger und Radfahrer, deren Sicherheit im Vergleich zur aktuellen eher unübersichtlichen Situation durch die zukünftige Gestaltung gestärkt werden soll. Dennoch sind in der aktuellen Planung mehr Stellplätze an der Berliner Straße vorgesehen, als vor dem Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes, als an der Berliner Straße 26 Stellplätze und 4 Taxiplätze, aber keine Behindertenplätze vorhanden waren.

Es gibt auch weiterhin das "Baustellenticket", das die Stadt zusammen mit den Stadtwerken für die Bauzeit aufgelegt hat. Ein Euro kostet ab Freitagmittag und am ganzen Samstag bis 20 Uhr auf allen Stadtbus- und Regionalbuslinien ein Ticket, Kinder fahren kostenlos.

Hintergrundinformationen

Der Konrad-Adenauer-Platz, besser bekannt als Parkplatz vor dem Rathaus, wird schön gemacht - zum Ankommen und zum Bleiben. Schön grün soll er werden, mit Wasserfontänen und Sitzgelegenheiten. Ein Treffpunkt und ein Zielort beim Stadtbummel. Kurzum: ein Platz mit Aufenthaltsqualität statt Kurzzeit-Parkplatz. Am 7. Mai haben die Umgestaltungsarbeiten begonnen. Bis Ende des Jahres, so der Plan, sollen sie abgeschlossen sein.

Rund 4800 Quadratmeter umfasst das Baugelände zwischen Rathaus, Berliner und Strengerstraße, auf dem nun in Abschnitten gearbeitet wird. Beim Blick in die nahe Zukunft, die jetzt noch eine Visualisierung aus dem Computer ist, fällt auf den ersten Blick ein großes Rasenplateau ins Auge, betreten ausdrücklich erlaubt ist hier die Devise. Oder am Rand sitzen, denn die ca. 50 Zentimeter hohe Einfassung ist gleichzeitig eine Rundum-Sitzbank, weitere Bänke werden auf dem Platz verteilt sein. Ebenfalls ein Hingucker neben dieser "grünen Mitte": ein Fontänenfeld im Bereich der Sparkasse, zur Abkühlung im Sommer nutzbar. Grün bleibt es auch zur Berliner Straße hin: Platanen, Beete und steinerne Einfassungen mit Holzauflagen laden zum Pause machen ein. Aus der Fußgängerzone kommend sehen die Innenstadt-Besucher in Zukunft also einen offenen, grünen Platz statt eines abgeschlossenen Vierecks, einen Platz, der auch abends mit einem ansprechenden Beleuchtungskonzept einladend bleibt. Ein Platz, auf dem es hochleistungsfähiges WLAN gibt und an dessen Rand genügend Fahrrad-Stellplätze installiert sind.

Die Umgestaltungsmaßnahme ist Teil des Programms zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt - so wie im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“- kurz ISEK - niedergelegt. Zu 70 Prozent aus entsprechenden Programmen von Land und Bund gefördert, investiert die Stadt Gütersloh damit für die Zukunft und setzt ein lange gehegtes Projekt um.

Bereits in den Neunziger Jahren stand der Platz auf der Agenda der Pläne zur Innenstadt-Gestaltung. Im Jahr 2007 gewann das Architekturbüro Lohaus + Carl, Hannover einen Gestaltungswettbewerb. Sein Entwurf ist die Grundlage für den neuen Konrad-Adenauer-Platz geblieben. Die Elemente des Entwurfs und verschiedene Varianten wurden in einem umfassenden Bürgerbeteiligungsprozess auf ihre "Tauglichkeit" geprüft und diskutiert - in drei Workshops und online gingen zahlreiche Hinweise und Anregungen zu vielen Details und ein, aber die zentralen Grundelemente - Wasser, Grün, Sitzgelegenheiten - erlangten von vornherein ganz weitgehend Zustimmung. Diskutiert wurde über den Wegfall der Kurzzeit-Parkplätze vor dem Rathaus. Sie werden zum Teil durch eine Neuordnung der Stellplätze an der Berliner Straße ersetzt, aber auch in der unmittelbaren Umgebung gibt es genügend Kapazitäten in Tiefgaragen, auf dem Marktplatz (1 Euro Tagesgebühr) oder ab 16.30 Uhr und am Wochenende auch hinter dem Rathaus.

Mehr Kurzzeitparkplätze an der Berliner Straße

Durch Neuordnung der Stellflächen an der Berliner Straße wird es auch während der Umbauzeit mehr Kurzzeitparkplätze als bisher, inklusive drei Behindertenparkplätze, geben. Die Durchfahrt von der Strengerstraße in die Berliner Straße bleibt auch während der Bauzeit unverändert, auch die Bushaltestelle bleibt an der gewohnten Stelle.
Die Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes, für die der städtische Fachbereich Grünflächen unter der Projektleitung von Dirk Buddenberg die Federführung hat, erfolgt in mehreren Bauabschnitten. So bleiben die Zugänge zum Rathaus und zur Sparkasse immer gewährleistet, auch wenn in den nächsten Monaten der Bauzaun das Bild des Platzes prägen wird. Er wird als Informationsfläche genutzt, denn darauf ist zu sehen, wie es hier aussehen wird, wenn die Bagger
und Baumaschinen wieder abgezogen sind. Und auch Infos über Parkmöglichkeiten in der Umgebung werden die Innenstadt-Besucher auf einem Bauzaun-Banner finden.

Für einen Euro in die City mit dem „Baustellenticket“

Ein Anreiz, beim Wochenend-Einkauf vom Auto auf den Bus umzusteigen, gibt das "Baustellenticket", das die Stadt zusammen mit den Stadtwerken für die Bauzeit aufgelegt hat. Einen Euro kostet ein Ticket ab Freitagmittag und am ganzen Samstag bis 20 Uhr auf allen Stadtbus--und Regionalbuslinien, Kinder fahren kostenlos. Bis zum Ende des Jahres gilt diese Vereinbarung. Dann soll der neue Platz - wenn keine Überraschungen im Untergrund des Platzes zu Verzögerungen führen - den Bürgern und Bürgerinnen übergeben werden. Vielleicht kann er seine Wintertauglichkeit dann gleich bei einem Glas Punsch beweisen.

Bilderstrecke: Visualisierung der Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes

Kontakt und Informationen Umbau Berliner Straße

Herr Alfons Buske
Tiefbau
Fachbereichsleiter

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Tel+49 5241 / 82-2413
Fax+49 5241 / 82-2118
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Herr Dirk Buddenberg
Grünflächen

Fachbereich GrünflächenErdgeschossRaumnummer
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