Tag des offenen Denkmals 2025
Mehr als 20 historische Gebäude und Anlagen öffnen am Sonntag, 14. September ihre Türen.

Auch in diesem Jahr präsentieren sich mehr als 20 Stattionen in Gütersloh zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September.
Zwei besondere Anlagen bieten in diesem Jahr den Besuchern eine seltene Gelegenheit zur Besichtigung. Normalerweise nicht zugänglich ist der Jüdische Friedhof in der Böhmerstraße, der im Jahre 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Friedhof ist eins der letzten Zeugnisse der jüdischen Gemeinde in Gütersloh. Früher auf freiem Feld zu finden, liegt er heute versteckt und von Wohnhäusern umgeben. Bereits seit 1565 lebten Juden in Gütersloh, namentlich nachweisbar sind sie hier seit 1671. Wer Interesse hat, den Jüdischen Friedhof zu besichtigen, sollte sich um 11 Uhr und 14 Uhr Uhr am Synagogengedenkstein am Stiftischen Gymnasium einfinden. Von dort aus führt Historiker Norbert Ellermann die Gruppe zum Friedhof. Männliche Teilnehmer werden dringend gebeten, zur Besichtigung des Friedhofs eine Kopfbedeckung zu tragen.
Und noch ein weiterer geschichtsträchtiger Friedhof steht an dem Sonntag auf dem Programm: der Anstaltsfriedhof der Gütersloher LWL Klinik in der Buxelstraße. Dieser Friedhof, der 1919 von dem damaligen Gärtnermeister Fritz Blank angelegt wurde, als er aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrte, besteht aus drei Bereichen: dem Patienten- und Soldatenfriedhof, sowie dem Angestelltenfriedhof. Im Jahr 2017 wurde auf dem Friedhofsgelände eine Gedenkstätte angelegt, die an die im Zweiten Weltkrieg ermordeten 1017 Patientinnen und Patienten erinnern soll. Um 10 und 13 Uhr führt David Schulte-Döinghaus über den Friedhof. Treffpunkt ist jeweils an der Kreuzkirche auf dem Klinikgelände.
An anderen Stationen des Denkmaltages ist Vielfalt geboten. Bei Mühlenstroth stehen wieder Fahrten mit der legendären Dampfkleinbahn auf dem Programm. Weitere „Klassiker“ sind die Führungen, Ausstellungen und Aktionen in Stadtmuseum und Veerhoffhaus. In den Ortsteilen Isselhorst und Avenwedde sind die Gaststätte „Zur Linde“ mit dem Feuerwehrmuseum, das Elmendorfer Faß, die Holtkämperei oder das Bürgerhaus Avenwedde mit unterschiedlichen Angeboten traditionelle Teilnehmende des Denkmalstags. Eines der Highlighst ist der Keller des Fachwerkhauses Am Alten Kirchplatz 11. Hier wurden bei Renovierungsarbeiten die ältesten Bauspuren in Gütersloh aus dem 11. und 12. Jahrhundert entdeckt. Stadtführerin Brunhilde Kohls führt die Interessierten in Gruppen um 11 und 12 Uhr in den Keller. Treffpunkt ist jeweils vor dem Haus.
Ein weiteres Highlight ist eine erneute Vorführung des Films „Gütersloh Super 8 reloaded“ um 11 Uhr im Bambikino in der Bogenstraße. Ein intensiver Blick auf Gütersloher Geschichte(n), bei dem die Anfänge der Stadtwerdung ebenso ihren Platz haben, wie Traditionen, Anekdoten, die Innenstadtentwicklung oder der Streit um den Theaterneubau, aber auch der Fokus auf die Stadt im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg.
Eine Broschüre zum Tag des offenen Denkmals am 14. September folgt in Kürze.
Die Stationen zum Tag des offenen Denkmals 2025:
Parkbad Gütersloh
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Stadtmuseum Gütersloh
Museumscafé
Apostelkirche
Martin-Luther-Kirche
St.-Pankratius-Kirche
Evangelische Kirche Isselhorst
Dampfkleinbahn Mühlenstroth
Meierhof Rassfeld
Bürgerhaus Bahnhof Avenwedde
Historische Gaststätte „Zur Linde“
Elmendorfer Fass
Holtkämperei
Veerhoffhaus
Fachwerkhaus Am Alten Kirchplatz
Historischer Friedhof des LWL-Klinikums
Hofstelle Nordhorn Nr.4
Sonderführungen über den neuen Jüdischen Friedhof
Film zur Stadtgeschichte Güterslohs: "Gütersloh Super 8 reloaded"
Villa Elmendorf
Kostenlose Stadtführungen
Denkmal - Gütersloher Denkmälern auf der Spur
Schule – die schönste Zeit des Lebens!?
"Tritt in die Vergangenheit" - Rundgang mit QR-Codes
Zeitreise durch die Berliner Straße
Aus dem Archiv: Digitale Denkmalbesichtigung
Hier finden Sie einige Kurzvideos zu Gütersloher Denkmälern vom Tag des offenen Denkmals 2020, der wg. Corona nur virtuell stattfand. Da sie auch viele Informationen über die Denkmäler selbst enthalten, haben wir sie wieder mit aufgenommen.


















