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Die Dalke

Kleiner als der Rhein und doch eine Lebensader für die Stadt: die Dalke. Der Bach, ein Nebenfluss der Ems, welche Gütersloh im Westen streift, schlängelt sich durch die gesamte Innenstadt – richtungsweisend, wohltuend, erholsam.

Dalke

Das war nicht immer so: In den sechziger Jahren wurde das idyllische Flüsschen, in dem die Gütersloher noch in den Nachkriegsjahren das Schwimmen lernten, begradigt und teilweise in ein Stahlkorsett aus Spundwänden gezwängt. In den neunziger Jahren begannen Stadt und Kreis Gütersloh mit einer umfassenden, gleichwohl behutsamen Renaturierung der Dalke, die der Landschaft am Wasser ihren ursprünglichen Charme wieder zurückgab.

Heute ist die rund 10 Kilometer lange Promenade entlang der Dalke durch die Innenstadt bis in die Außenbezirke im Grunde ein einziges Naherholungsgebiet. Sie verbindet Parkanlagen wie den Stadtpark, den Botanischen Garten und den Riegerpark, mit naturgeschützten Landschaftsräumen und den angrenzenden Wohngebiete, zu einer harmonischen Linie – einmal quer durch die gesamte Stadt.

Der Dalkegrünzug

Ganz nah am Wasser gebaut. So in etwa könnte man Güterslohs beliebte Promenade entlang des Dalkebachs treffend überschreiben. Nur selten weicht der angrenzende Weg von der Seite seines Bachs und nimmt Fußgänger und Radler mit auf eine durchaus idyllische Route quer durch die Stadt. Immer im Grünen – stets am Wasser.

Der Dalkebach, ein typischer Sandbach, der in der Senne entspringt, durchläuft das Stadtgebiet von Osten nach Westen bis er schließlich im Ortsteil Pavenstädt in die Ems mündet. Auf einer Länge von etwa zehn Kilometern wird der Dalkebach von seiner gleichnamigen Promenade begleitet. Beginnend in der freien Landschaft an der Strangmühle, Spexarder Straße durchläuft und verbindet der Dalkeweg im weiteren Verlauf so wichtige Grünanlagen, wie den Stadtpark, den Botanischen Garten oder den Riegerpark, mit den angrenzenden Stadt- und Wohngebieten. Im Westen trägt die grüne Wegeverbindung dann den Namen „Paul-Westerfrölke-Weg“. An der Neuen Mühle, kurz vor der Einmündung in die Ems, ist das Ende der Dalkepromenade schließlich erreicht. Eine zukünftige Anbindung an den Ems-Radweg ist besonders wünschenswert und steht bereits auf der Agenda der Planer.

Sehr abwechslungsreich präsentiert sich dem Betrachter die angrenzende Landschaft – außerhalb der Stadt – geprägt durch Wiesen und Felder oder aber intensiv gestaltet, inmitten der Grün- und Parkanlagen. So laden am Licht- und Luftbad im Stadtpark die purpurroten Liegebänke zu einer Pause in der Sonne ein, während ein Abstecher in den Botanischen Garten nebenan bereits zum Pflichtprogramm gehört. Immer gegenwärtig ist auf dem Weg entlang des Dalkebachs jedoch die überwiegende naturnahe Gestaltung der Uferbereiche.

Dies war jedoch nicht immer so. In vielen Abschnitten war der Dalkebach in ein enges Stahlkorsett aus Spundwänden gezwängt. Der Kreis und die Stadt Gütersloh haben in den neunziger Jahren begonnen, den Bach aus seiner Regulierung zu befreien und ihm seine naturnahe Uferlandschaft zurückzugeben. Besonders beeindruckend ist das im Gütersloher Westen oberhalb der Fritz-Blank-Straße gelungen, wo sich die Dalke auf einer Länge von sechshundert Metern wieder durch die Landschaft schlängeln und auch mal über ihre Ufer treten darf.

Innerhalb der Stadt kommt dem Dalkegrünzug als einzige zusammenhängende Grünverbindung eine übergeordnete Bedeutung für die Freizeit- und Erholungsnutzung der Gütersloher Bürgerinnen und Bürger zu.

Zahlen und Fakten

Gewässerkennzahl DE: 312
Länge: 24 km
Höhenunterschied ca. 74 m
Quelle: in Sennestadt
Flussystem: Ems

Renaturierung der Dalke

Der natürliche Verlauf der Dalke wurde in den vergangenen Jahren durch den Fachbereich Grünflächen wiederhergestellt.

Dalke-Renaturierung im Osten

In den Jahren 2012 und 2013 wurde unter der Regie des Fachbereichs Grünflächen ein weiterer Renaturierungsabschnitt im östlichen Stadtgebiet umgesetzt, der dem Fluss wieder einen natürlichen Lauf ermöglicht.

Zwischen dem Freizeitbad „Die Welle“ und dem Sportzentrum Ost wurde das vorhandene Kanal-Profil der Dalke auf einer Länge von knapp 600 Metern aufgelöst. Durch großzügige Gewässeraufweitungen entstanden flache Uferbereiche, auf denen sich inzwischen eine artenreiche Röhricht- und Staudenflur entwickelt hat.

Eine angrenzende Feuchtwiese – nun direkt mit der Dalke verbunden – kann bei Hochwasser komplett überflutet werden und dient somit als Retentionsraum (Rückhalteraum). Neben diesem nachhaltigen Hochwasserschutz für die Stadt Gütersloh erfüllt die Feuchtwiese als wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere eine wichtige ökologische Funktion.

Aber auch der Mensch profitiert direkt von der Dalke-Renaturierung. Der Lebensraum Fließgewässer rückt wieder in das Blickfeld und durch direkte Zugänge zum Wasser wird die Dalke unmittelbar erlebbar. Der Dalke-Grünzug gewinnt als Ort der Naherholung in Kombination mit der Thematik „Wasser in der Stadt“ weiter an Bedeutung und Attraktivität.

Dalke-Renaturierung West

Der Dalkebach hat im westlichen Stadtgebiet im Jahr 2006 ein völlig neues Gesicht bekommen.

Der Dalkebach hat im westlichen Stadtgebiet im Jahr 2006 ein völlig neues Gesicht bekommen. Zwischen Gabelsberger Weg und der Straße Im Füchtei darf die Dalke nun endlich wieder das tun, was sie zuletzt vor etwa 50 Jahren tun durfte: mäandrieren, ausufern und auch ruhig einmal über die Ufer treten.

Die Zeiten eines begradigten Fließgewässers mit starrem Regelprofil, wie an dieser Stelle in den sechziger Jahren angelegt, sind endgültig vorbei. Dank einer groß angelegten Renaturierungs-Maßnahme des städtischen Fachbereichs Grünflächen hat der Dalkebach auf einer Länge von knapp 600 Meter wieder ordentlich Platz bekommen. Dazu wurden auf einer Fläche von 4,5 Hektar gut 35.000 Kubikmeter Boden bewegt und dem Bach ein völlig neuer Verlauf in freien Kurven und Schlaufen ermöglicht.

Vom angrenzenden und sanierten Paul-Westerfröke-Weg, einer Teilstrecke der Gütersloher Dalkepromenade, hat man nun einen wunderbaren und sonnigen Panoramablick auf das neu gestaltete Gewässer und in die großzügige Uferlandschaft. Ein Steg mit Plattform führt bis unmittelbar ans Wasser und macht den Naturraum Dalke hautnah erlebbar.

Neben den vielseitigen ökologischen Belangen für Pflanzen und Tiere bietet die Renaturierungsmaßnahme, aufgrund des umfangreichen Retentionsraums, einen nachhaltigen Hochwasserschutz für die Stadt Gütersloh.

Dalke-Renaturierung im Stadtpark

Dalke-Renaturierung im Stadtpark

Der Dalkebach – naturnah und erlebbar. Unter dieser Zielsetzung hat der Fachbereich Grünflächen im Jahr 2008 am Karl-Rogge-Weg im Stadtpark auf einer etwa zwei Hektar großen Fläche eine natürliche Auenlandschaft entstehen lassen.

Durch den Abtrag der vorhandenen Verwallung am Dalkeufer kann der Bach nun wieder befreit von seiner künstlichen Regulierung ungehindert über die Ufer treten. Die entstandene Feuchtwiese kann bei Bedarf etwa 10.000 Kubikmeter Dalkewasser aufnehmen – ein nachhaltiger Beitrag zum Hochwasserschutz für die Stadt Gütersloh.

Durch unterschiedliche Böschungsprofilierungen, Gewässerränder, kleine Senken und Gräben wird die Uferlandschaft der Dalke im Stadtpark deutlich aufgewertet. Die artenreiche Feuchtwiese bietet einen wertvollen weil immer seltener werdenden Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Kleinlebewesen.

Damit der Parkbesucher die nachhaltige Entwicklung dieses Naturraums miterleben kann, wurden inmitten der Feuchtwiese zwei Inseln angelegt, die über ein Stegsystem erschlossen werden und bis zu einem Holzdeck an die Dalke heranführen. Sitzmauern auf den Insel laden zum Verweilen ein und ermöglichen den Einblich in die Auenlandschaft.

Die Dalke-Renaturierung ist ein weiterer Baustein zur Wiederherstellung einer naturnahen und erlebbaren Dalke im innerstädtischen Bereich und im Umfeld des Stadtparks.

Dalke-Renaturierung "Auf dem Knüll"

Den schönsten Ausblick auf den renaturierten Dalkebach entlang der Grünanlage Auf dem Knüll hat man zweifelsfrei von der großen Fußgängerbrücke, welche den Westring (B61) überquert. Es ist kaum noch vorstellbar, dass der Bach hier bis vor kurzem noch in einem starren, geradlinigen Regelprofil, völlig versteckt hinter dichtem Gehölz, seinen Lauf nahm.

Seitdem der städtische Fachbereich Grünflächen im Herbst 2010 mit den Arbeiten zur Renaturierung auf dem etwa 200 Meter langen Abschnitt begann, hat sich einiges verändert. Zunächst wurde die dichte Gehölzpflanzung unter weitestgehender Schonung des Altbaumbestandes entfernt und offenbarte schließlich den Blick auf einen schnurgeraden, naturfremden Bachlauf, mit steilen und formalen Uferböschungen.

Durch umfangreiche Erdarbeiten, bei denen etwa 2.000 Kubikmeter Boden bewegt wurde, erhielt die Dalke ein ganz neues Bachbett. Nun verläuft sie bis zu 20 Meter weiter südlich und schlängelt sich harmonisch durch eine Wiesenlandschaft. Die Uferböschungen wurden deutlich abgeflacht und es konnte sich bereits nach wenigen Monaten eine üppige Röhricht- und Staudenflur am Gewässerrand etablieren.

Aus der angrenzenden Grünanlage öffnet sich nun der freie Blick auf die Dalke und eine Ufertreppe aus Bruchsteinen ermöglicht den direkten Zugang zum Wasser. Große Sitzblöcke laden hier zum Verweilen ein.

Neben der ökologischen Bedeutung für Flora und Fauna leistet die Renaturierungsmaßnahme auch einen nicht unerheblichen Anteil zum Hochwasserschutz, da die angrenzenden Wiesenflächen überflutet werden können. Die Ausbaukosten wurden mit einem Anteil von 80% vom Land NRW im Rahmen eines Förderprogramms übernommen.

Rückbau des Dalke-Stauwehrs am Amtenbrinksweg

Mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) werden die Flüsse und Bäche schrittweise in einen naturnahen Zustand zurückversetzt. Wichtiger Bestandteil dieser Maßnahmen ist die Wiederherstellung der Durchlässigkeit der Gewässer. Dazu wurde das vorhandene Stauwehr in Höhe des Amtenbrinksweges, bislang ein überwindbares Hindernis für Fische, einschließlich aller Betonfundamente vollständig entfernt und durch den Einbau von mehreren Natursteinschüttungen im Flussbett ersetzt. Obendrein konnte der alte Menkebach offen gelegt werden, der an dieser Stelle bisher in einem Betonrohr in die Dalke mündete.

In Vorbereitung dieser Arbeiten, die nur mit schwerem Baugerät möglich waren, wurden zunächst einige Bäumen gefällt. Die bislang starren und gleichförmigen Gewässerböschungen der Dalke wurden abgeflacht und aufgeweitet. Durch diesen naturnahen Ausbau entstanden schneller und langsamer fließende Gewässerabschnitte. Im neu gestalteten Ufer ermöglichen nun treppenförmig eingebaute Bruchsteine den direkten Zugang zum Wasser.

Die dortige Ufervegetation zeichnet sich durch heimische Gehölze, wie Traubenkirsche, Haselnuss und Wasserschneeball, aber auch durch standortgerechte Stauden aus, wie zum Beispiel Schilf, Schwertlilie, Sumpfdotterblume und Igelkolben.

Grünanlage Weberei an der Dalke

Die Grünanlage Weberei an der Dalke

Die angrenzenden Gebäude und Hallen der Weberei, eine ehemalige Textilfabrik aus den zwanziger Jahren und mittlerweile weit bekanntes Kulturzentrum, sowie der renaturierte Dalkebach prägen maßgebend das äußere Erscheinungsbild dieser kleinen, aber idyllischen Grünanlage am Rand des Stadtzentrums.

Sie hat vielmehr zu bieten als eine grüne Verbindung zwischen Dalkestraße und Unter den Ulmen. Von der Biergarten-Terrasse der Weberei hat man einen wunderbaren Blick in die Dalkeaue und an vielen Stellen ist ein direkter Zugang zum Wasser möglich.

Die Dalke konnte sich an dieser Stelle aber nicht immer so naturnah und idyllisch präsentieren. Kaum noch vorstellbar ist der Gewässerzustand, geprägt durch ein enges Korsett aus Stahl-Spundwanden, den der Dalkebach seit den sechziger Jahren für eine lange Zeit erdulden musste. In den neunziger Jahren machten Kreis und Stadt Gütersloh diesem unerfreulichen Zustand ein Ende, beseitigten die Spundwände und legten behutsam und nachhaltig eine natürliche Uferlandschaft an.

Durch diese Maßnahme wurde nicht nur die ökologische Wertigkeit des Gewässers, sondern auch die Aufenthaltsqualität innerhalb der Grünanlage bedeutend gesteigert. Seitdem finden dort beliebte Veranstaltungen, wie der Flohmarkt der Weberei und das kulinarische Fest Gütersloh für Genießer statt.

Dalkerenaturierung Klärwerk

Dalke-Renaturierung am Klärwerk

Ein Blick vom Faulturm des Klärwerks Putzhagen in Richtung Westen offenbart den wahren Umfang des renaturierten Dalke-Abschnitts. Auf einer Länge von etwa 365 Metern hat der Bach einen neuen, geschwungenen Verlauf erhalten. Die Arbeiten konnten mit der Anpflanzung von Gehölzen im Herbst 2013 fertig gestellt werden.

Im Rahmen dieser Renaturierungs-maßnahme wurde das bisherige, kanalartige Bachprofil aufgelöst und die Dalke in großzügigen Schleifen um bis zu 20 Meter nach Süden verlegt. Durch umfangreiche Erdarbeiten konnten unterschiedliche Böschungs-neigungen mit Flach- und Steilufern angelegt werden, auf denen sich in Zukunft eine artenreiche Röhricht- und Staudenflur etablieren wird.

In das Renaturierungskonzept ist die naturnahe Anlage von Schönungsteichen eingebunden, die wesentliche Anteile des geklärten Abwassers aus dem angrenzenden Klärwerk aufnehmen. Die Schönungsteiche bewirken durch die Reinigung von Schwebstoffen sowie der Angleichung des Sauerstoffgehalts eine weitere, nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität. Auf der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzfläche entstand ein gut 4 Hektar großer, hochwertiger Naturraum.

Die Renaturierungsmaßnahme setzt die Vorgaben der europäischen Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL) zur Verbesserung der Gewässerstrukturgüte um. Das Land NRW fördert die Maßnahme mit 80 Prozent; 20 Prozent werden über Ausgleichsmaßnahmen refinanziert.

Dalke-Renaturierung Menkebach an der Strangmühle

Am östlichen Ende der Dalkepromenade, wo im unmittelbaren Umfeld der Strangmühle an der Spexarder Straße der Menkebach in die Dalke mündet, konnte im Laufe des Jahres 2015 ein weiterer Abschnitt des Gütersloher Gewässerentwicklungskonzepts umgesetzt werden.

Zuvor präsentierten sich Dalke- und Menkebach in diesem Bereich allerdings als völlig verbaute und befestigte Gewässer mit einem naturfernen Regelprofil. Das vorhandene Stauwehr kurz vor der Einmündung des Menkebachs stellte zudem ein unüberwindbares Hindernis für Fische dar – die Gewässerdurchgängigkeit war nicht gegeben.

Daher wurde das Stauwehr abgebrochen und das Profil des Menkebachs auf einer Länge von etwa 250 Metern deutlich aufgeweitet und naturnah umgestaltet. Stark abgeflachte Uferbereiche lassen nun wieder eigendynamische Prozesse zu, wodurch sich eine artenreiche Röhricht- und Staudenflur entwickeln kann.

In die Planung konnte der  Lagerplatz eines ehemaligen Tiefbauunternehmens einbezogen werden. Die dort abgelagerten Bodenmassen wurden abgefahren und die gesamte Fläche bis knapp über die Mittelwasserlinie abgesenkt. Dadurch entstand ein großzügiger Retentionsraum, der bedeutende Funktionen im Hochwasserschutz erfüllt.

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit an Gewässern ist ein zentraler Bestandteil der europäischen Wasser-Rahmen-Richtline (WRRL). Das Land in NRW fördert solche Maßnahmen innerhalb des Projekts „Lebendige Gewässer“ mit einem Zuschuss von 80%. Ziel ist, unsere Gewässer wieder in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Maßnahmen zum Artenschutz gehen einher – genauso wie ein nachhaltiger Hochwasserschutz.

Im Bereich von Dalke- und Menkebach konnte somit auf einer Fläche von knapp 1,5 Hektar eine vielfältige und zusammenhängende Gewässeraue entstehen.

Lagebeschreibung: Strangmühle, Spexarder Straße 138, 33335 Gütersloh

Dalke-Renaturierung Herzebrocker Straße

Die Stadt Gütersloh setzt seit ca. 12 Jahren ein Programm zur Renaturierung der Dalke um. Seit Januar 2016 wird an dem mit 6 Hektar Flächengröße umfangreichsten Abschnitt gearbeitet. Im Bereich südlich der Herzebrocker Straße wird erstmals auch ein Teilabschnitt der Wapel in die Renaturierungsmaßnahme einbezogen.

Bis dato präsentierten sich Dalke und Wapel als kanalartige, befestigte Bäche, mit einem starren Regelprofil – geprägt durch ein Umfeld aus intensiver Landwirtschaft. Mit der nun beginnenden Durchführung der großzügigen Renaturierungsmaßnahme wird ein weiterer, nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Gewässerstrukturgüte erreicht.

In den angrenzenden Uferzonen und Gewässerrandbereichen wird die Entwicklung von Röhricht- und Hochstaudenfluren sowie großräumigen Sukzessionsflächen durch Anpflanzung und Ansaat gezielt gefördert. Zur Strukturierung der Aue und der Randbereiche sind punktuelle und flächige Gehölzpflanzungen geplant. Im südlichen Bereich ist die Anlage einer Düne in Anlehnung an die alten Flugsanddünenstrukturen mit nährstoffarmen Boden vorgesehen.

Derzeit ist die Durchgängigkeit der Dalke durch die Stauanlage an der „Neuen Mühle“ nördlich der Herzebrocker Straße nicht gegeben. Durch Rückbau des Wehrs und der Anlage einer Sohlgleite wird die Durchgängigkeit wieder hergestellt.

Insgesamt entsteht durch diese Renaturierungsmaßnahme eine großflächige Auenlandschaft, mit den Schwerpunkten Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Gewässerstrukturgüte, des Hochwasserschutzes und der Erholung in der Landschaft. Die Ausbaukosten und der Grunderwerb werden in Höhe von 80% durch die Bezirksregierung Detmold über die Wasserrahmenrichtlinie „Lebendige Gewässer“ finanziert.

Lagebeschreibung: „Neue Mühle“, Herzebrocker Straße 298, 33334 Gütersloh

Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

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