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Flugplatz

Das Flugplatzgelände liegt im westlichen Gütersloher Stadtgebiet an der Marienfelder Straße (B 513) und ist 344 ha groß. Es wurde von den britischen Streitkräften als "Princess Royal Barracks" genutzt.

Flugplatz Gütersloh (Blossey/ Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2015)
Flugplatz Gütersloh (Blossey/ Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2015)

1937 wurde das Gelände für militärische Zwecke der deutschen Luftwaffe eingerichtet. Nach dem 2. Weltkrieg ging es in amerikanische und britische Nutzung über. Bis 1993 wurde der Flugplatz von der Royal Airforce, danach bis November 2016 von der British Army  genutzt. Das Gelände selbst und angrenzende Flächen stehen im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland.

Mit der Wahrnehmung der Eigentümerinteressen ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Immobiliendienstleisterin des Bundes betraut worden.

aktueller Stand

Der Standort wurde bis zum November 2016 von den britischen Streitkräften militärisch genutzt.

Seit dem Abzug der Streitkräfte liegt die Verantwortung für die Sicherung, den Betrieb und die Verwaltung der Liegenschaft bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin.

U.a. aus genehmigungsrechtlichen und Haftungsgründen ist das Gelände für die Öffentlichkeit grundsätzlich nicht betretbar und Nutzungen sind derzeit nur in Ausnahmefällen möglich.

Besichtigungen des Flugplatz sind in einem eng begrenzten Rahmen durch Führungen möglich, die von der Gütersloh Marketing GmbH angeboten werden.

Standort

Das Flugplatzgelände lässt sich in mehrere Bereiche aufteilen. 

Im nördlichen und nordwestlichen Bereich entlang der Marienfelder Straße und der Stadtgrenze zu Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz ist die Kasernennutzung am intensivsten. Sie wird von Unterkunfts-, Lager- und sonstigen Gebäuden sowie den entsprechenden Infrastruktureinrichtungen geprägt. Ein Anschlussgleis zur Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Harsewinkel bildet die Verbindung zum Schienennetz. Der große Hangar mit der angrenzenden Aufstellfläche für Hubschrauber liegt im Nordwesten.

Es schließt sich eine halbkreisförmige Freifläche bis zur Start- und Landebahn an, die den zentralen Bereich darstellt.

Der südlich der Start- und Landebahn gelegene Bereich ist teilweise von baulichen Anlagen, überwiegend Bunkern und Flugzeugschutzbauten, den sogenannten Sheltern, durchsetzt. Im Südwesten reicht er bis an die Ems.

Umfeld

Neben dem eigentlichen Flugplatz befinden sich außerhalb des Zaunes im direkten Umfeld weitere Liegenschaften, die von den britischen Streitkräften genutzt wurden. Sie befinden sich nördlich der B 513 sowohl auf Gütersloher als auch auf Harsewinkeler Stadtgebiet. Es handelt sich um ehemalige Sportanlagen und die Siedlung Parseval-/ Zeppelinstraße. Die Siedlung wird zeitlich begrenzt zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.

Für die Bestimmung der Nachnutzungen werden diese Liegenschaften im direkten Umfeld in die Planungen zum Flugplatz einbezogen.

Nachnutzungen

Der nördliche, überwiegend bereits bebaute und versiegelte Bereich soll als interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet nachgenutzt werden. Es erstreckt sich beiderseits der B 513 auf den Gebieten der Städte Gütersloh und Harsewinkel. Hier verläuft auch der Gleisanschluss an die Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Harsewinkel. Das Gebäude des Offizierscasinos, der vorgelagerte Platz und die
Randbebauung sollen als städtebauliches Ensemble erhalten und nachgenutzt werden.

Der zentrale und südliche Bereich mit der Start- und Landebahn soll weiterhin Freiraum bleiben. Ein Großteil dieser Flächen wird als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Darüber hinaus sollen hier natur- und landschaftsverträgliche Freizeitnutzungen, ein öffentliches Rad- und Wegenetz inkl. eines Rundweges sowie Freiflächenphotovoltaik auf bereits versiegelten Flächen oder Bunkergebäuden realisiert werden.

Eine fliegerische Nutzung ist nicht mehr vorgesehen.

Interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet

Am Flugplatz treffen die Gebiete der Stadt Gütersloh, der Stadt Harsewinkel und der Gemeinde Herzebrock-Clarholz aufeinander. Die Realisierung der angestrebten Nachnutzungen erfolgt in interkommunaler Zusammenarbeit. Hierfür haben die drei Kommunen die Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH gegründet, die die Liegenschaft erwerben und entwickeln soll.

Freiraum

Im Dezember 2017 hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mitgeteilt, dass die Freiraumflächen des Flugplatzes als Nationales Naturerbe dauerhaft für den Naturschutz gesichert und im Bundesbesitz verbleiben werden. Es handelt sich um gut zwei Drittel des Flugplatzgeländes.

Der Kreis Gütersloh erarbeitet für das Gütersloher Stadtgebiet einen Landschaftsplan. Darin werden auch Aussagen zu den Freiraumflächen des Flugplatzgeländes getroffen. U.a. ist die Ausweisung eines Naturschutzgebietes aufgrund der Vorkommen seltener Pflanzenarten und Brutvögel
vorgesehen.

Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

Kontakt und Informationen

T: +49 5241 / 82-1
F: +49 5241 / 82-2044
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