Fair-Trade-Stadt Gütersloh
Unter dem Druck des Welthandels werden viele unserer Konsumgüter aus dem sogenannten „Globalen Süden“ oft ohne lokale Gestaltungsmöglichkeiten für die ErzeugerInnen unter zum Teil unmenschlichen Arbeitsbedingungen und starken Umweltbelastungen hergestellt. Die Folgen sind Kinderarbeit, Verschuldung, Verelendung und unzumutbare Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel setzt dem etwas entgegen. Er fördert vertretbare soziale, ökonomisch nachhaltige und ökologische Produktionsbedingungen. Dies erfolgt zu Gunsten des Umweltschutzes und der Perspektive auf gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel wird lokal durch den Konsum der sog. Fairtrade-Produkte unterstützt. Die Einnahmen aus dem Erwerb kommen denen zu Gute, die sie hergestellt haben.
Die Stadt Gütersloh tritt als „Stadt des Fairen Handels“ seit 2010 für diese Ziele ein. Die lokalen Aktivitäten werden insbesondere in der Arbeit der lokalen Steuerungsgruppe und über den Weltladen Gütersloh gebündelt. Ehrenamtliche Aktivitäten, Aktionen und eine Öffentlichkeitsarbeit finden fortlaufend statt.

Der finale Höhepunkt der diesjährigen Fairen Woche findet am 24.10. um 19 Uhr in der Volkshochschule statt.
Die Theaterperformance mit dem Titel „ Das Leben des Diogenes - Alles für die Tonne“ ist eine schonungslose, grotesk-komische Auseinandersetzung mit Konsum, Sicherheit und Moral. Diogenes von Sinope lebte vor über 2.400 Jahren als
Straßenphilosoph mitten in Athen in einer Tonne. Er hinterfragte Besitz und Status und suchte den „wahren Menschen“. Die Inszenierung fragt heute: Was brauchen wir wirklich? Warum haben wir so viel? Und was macht dieser Überfluss mit uns? Peter Trabner versucht, die radikale Einfachheit des Diogenes zu leben, scheitert aber als moderner Wohlstandsbürger. Zwischen Pool, Laubbläser und IKEA-Family-Card entsteht plötzlich eine diffuse Angst: Hinter dem Wald soll
ein Flüchtlingsheim gebaut werden.
Peter Trabner ist Film- und Fernsehschauspieler und bekannt für seine Auftritte in Formaten wie dem „Tatort“, „Polizeiruf“, oder dem Kinofilm „Horst Schlämmer sucht das Glück“.
Veranstalter ist der Eine-Welt-Gütersloh e.V. in Kooperation mit dem Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die VHS (www.vhs-gt.de unter Kursnummer I19605) entgegen.