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Schwimmen lernen für Eltern

Haben Sie sich schon einmal mit den Themen Schwimmen und Schwimmen lernen beschäftigt? Ist es eigentlich wichtig, dass Kinder und Jugendliche (aber auch Erwachsene) sicher schwimmen können?

Eine Familie planscht glücklich im Pool.

Warum sollten Kinder und Jugendliche (aber auch Erwachsene) schwimmen können?

Das wichtigste Argument, warum nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern jeder Mensch sicher schwimmen können sollte ist sicherlich, dass damit die Gefahr eines Ertrinkungstodes deutlich verringert wird.
Es gibt darüber hinaus weitere gute Gründe, die für das Erlangen einer guten Schwimmfähigkeit sprechen: So fördert der sichere Aufenthalt im Wasser das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit. Auch ist der soziale Faktor nicht zu unterschätzen, wenn sich Kinder und Jugendliche (aber auch Erwachsene) beispielsweise gemeinsam mit Freunden oder Geschwistern im kühlen Nass amüsieren. Gesund ist Schwimmen ohnehin, egal ob für den Bewegungsapparat allgemein oder für die Kraft und Ausdauer. Und nicht zuletzt macht es einfach Spaß, sich im Urlaub in den Wellen oder im Pool sorgenfrei zu tummeln.

Noch vor 20 Jahren waren Kinder mit Eintritt in die Grundschule (spätestens bis zum Schwimmunterricht in der 3. Klasse) mit dem Element Wasser vertraut und konnten bis auf wenige Ausnahmen angstfrei mindestens ein wenig schwimmen (=Seepferdchen). Auf dieser Grundlage konnten die Kinder in damals deutlich kleineren Klassen in den Grundschulen problemlos das sichere Schwimmen erlernen. So ist es nur zu nachvollziehbar, dass Eltern auch heute noch davon ausgehen, dass Kinder in der Grundschule das sichere Schwimmen erlernen.

Seepferdchen reicht nicht! Was bedeutet „Schwimmfähigkeit“ und warum ist sie wichtig?

Es ist eine weit verbreitete Fehlannahme, dass Kinder mit dem Erwerb des Seepferdchens sicher schwimmen können. Das Seepferdchen ist ohne Zweifel eine gute Grundlage, doch allein nicht mehr als der erste Schritt.
Erst mit dem Bronze-Abzeichen in Kombination mit etwas Übung kann von einer ausreichenden „Schwimmfähigkeit“ der Kinder gesprochen werden.
Das bedeutet, dass Kinder mit nur dem Seepferdchen-Abzeichen beim Schwimmen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden sollten.

Doch diese Zeiten sind leider vorbei!
Natürlich kann eine Reihe von Gründen benannt und in den Vordergrund gestellt werden, weshalb zu viele Kinder nach der Grundschule „nur“ das Seepferdchen haben oder im schlimmsten Fall Nichtschwimmer*innen geblieben sind. Ohne Zweifel tragen Begleitumstände wie ggf. fehlende Wasserflächen, zu wenig ausgebildetes Lehrpersonal an den Grundschulen bei gleichzeitig immer größer werdende Schulklassen und vielleicht zudem zu wenige Schwimmkurse außerhalb der Schulen verschärfend zur Situation bei. Doch der maßgebliche Ursprung der zunehmenden Problematik sind die geänderten Grundvoraussetzungen (fehlende Wassergewöhnung, Ängste vor dem Wasser bis hin zu gesundheitlichen Einschränkungen), mit denen die Kinder in den Schwimmunterricht kommen!

Und hier - liebe Eltern - kommen Sie ins Spiel! Helfen Sie mit, um die Situation insbesondere für Ihr eigenes Kind, aber sogar gleichzeitig für viele andere Kinder, entscheidend zu verbessern. Das Schöne daran ist, dass es nicht einmal Geld kosten muss und dabei viel Spaß machen kann.

Was können Eltern selbst tun?

  • Beim Thema Wassergewöhnung gibt es kein "zu früh", damit darf gerne altersgerecht schon bei den Kleinsten begonnen werden.
  • Nehmen Sie Ihrem Kind auf spielerische Weise die Scheu vor dem Wasser - tolle Ideen dazu gibt es rechts in den Links und den Videos.
  • Dabei sollte der Spaß für die Kinder immer an erster Stelle stehen.
  • Wichtig ist, dass der Umgang mit dem Element Wasser regelmäßig stattfindet. Lieber kurz und dafür öfter, als länger und selten.
  • Machen Sie gemeinsame Ausflüge und Urlaube an Gewässern. - Dies ermöglicht zusätzliche Möglichkeiten, die für die Kleinen zudem besonders spanend sind. 
  • Doch auch in Gütersloh können Sie Gelegenheiten zur Wassergewöhnung nutzen, wie beispielsweise bei einem Ausflug ins Gütersloher Parkbad.
  • Sie als Eltern haben eine Vorbildfunktion! – Zeigen Sie sich als gute Schwimmer*innen, ist es ein großer Anreiz für die Kinder selbst schwimmen lernen zu wollen.
  • Auch Trockenübungen zu Hause sind möglich, denn die Motorik fürs Schwimmen lernen kann auch außerhalb des Wassers geschult werden. Anregungen und Tipps dazu gibt es rechts in den Links und den Videos.
  • Vor Ort im Wasser können Eltern ihre Kinder beim Schwimmen lernen anleiten.

Aber keine Panik!
Es ist keine Katastrophe, wenn Ihr Kind in der ersten oder zweiten Klasse noch nicht schwimmen kann. Mit der richtigen Grundlage wird Ihr Kind es schnell erlernen und so zu einer sicher schwimmenden Person werden. Je mehr Kinder bereits vor dem Schwimmunterricht in der Grundschule mit Wasser in Berührung gekommen sind, desto schneller werden sie das Schwimmen erlernen. Dies sorgt wiederum dafür, dass die Schwimmkurse schneller erfolgreich abgeschlossen werden, sodass mehr Kinder diese durchlaufen können.

Wo kann man schwimmen lernen?

DLRG OG Gütersloh e.V.:
Teile der rund 650 Mitglieder der Gütersloher Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft widmen sich auch in Ihrer Freizeit der Aufsicht an verschiedenen Gewässern.
Gütersloher Schwimmverein von 1906 e. V.:
Beim GSV (ca. 600 Mitglieder) dreht sich alles um das Element Wasser, egal ob beim Schwimmen für Klein oder Groß, beim Wasserball, Aqua Fitness oder Aqua Gymnastik
Gütersloher Turnverein von 1879 e .V.:
Schwimmen ist eine von vielen Sportarten bei Güterslohs zweitgrößtem Sportverein (ca. 1.800 Mitglieder).
Stadtwerke Gütersloh:
Die Stadtwerke sind der Betreiber der Welle und des Nordbads.

Tipp: Wenn Sie einen Wassergewöhnungs- oder Schwimmkurs buchen möchten, ist es empfehlenswert, sich anbieterunabhängig frühzeitig um den gewünschten Kurs zu kümmern, da die Wartelisten - sofern welche geführt werden - mitunter sehr lang sind.

Doch denken Sie bitte daran, Sie können selbst schon sehr viel mit den Kindern tun!

Sie haben es in der Hand, den Grundstein zu legen, dass aus Ihren Kindern gute und sichere Schwimmer*innen werden.