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Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr

Für die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr zählen nicht nur Muskelkraft und Einsatzwille, sondern auch Einfühlungsvermögen und die Motivation, immer wieder seine Grenzen auszutesten.

Ein ständig wachsendes Aufgabenspektrum, immer neue Einsatzsituationen und eine höhere Erwartungshaltung der Öffentlichkeit einerseits sowie die geforderte optimale Ressourcenausnutzung andererseits erfordern eine umfassende, qualitativ hoch stehende und kontinuierliche Ausbildung aller im Feuerwehr- und Rettungsdienst eingesetzten Kräfte.

Mehrere Mitarbeiter der Feuerwehr stehen vor einem Gebäude. Alle Beteiligten sind von hinten zu sehen.

Leben retten, mutig sein, Menschen helfen – so oder so ähnlich werden die Einsatzkräfte bei der Feuerwehr häufig beschrieben. Wenn Du auch für die Menschen und deine Stadt da sein willst, dann ist die Ausbildung zum Feuerwehrmann genau die Richtige für dich. Die Ausbildungswege laufen dabei etwas  anders ab als bei anderen Berufen.

Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten als Team zusammen. Als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter üben Sie einen anspruchsvollen und interessanten Beruf aus. Sie sind die Ersten am Unfallort oder anderen Einsatzstellen, müssen sich schnell einen Überblick verschaffen und die richtigen medizinischen Maßnahmen zur Erstversorgung der Patientinnen und Patienten einleiten.

Ausbildung

Ausbildung zur/zum Brandmeister/in

Es werden keine Bewerbungen mehr für das Verfahren entgegengenommen.

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite www.interamt.de.

Folgende Vorraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Hauptschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand
  • Eine für den feuerwehrtechnischen Dienst geeignete und mit mindestens der Note „befriedigend“ bestandene Berufsausbildung oder erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung
  • Erfüllung der beamtenrechtlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis (Bewerber*innen (m/w/d) müssen die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der EU besitzen)
  • Höchstalter bei Beendigung der Ausbildung nicht älter als 40 Jahre
  • uneingeschränkte gesundheitliche Eignung für den feuerwehrtechnischen Dienst sowie überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähigkeit
  • mindestens Fahrerlaubnis der Klasse B sowie die Bereitschaft zum Erwerb der Klasse C1
  • hohe Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Bereitschaft zur Arbeit im Schichtdienst

Zu den Aufgaben im feuerwehrtechnischen Dienst zählen:

  • Feuerwehrtechnische Grundausbildung
  • Brandschutzpraktikum
  • Ausbildung zum Rettungssanitäter und Einsatz im Rettungsdienst
  • Zusatz- und Aufbauausbildung, u.a. in den Bereichen Gerätekunde, Fahrzeugkunde, Einsatzlehre
  • Technische Hilfeleistung
  • Erwerb des Führerscheins der Klasse C
  • Erwerb des Sportabzeichens und Rettungsschwimmabzeichens

Was bieten wir Ihnen:

  • vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben im Dienst der Bürger*innen der Stadt Gütersloh
  • gute Übernahmechancen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung 
  • 24-Stunden-Schichtdienst im Rahmen des Bremer-Modells 
  • eine moderne, gut ausgestattete Feuer- und Rettungswache mit z. Zt. 100 hauptamtlichen Kollegen*innen sowie in fünf Löschzügen ca. 250 ehrenamtliche Kräfte
  • Ein kollegiales Miteinander

Ausbildung zur/zum Notfallsanitäter/in

Es werden keine Bewerbungen mehr für das Verfahren entgegengenommen.

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite www.interamt.de.

Für eine Ausbildung sind folgende Kriterien Grundvoraussetzung:
• mindestens mittlerer Bildungsabschluss (Realschule) oder
• Fachhochschulreife /oder Abitur oder
• persönliche Eignung
• ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung
• Bereitschaft zur Impfung gegen Hepatitis B
• Führungszeugnis ohne Eintragungen
• Besitz oder Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse C1 (Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 und 7,5 t)

Das Auswahlverfahren

Vorauswahl

Alle Bewerber*innen mit Interesse an einer Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Gütersloh, werden anhand ihrer Unterlagen gesichtet.
Für eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr (zur*zum Brandmeister*in) sind die genannten Grundvoraussetzungen verpflichtend zu erfüllen. 

Haben Sie Interesse?
Dann laden Sie bitte Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung bis zum 11.08.2021 online auf der Webseite www.interamt.de hoch. Die Stellenangebots-ID lautet:692426
Bewerbungen auf dieses Stellenangebot werden nur online entgegengenommen. Bitte übersenden Sie keine Bewerbungen per E-Mail oder per Post.

Die Stadt Gütersloh fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen. Sie strebt an, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt auch bei den Beschäftigten widerspiegelt und begrüßt deshalb Bewerbungen von Personen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Bewerbungen von Menschen mit einem Grad der Behinderung sind ausdrücklich erwünscht und werden besonders berücksichtigt.

Ausländische Schulabschlüsse können nur berücksichtigt werden, wenn Sie einen Nachweis über die Gleichwertigkeit vorweisen können. Die hierfür zuständige Stelle und weitere Informationen können Sie über das Portal der Bundesregierung http://www.anabin.kmk.org finden.

Schriftlicher Eignungstest

Es handelt sich um einen etwa 2-stündigen Online Auswahltest, der flexibel von zu Hause aus absolviert werden kann. Dieser wird in Kooperation mit dem Studieninstitut Westfalen-Lippe durchgeführt und beinhaltet Aufgaben aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Deutsch und Allgemeinwissen. Durch diesen Test wird die fachliche Eignung der Bewerber*innen festgestellt.

Damit eine gute Vorbereitung gelingen kann, finden Sie hier eine genaue Beschreibung des Tests.

Aufgaben im schriftlichen Eignungstest

Im ersten Baustein des Tests werden im Multiple-Choice-Verfahren Allgemeinbildung und Auffassungsgabe erfasst, dazu werden einfache bis mittelschwere Fragen zu verschiedenen Themen wie Gesellschaft, Politik, Geschichte, Wissenschaft und Kultur abgefragt.

Im nächsten Baustein soll in verschiedenen Situationen eine konkrete Entscheidung getroffen werden, um dadurch zu zeigen, dass Sie in der Lage sind, logische Sachverhalte zu verstehen und anzuwenden. Hier sollen logische Ableitungen aus Regeln getroffen und angewandt werden. Pro Aufgabe wird ein Gesetzestext präsentiert, bei dem die Gesetzeskonformität verschiedener Handlungen beurteilt wird. Für die Überprüfung der Fähigkeit zum Treffen eigenverantwortlicher Entscheidungen in kritischen Situationen soll eine Beschreibung von alltagsnahen Situationen geliefert und aus vorgegebenen Handlungsalternativen ein Verhalten ausgewählt werden.

In einem weiteren Teil sollen schriftlich und auditiv Informationen unter Zeitdruck gefiltert erfasst, unter Ablenkung gemerkt und wiedergegeben werden. Konkret müssen Informationen aus einem Telefongespräch erfasst und im Anschluss Fragen zu dem Gehörten mithilfe von Multiple-Choice Optionen beantwortet werden. Dabei sollen wichtige Informationen herausgefiltert, behalten und abgerufen werden. Es muss ein Informationsschreiben gelesen und sich der Inhalt eingeprägt werden. Zu einem  späteren Zeitpunkt im Verfahren sollen per Multiple-Choice-Verfahren dann Fragen zu dem Gelesen beantwortet werden.

Ein großer Bestandteil des Tests sind die Analysen mathematischer Regeln, das Verständnis mathematischer Strukturen und das Lösen mathematischer  Problemstellungen von einfachen bis mittelschweren Rechnungen. In einer Zahlenreihe soll eine mathematische Regel erkannt und logisch geschlussfolgert werden, sodass die Zahlenreihe fortgesetzt werden kann. Es werden mehrere Gleichungen präsentiert, in
denen eine Variable bestimmt werden muss, dabei wird Kenntnis und Verständnis  grundlegender mathematischer Prinzipien (z.B. Grundrechenarten, Prozentrechnung und Bruchrechnung) vorausgesetzt. Eine Reihe von, in Fließtext formulierten,  Rechenaufgaben sollen mithilfe des Dreisatzes gelöst werden, darunter fallen ebenfalls Rechenarten wie Prozentrechnungen, Flächenberechnungen oder Zinsrechnungen.

Ein weiterer Baustein ist die Ausdrucksfähigkeit und der sichere Umgang mit der  deutschen Rechtschreibung, dabei wird die Genauigkeit der Aufgabenbearbeitung unter moderatem Zeitdruck überprüft. Ein Sachtext beinhaltet falsche Rechtschreibung und Satzzeichensetzung, dieser soll gelesen und mit einem Textverarbeitungsprogramm korrigiert werden. In der nächsten Aufgabe sollen zwei Notizzettel mit Adressen miteinander verglichen werden. Dabei handelt es sich bei der einen Notiz um eine  Abschrift der anderen, jedoch enthält diese Abschrift Fehler. Der Bewerber soll unter Zeitdruck die Zettel vergleichen und die Fehler markieren. Ebenfalls soll ein Sachtext mit
Lücken gelesen werden, dabei gibt es eine Auswahl an mehreren Wörtern. Das am besten geeignete Wort soll ausgewählt werden.

Im Bereich der Technik werden mehrere zweidimensionale Flächen mit einigen  Längenangaben präsentiert, dabei sollen die Flächeninhalte berechnet werden. Somit wird das Verständnis von geometrischen Figuren und dem räumlich-figuralen  Verständnis geprüft.

Zudem wird ein Objekt mit einem spezifischen Muster gezeigt. Von weiteren Objekten muss eines ausgewählt werden, welches das Objekt in veränderter Lage zeigt. Außerdem wird ein Objekt (z.B. Aufgabenwürfel, Schaltkreis oder Zahnrad) gezeigt, dessen Funktion und Wirkmechanismus erkannt werden muss. Dies zeigt den Umgang und das Verständnis mit mechanischen und technischen Problemstellungen.

Körperlicher Eignungstest

Im körperlichen Eignungstest sollen die Bewerber*innen unter Beweis stellen, dass sie den mitunter schweren körperlichen Bedingungen des Berufs gewachsen sind. Zehn verschiedene Disziplinen im Bereich Koordination, Schnelligkeit und Kraft müssen erfolgreich bestanden werden. Zu den Disziplinen gehören der 3000m Lauf, die Liegestütze, die Wechselsprünge, der Beugehang, der seitliche Medizinballwurf, der Kasten-Bumerang Test, das 15m Streckentauchen, das 200m Schwimmen sowie die Zusatzdisziplinen Drehleitersteigen und  Atemschutzübungsstrecke.

hier können alle Disziplinen mit einer genauen Anleitung, Durchführungsbeschreibung sowie möglichen Fehlerquellen nachgelesen werden.

1. Disziplin 3000m Lauf

3.000 Meter in maximal 16 Minuten laufen

2. Disziplin Liegestütze

Ausgangsposition:
Liegestützhaltung vorlings mit gestreckten Armen.
Hände schulterbreit auf den Boden aufgestützt.
Beine geschlossen, Körper angespannt.

Durchführung:
Auf Kommando bei gestreckter Haltung den Körper absenken bis der Ellbogenwinkel 90° beträgt, danach die Arme bis zur Ausgangsposition strecken.

Mindestanforderung:
12 Wiederholungen

Fehlerquellen:
Fehlende Körperstreckung.
Unvollständige Armstreckung/-beugung.
Ablegen des Oberkörpers oder der Beine.

3. Disziplin Wechselsprünge

Durchführung:
Seitlicher Stand neben einer, auf Pylonen abgelegten, Stange (Höhe der Stange: ca. 30 cm). Beidbeiniges, seitliches Überspringen der Stange.
Gezählt wird jeder Wechselsprung innerhalb von 30 Sekunden.

Mindestanforderung:
40 Wiederholungen in 30 Sekunden

4. Disziplin Beugehang

Durchführung:
Testperson greift schulterbreit die Klimmzugstange. Erreichen der Ausgangsposition (Kinnspitze oberhalb der Klimmzugstange), Beginn der Zeitmessung.

Mindestanforderung:
45 Sekunden

5. Disziplin Seitlicher Medizinballwurf

Durchführung:
Medizinball (4 kg) mit beiden Händen greifen. Rotation des Oberkörpers in die entgegengesetzte Wurfrichtung – Arme bleiben gestreckt, Beine werden angebeugt. Aus der Ausholbewegung mit gebeugten Beinen den Medizinball so weit wie möglich werfen.
2 Versuche pro Seite.

Mindestanforderung:
7,50 Meter

Fehlerquellen:
Übertreten der Abwurflinie.
Einhändiger Abwurf.

6. Disziplin Kasten-Bumerang-Test

Durchführung:
Einnehmen der Startposition vor einer Turnmatte. Beginn nach Startsignal mit einer Rolle vorwärts über die Matte. 3-maliges Umlaufen eines mittig abgelegten Medizinballes, dabei Überspringen und Durchkriechen von insgesamt 3 Langkästen.

Mindestanforderung:
Maximales Zeitlimit 19 Sekunden

7. Disziplin Streckentauchen 15m

Durchführung:
Untertauchen und Abstoßen vom Beckenrand

Mindestanforderung:
Eine Strecke von 15m muss vollständig unter Wasser getaucht werden; Geschwindigkeit und Zeit werden nicht berücksichtigt.

8. Disziplin Schwimmen 200m

Durchführung:
Startsprung vom Startblock.
Der Schwimmstil ist frei wählbar und kann auch während der Übung gewechselt werden.
Bei 25m-Bahnen müssen 8 Bahnen (bei 50m-Bahnen 4 Bahnen) geschwommen werden.

Mindestanforderung:
Maximale Zeit für die Gesamtstrecke: 6 Minuten.

Zusatzdisziplinen (Am Tag des Vorstellungsgespräches)

A. Drehleitersteigen (KO-Kriterium)

Durchführung:
Die Testperson besteigt eine Drehleiter (30m Länge, Neigungswinkel ca. 60°-75°).

Mindestanforderung:
Die Übung gilt als bestanden, wenn die Drehleiter sicher und zügig bestiegen wurde.

B. Atemschutzübungsstrecke (KO-Kriterium)

Durchführung:
Mit Atemschutzmaske und Atemschutzgerät werden verschiedene Stationen der
Atemschutzübungsstrecke zurückgelegt (Das Atemschutzgerät wird nicht mit der
Atemschutzmaske verbunden).

Mindestanforderung:
Die Übung gilt als bestanden, wenn die Atemschutzübungsstrecke vollständig und ohne
Ausfallerscheinungen wie Kollaps, Kreislaufprobleme, Schwindel, Atemnot, Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust, absolviert wurde.

Fehlerquellen:
Abbruch von Teilübungen
Abnahme der Atemschutzmaske
Nichtbefolgen von Anweisungen
Erreichen einer kritischen Herzfrequenz gemäß DGUV „Medizinische Überwachung bei
Atemschutzübungen“ (Abbruch durch Computer)

Vorstellungsgespräch

Haben Sie bis hier her alle Hürden gemeistert, laden wir Sie zu einem Vorstellungsgespräch ein. Uns ist es wichtig, Sie kennenzulernen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Bei der Feuerwehr ist ein gutes Miteinander essenziell, da stets im Team gearbeitet wird.
Am Tag des Vorstellungsgespräches werden die Übungen Drehleitersteigen und die Atemschutzübungsstrecke durchgeführt.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt Körperlicher Eignungstest.

Amtsärztliche Untersuchung

Außerdem wird die Feuerwehrtauglichkeit im Rahmen einer G26.3 Untersuchung durch den Betriebsärztlichen Dienst untersucht. Weitere Informationen sowie entsprechende Termine hierzu lassen wir Ihnen unmittelbar nach Ihrer Zusage zukommen

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