Die RESPECT!-Kampagne richtet sich an alle „offenen Türen und öffentliche Orte“, wie
Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen, Einrichtungen des Gesundheitssystems,
Verwaltungen, Geschäfte, Gastronomien, Bibliotheken, Kultureinrichtungen,
Sportvereine etc. und bildet ein Netz aus Orten, die respektvoll und queerfreundlich
sind. Ziel ist es, Menschen der LSBTIAQ* Communities sowie deren Angehörige an
lokale Unterstützungsangebote verweisen zu können und ihnen auch überregionale
Informationen und Anlaufstellen zugänglich zu machen. Ganz nebenbei wird das
Stadtbild bunter und respektvollem und inkludierendem Miteinander ein Zeichen
gesetzt.
Hintergrund Communities zu finden ist für queere Menschen essenziell, um sich austauschen zu
können. Noch viel zu oft sind LSBTIAQ* Personen Gewalt ausgesetzt - sei es in
psychischer oder physischer Form (Siehe: Schlechtere Gesundheit von Lesben,
Schwulen, bisexuellen, trans* und inter Menschen (lsvd.de) & Homophobe Gewalt:
Angriffe auf Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen
(LSBTI) (lsvd.de)). Daher ist auch der bildungspolitische Aspekt der Kampagne, bei
dem die Mitarbeitenden der Einrichtungen Informationen zu LSBTIAQ*
Lebensrealitäten erhalten, von hoher Wichtigkeit. Gerade im ländlichen Raum leben
queere Personen aus Angst vor Ablehnung weniger häufig offen. Es fehlt daher an
Identifikationspersonen und Anlaufstellen. Die RESPECT!-Kampagne möchte ihnen
zeigen, dass sie gesehen und von den Einrichtungen mitgedacht werden. Dieses
Statement erreicht so auch die breite Bevölkerung.
Wie funktioniert’s?
Die teilnehmenden Einrichtungen werden mit dem RESPECT!-Sticker für die
Türen/Fenster, sowie einer Broschüre und Flyern ausgestattet. Die Einrichtungen
selbst müssen nicht beratend tätig werden. Mitarbeitende der Einrichtungen
erhalten in der Broschüre Informationen zu LSBTIQ* Begrifflichkeiten, sowie eine
Liste an Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Diese sind ebenso auf kleineren
Flyern aufgeführt, die an Interessierte verteilt bzw. in den Einrichtungen auslegt
werden können. So werden Informationen für Menschen der LSBTIAQ*
Communities, sowie deren Angehörige und Unterstützer*innen niederschwellig
zugänglich gemacht.
Die Kampagne wird von der Landesfachstelle blick*, zur Förderung von LSBTIAQ*
Strukturen im ländlichen Raum, auf den Weg gebracht. Die Teilnehmenden werden
über weitere Entwicklungen informiert. Die Region erstreckte sich während der
Pilotphase über Paderborn, Hamm und Soest und Umgebung und wird seit Mai 2024
nun auf ganz NRW ausgeweitet. Die Kampagne wirkt mit den Themen der sexuellen
und geschlechtlichen Vielfalt in den Querschnitt der Gesellschaft. Dabei werden
LSBTIAQ*-freundliche Strukturen und eine nachhaltige Vernetzung in den
Kommunen und Kreisen gefördert.
RESPECT! Kontakt für den Kreis Gütersloh: sexpaed@awo-guetersloh.de oder telefonisch unter 05241903515. Vielen Dank!