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Förderprojekte der Umweltstiftung

Die Umweltstiftung Gütersloh will vor Ort in Gütersloh etwas bewegen und dazu vorrangig freiwillige gemeinnützige Maßnahmen von Bürgerinnen und Bürgern unterstützen. Dazu wird Ihre Initiative benötigt! Besonderes Augenmerk soll auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelegt werden. Wenn Sie Finanzhilfe für Projekte benötigen: Sprechen Sie uns an!

Obstwiese Bethlehem

Bis auf Weiteres werden Fördermittel einmal jährlich ausgeschüttet. Stellen Sie Ihren Antrag spätestens zum 31. Dezember eines jeden Jahres für Projekte, die Sie im Folgejahr durchführen wollen. Dem Förderantrag sind mindestens folgende Unterlagen beizufügen: Förderformular, Projektbeschreibung, Finanzierungskonzept.
Weitere Details zum Förderverfahren und zu den erforderlichen Antragsunterlagen enthält die Förderrichtlinie der Umweltstiftung Gütersloh. Zur Antragstellung benutzen Sie bitte das Förderformular. Sie können das Förderformular auch direkt am Bildschirm ausfüllen und auf Ihrem Rechner speichern. Beide Unterlagen sind auch in der Geschäftstelle beim Fachbereich Umweltschutz in der Friedrich-Ebert-Str. 54 erhältlich.
Ihr Antrag wird vom Stiftungsbeirat begutachtet, der unter anderem aus Mitgliedern der Umwelt- und Naturschutzverbände und der Naturschutzbehörden besteht. Eine Entscheidung trifft das Kuratorium auf der Grundlage der Förderempfehlungen des Beirates.

Förderangebot Naturpädagogik
Aktuell gibt es ein besonderes Förderangebot um Kindern und Jugendlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit unserer heimischen Natur zu vermitteln. Ein Besuch mit einer Gütersloher Schulklasse oder Kita-Gruppe bei einem außerschulischen Anbieter zur Naturpädagogik im Raum Gütersloh/Bielefeld wird mit einem Betrag von bis zu 250,- Euro gefördert. Gefördert werden ausschließlich Fahrt- und Teilnahmekosten. Nähere Informationen zu den Förderbedingungen können dem Förderantrag Naturpädagogik (s. Download rechts) entnommen werden. Eine Liste der naturpädagogischen Anbieter stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.

Im Folgenden finden Sie eine chronologische Übersicht über die bisher von der Umwektstiftung geförderten Projekte.

Förderprojekte 2017

Naturpädagogische Veranstaltungen für Schulen und Kindertagesstätten

Im Laufe der vergangenen Jahre hatte die Biologische Station Gütersloh / Bielefeld e.V. mit Unterstützung der Umweltstiftung mehrere Unterrichtseinheiten zum Themenkreis „Artenreiche Stadt Gütersloh“ ausgearbeitet und bietet interessierten Schulen an, diese Einheiten vor Ort mit Schulklassen durchzuführen. Diese ebenfalls von der Umweltstiftung unterstützten Veranstaltungen werden stark nachgefragt, weshalb die Stiftung weitere Fördermittel in Höhe von 4.071 Euro für naturpädagogische Angebote im Jahr 2017 bewilligte.

Was lebt in der Dalke?   Foto: Biostation GT/BI
Was lebt in der Dalke? Foto: Biostation GT/BI

Auch 2017 wurde das Angebot vollständig ausgeschöpft: 27 Veranstaltungen mit 615 Schülern fanden zu den Themen „Gewässeruntersuchungen“ und „Wildbienen“ statt, und für 2018 liegen für die beiden Themen bereits Anfragen von 25 Schulklassen vor.

Ein zweites Veranstaltungsangebot betrifft Team-Fortbildungen für ErzieherInnen von Gütersloher Kindertagesstätten zum Thema „Entdeckung der Artenvielfalt auf dem Kita-Gelände und in der Kita-Umgebung“. 2017 nahmen 3 komplette Mitarbeiterteams (insgesamt 48 Personen) von 3 Kitas teil.

In diesem Jahr hat die naturpädagogische Mitarbeiterin der Biostation K. Anstoetz außerdem die neue Unterrichtseinheit „Vögel im Umfeld der Schule“ fertig gestellt (Förderprojekt aus dem Jahr 2016). Sie ergänzt das Themenangebot für Schulen ab dem kommenden Jahr.

Wildbienenhotels sind beliebte Bastel- und Lernobjekte für Kinder, um die faszinierende Vielfalt der Blütenbestäuber erleben zu können
Wildbienenhotels sind beliebte Bastel- und Lernobjekte für Kinder, um die faszinierende Vielfalt der Blütenbestäuber erleben zu können

Die Neukonzeption einer weiteren Unterrichtseinheit zum Thema“ Naturerlebnis Vogelfütterung im Winter“ für Grundschüler ermöglichte der Vogelverein Friedrichsdorf durch eine Finanzzusage über 1.950 Euro.
www.biostation-gt-bi.de

Bienen-AG an der Geschwister-Scholl-Realschule

Mit 1.300 Euro fördert die Umweltstiftung die Grundausstattung einer Bienen-AG an der Geschwister-Scholl-Realschule. Die neu eingerichtete Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Begeisterung für die Bienen und die Natur zu wecken und Praxis und Theorie der Bienenhaltung in den Biologieunterricht einzubeziehen. Um den Start der AG unter der Leitung des Biologie- und Physiklehrers T. Tietz zu erleichtern, finanzierte die Umweltstiftung verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Werkzeuge für die Bienenhaltung, z.B. Schleier, Stockmeißel, Smoker, Trafolöter, Rähmchen, Waben, Mittelwände und andere Kleinteile. Die Arbeitsgemeinschaft hat nach den Sommerferien ihre Arbeit aufgenommen und soll sich nach etwa 2 Jahren durch den Verkauf von eigenem Honig und Bienenwachskerzen selbst tragen.
www.rsgss.schulen-gt.de

Der neue Bienenstand wird aufgeräumt
Der neue Bienenstand wird aufgeräumt

Imkerverein Isselhorst: Anschauungsmaterial für Schulungen

Die Vermittlung von Kenntnissen über Bienen – sowohl über Honigbienen als auch über die große Vielfalt der wild lebenden Einsiedlerbienen, Hummeln und Wespen – liegt auch dem Imkerverein Isselhorst e.V. sehr am Herzen. Regelmäßig bietet er Einführungskurse für Jung-Imker sowie naturpädagogische Veranstaltungen im Naturschulprojekt der Ferienspiele Gütersloh an. Die Interessierten treffen sich monatlich und werden auch später von erfahrenen Imkern des Vereins betreut.
Für zwei besondere Lehrmedien erhält der Imkerverein einen Finanzzuschuss von der Umweltstiftung in Höhe von 318 Euro. Damit beschafft er einen Schaukasten für ein lebendes Bienenvolk sowie ein „virtuelles Bienenvolk“, bei dem verschiedene Situationen im Leben eines Bienenstocks mit bebilderten Wabenrähmchen gezeigt und erläutert werden können.
www.imkerverein-isselhorst.de

Schaukasten Bienenstand
Ein Schaukasten und ein „virtuelles Bienenvolk“ ergänzen neuerdings das Schulungsmaterial des Imkervereins Isselhorst.  Fotos: Imkerverein Isselhorst
Ein Schaukasten und ein „virtuelles Bienenvolk“ ergänzen neuerdings das Schulungsmaterial des Imkervereins Isselhorst.
Fotos: Imkerverein Isselhorst

Errichtung von Eisvogel-Brutwänden in Isselhorst und Avenwedde

Die von Familie Rottmann-Seifert und dem Naturschutz-Team Gütersloh zunächst bei der Umweltstiftung beantragten Eisvogel-Brutwände konnten über Fördermittel des Landes NRW finanziert werden (FöNa-Programm). Die Unterstützung der Umweltstiftung konnte sich auf Hilfestellung beim Förderantrag an die Bezirksregierung Detmold beschränken. Inzwischen sind die Wände fertiggestellt, erste Eisvogel-Interessenten wurden bereits gesichtet.

Noch im Rohbau, aber die Zweckbestimmung ist schon erkennbar: die künstliche Steilwand mit Bruthöhlen für Eisvögel in Isselhorst, Foto: Regina Rottmann
Noch im Rohbau, aber die Zweckbestimmung ist schon erkennbar: die künstliche Steilwand mit Bruthöhlen für Eisvögel in Isselhorst, Foto: Regina Rottmann

Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf und Umgebung e.V.

Mit Einnahmeüberschüssen aus seiner 28. und wohl letzten großen Vogelausstellung hat der Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf und Umgebung e.V. in diesem Jahr nicht nur die Ausarbeitung des Unterrichtskonzepts der Biologischen Station zum Thema Vogelfütterung, sondern noch mehrere andere Vogelschutzprojekte unterstützt, die ursprünglich bei der Umweltstiftung beantragt worden waren. Mit dieser großzügigen Geste verschafft der Verein der Umweltstiftung finanzielle Luft für weitere Förderungen.
Die so geförderten zusätzlichen Projekte sind:
Die Beschaffung von Nisthilfen für das Freigelände der Kindertageseinrichtung Isselhorster Straße (154 Euro)
Kauf und Montage von kleinen mobilen Audioanlagen zum Abspielen von Mauersegler-Rufen, mit denen brutwillige Mauersegler auf neu geschaffene Brutplätze aufmerksam gemacht werden können (Frau Dr. Rottmann, 154 Euro)
Erstellung einer Informations- und Lehrtafel für den „Storchen-Ausguck“ des Natur-schutz-Teams Gütersloh an der Siekstraße (330 Euro).

Förderprojekte 2016

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Naturpädagogische Veranstaltungen für Schulen und Kindertagesstätten

Die naturpädagogischen Angebote für Schulen und Kindertagesstätten sind ein inzwischen sehr gut nachgefragter Förderschwerpunkt der Umweltstiftung, der regelmäßig von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld angeboten und realisiert wird.

2016 wurden 14 Veranstaltungen zur Gewässeruntersuchung (Dalke, Teich im Botanischen Garten sowie Schulteiche) und sieben zu Wildbienen mit insgesamt rund 500 Schülern durchgeführt. Hinzu kamen neun naturpädagogische Fortbildungskurse für ErzieherInnen von fünf Kindertagesstätten zur „Entdeckung der Artenvielfalt auf dem Kita-Gelände und in der Kita-Umgebung“. Seit Beginn der naturpädagogischen Angebote im Jahr 2009 fanden damit rund 130 Veranstaltungen mit über 2.000 Schülern und über 200 PädagogInnen statt.
Aufgrund der guten Resonanz wird die Themenreihe weiterentwickelt.

Naturerlebnis in Kindertagesstätten: Nisthilfen und Futterstationen

Die naturpädagogischen Fortbildungsveranstaltungen in Kindertagesstätten, bei denen mit Unterstützung der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld gemeinschaftlich individuelle Konzepte und Maßnahmen für die Naturerziehung in den Einrichtungen entstehen, führen zunehmend zu Förderanträgen von Kitas zur Umgestaltung ihres Außenbereiches und Ausstattung des Gebäudes mit Nisthilfen für verschiedene Tiergruppen.
Diese erfreuliche Entwicklung ist durchaus beabsichtigt und entspricht der Beschlusslage des Kuratoriums, wonach entsprechende Anträge nur auf Basis eines fundierten Konzepts gefördert werden sollen um die Einbeziehung in die pädagogische Arbeit zu sichern.
In diesem Jahr wurden drei Tageseinrichtungen bei der Beschaffung von Nisthilfen für Vögel und Schmetterlinge sowie von Futterstationen für Vögel und Eichhörnchen unterstützt, nämlich die Kitas Niehorster Straße, Vogelsbergstraße und Siegfriedstraße. Zusammen mit den Kindern wurden Vogelhäuschen gebastelt, angemalt, aufgehängt und mit Futtervorräten gefüllt, um dann die Tiere in Ruhe aus den Gruppenräumen heraus zu beobachten. In der Kita Siegfriedstraße beispielsweise geschieht dies in der „Naturwerkstatt“ für Kinder ab drei Jahre, einer vom mehreren Lernwerkstätten, in denen die Kinder sich entsprechend ihren Neigungen zu bestimmten Themen beschäftigen können.

Naturerlebnis in Kindertagesstätten

In umfangreichen Bildberichten haben die Kitas dokumentiert, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind, wenn es um den Schutz der Tiere ihres Kita-Geländes geht. Auch die Eltern haben bei Eltern-Kind-Aktionen mitgearbeitet. Mit Bildern, Geschichten, Liedern und Steckbriefen haben sie die verschiedenen Arten kennen gelernt – ganz nach dem Motto: Nur was man kennt, kann man auch schützen!

Rainer Bethlehem: Werkzeuge für die Naturschutzarbeit

Praktische Naturschutzarbeit benötigt nicht nur Zeit und Energie, sondern auch gutes Werkzeug, das die Motivation fördert.

Die Umweltstiftung unterstützte Rainer Bethlehem vom faba-Naturprojekt beim Kauf einer Akku-Motorsäge für die Pflege des Streuobstparadieses am Außenheideweg in Isselhorst, das regelmäßig von den faba-Kindern und der Gütersloher Naturschule als Garten- und Naturerlebnisgelände genutzt wird. Dort sind allein 400 Meter Hecke regelmäßig zu schneiden. Das schon mehrfach von der Umweltstiftung unterstützte Naturprojekt faba feierte übrigens im Frühjahr sein 10-jähriges Jubiläum – wir gratulieren den „faba-Eltern“ Renate und Rainer Bethlehem ganz herzlich!
faba-naturprojekt.de

Auch das Naturschutz-Team Gütersloh musste sein oft genutztes Handwerkzeug erneuern, das bei der Biotoppflege im „Toten Viertel“ von Avenwedde regelmäßig eingesetzt wird. Die Anschaffung von Schutzkleidung, Motorsense, Kettensägen und Betriebsmitteln wurde durch die Umweltstiftung finanziert.
naturschutzteam.de

BUND Gütersloh: Geocache-Route an der Dalke

Im März hat der BUND seine Geocache-Route an der Dalke eröffnet, deren Erstellung durch die Umweltstiftung gefördert worden ist.
Auf etwa 1 Kilometer Länge können mit dem GPS-Empfänger sechs Rätselstationen gelöst werden, um zum Ziel zu kommen. Dabei helfen Kenntnisse z.B. über die Baumarten am Weg. Ein zweiter Pfad in Gütersloh soll folgen.

Geocache-Route an der Dalke

Ev. Kirchengemeinde / Naturschutzteam Gütersloh: Nisthilfen für Mauersegler und Eisvogel

Eine neue Heimat für Mauersegler und Eisvögel:
Zwei Projekte, die zunächst bei der Umweltstiftung Gütersloh zur Förderung beantragt worden sind, eigneten sich in gleicher Weise für eine Förderung durch das Land NRW (gemäß FöNa-Richtlinien).

Die Umweltstiftung vermittelte daher sowohl die Ev. Kirchengemeinde als auch das Naturschutz-Team Gütersloh an die Bezirksregierung Detmold und unterstützte die Antragstellung, um die eigenen Stiftungsmittel für Projekte zu reservieren, die nicht aus ähnlicher Quelle gefördert werden können.

Inzwischen wurden die aus FöNa-Mitteln beschafften Mauersegler-Nisthilfen mit bewährter und tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung der Herren Domass, Gierhake und Großjohann am Kirchturm „Zum Guten Hirten“ und weitere Kästen aus dem Stiftungsbestand an der Evangeliumskirche angebracht. Zeitgleich wurde der Evangeliums-Kirchturm auch mit zwei von Herrn Henkenjohann gebauten Nistkästen für Turmfalken ausgestattet.

Heimat für Mauersegler

Durch Abspielen der typischen Mauerseglerrufe wurden die neuen Quartiere bereits den örtlichen Seglern bekannt gemacht. Das nächste Frühjahr wird zeigen, ob die Werbeaktion erfolgreich war!

Förderprojekte 2015

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Naturpädagogische Angebote für Schulen und Kindertagesstätten

Seit mehreren Jahren erstellt die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V. mit finanzieller Unterstützung der Umweltstiftung Gütersloh Unterrichtsmaterialien zum Thema "Artenreiche Stadt Gütersloh" und betreut Schulklassen und neuerdings auch Kindertagesstätten bei verschiedenen naturpädagogischen Aktionen.
2015 nahmen MitarbeiterInnen von insgesamt 7 Kitas der Stadt Gütersloh an 12 Fortbildungen teil, um sich mit Hilfe naturpädagogischer Methoden mit der Artenvielfalt auf Ihrem Gelände auseinanderzusetzen und Naturthemen verstärkt in ihre Tagesarbeit einzubauen. Auch die Bereitschaft, das Kita-Gelände schrittweise so zu verändern, dass sich die Artenvielfalt vergrößern kann, war am Ende der Fortbildungen in allen Kitas Konsens.
Die Nachfrage nach naturpädagogischen Veranstaltungsangeboten für Schulklassen ist erfreulich angestiegen: 6 Klassen (bzw. OGS-Gruppen) von 4 Grundschulen nahmen die Möglichkeit wahr, mit Hilfe einer Expertin der Biostation im Teich des Botanischen Gartens oder in der Dalke Gewässerbewohner aufzuspüren und zu untersuchen.
Sieben Grundschulklassen und eine Kindergartengruppe (Vorschulkinder) erhielten einen Einblick in das Leben der Wildbienen. Da beide Unterrichtseinheiten sehr anschaulich und praxisnah aufbereitet sind, war die Resonanz von Schülern und Lehrern auf die Veranstaltungen sehr positiv.

Ev. Kindergarten Epiphanias: Wildbienen u.a.

Das Team des Ev. Kindergartens Epiphanias hat seinen Weg, Naturerlebnisse in den Kindergartenalltag zu integrieren, konsequent fortgesetzt.
Nach anfänglicher Skepsis fand nun mit Unterstützung der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld sogar ein Wildbienenprojekt statt. Weiterhin wurden die Themen „Tiere im Herbst“ und „Vögel im Garten“ in naturpädagogischen Veranstaltungen bearbeitet.

Nisthilfenwerkstatt für Wildbienen, Foto: Biologische Station Gütersloh/Bielefeld
Nisthilfenwerkstatt für Wildbienen, Foto: Biologische Station Gütersloh/Bielefeld

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt: Beschaffung Nisthilfen

Eine der Kindertagesstätten, die sich um mehr Natur in ihrem Außengelände bemüht, ist die Villa Kunterbunt e.V.
Nach der Natur-Fortbildung mit der Biologischen Station konnte der Verein weitere „Villen“ in Form von Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten beschaffen und Winterfuttersäulen für Vögel und Eichhörnchen aufstellen. Kinder und BetreuerInnen freuen sich schon über ihre neuen Gäste und die Beobachtungsmöglichkeiten und kümmern sich gemeinsam um deren Pflege und den Futternachschub.

Fledermausnistkasten auf dem Gelände der Kita Villa Kunterbunt
Fledermausnistkasten auf dem Gelände der Kita Villa Kunterbunt

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Wie entwickelt sich eine Windwurffläche ohne Einfluss des Menschen?

Wie entwickelt sich eine Windwurffläche ohne Einfluss des Menschen?
Die katastrophalen Folgen des extremen Sommergewitters im Juli 2013 vor allem im westlichen Stadtgebiet von Gütersloh waren Anlass für den Kreisverband Bielefeld-Gütersloh der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), zusammen mit Gütersloher Naturschutzverbänden eine Windwurffläche an der Wapel anzupachten und der natürlichen Wiederbewaldung zu überlassen. Die Entwicklung dieser „Prozesswaldfläche“ wird durch Untersuchungen der Pflanzen- und Vogelwelt begleitet, um den Prozess ohne menschliche Einwirkungen zu dokumentieren. Mit einer ersten Bestandsaufnahme wurde die Biologische Station 2015 beauftragt. Besonders erfreulich war der Fund einer beflogenen Eisvogelhöhle im Wurzelteller eines umgestürzten Baumes in Ufernähe.

Neues Leben folgt dem Tornado (Foto: Biologische Station Gütersloh/Bielefeld)
Neues Leben folgt dem Tornado
(Foto: Biologische Station Gütersloh/Bielefeld)

Förderprojekte 2014

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Naturpädagogische Angebote für Schulen und Kindertagesstätten

Die in den vergangenen Jahren entwickelten Unterrichtseinheiten zum Themenkomplex "Artenreiche Stadt" werden noch nicht im erhofften Umfang von den Schulen nachgefragt.
Dazu zählen u.a. die Einheiten für die Grundschule „Naturforscher an Bach und Teich“, „Schwalbenforscher an unserer Schule“, „Kopfweiden“ sowie „Wildbienen“. Die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, den Schulen die Durchführung dieser Einheiten anzubieten und dafür zu werben.
Eine zweite Zielgruppe für naturpädagogische Angebote bilden die Kindertagesstätten. Auf Vorschlag der Umweltstiftung hat die Biostation eine Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher über die „Entdeckung der Artenvielfalt auf dem Kita-Gelände und in der Kita-Umgebung“ ausgearbeitet und bietet an, die Kollegien zielgerichtet für die jeweilige Kita zu schulen und für das neue Angebot zu werben.

Eintauchen in eine fremde Welt …
Eintauchen in eine fremde Welt …

Familie Bethlehem: Nisthilfen

Die Aktivitäten der Familie Renate und Rainer Bethlehem für den Naturschutz, für das naturnahe Gärtnern und den Einsatz der Naturpädagogik zur seelischen Stärkung von Kindern aus belasteten Familien sind in Gütersloh weit bekannt und wurden 2014 u.a. als Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt bundesweit ausgezeichnet.
Zur Pflege ihrer Streuobstwiese, welche die Kulisse für vielfältige Veranstaltungen zu diesen Themenbereichen bildet und in der beispielsweise auch regelmäßig Obstgehölz-Schnittkurse für private Gartenfreunde stattfinden, hat die Umweltstiftung die Anschaffung einer unfallsicheren Vielzweckleiter finanziert.
Für das faba-Naturprojekt (www.faba-naturprojekt.de) wurde die Obstwiese mit neuen stabilen Nisthilfen für die Feldsperlingskolonie ausgestattet, die mit über 50 Brutpaaren für die natürliche Schädlingsbekämpfung sorgt und deren alte Holzbehausungen nach und nach unbrauchbar wurden. Die Beschaffung neuer Nistkästen aus Holzbeton konnte erfreulicherweise über die Förderrichtlinien Naturschutz (FöNa) des Landes NRW finanziert werden, so dass die Umweltstiftung nur noch organisatorische Hilfestellung zu leisten brauchte.

Ausgediente Heimat vieler Isselhorster Spatzengenerationen (Foto: R. Bethlehem)
Ausgediente Heimat vieler Isselhorster Spatzengenerationen (Foto: R. Bethlehem)

Transition Town Gütersloh: Nisthilfen

Die Initiative Transition Town Gütersloh (www.tt-gt.de) bewirtschaftet einen großen Gemeinschaftsgarten in Gütersloh-Hollen. Die Gartengruppe mit 12 Aktiven arbeitet nach dem Konzept der Permakultur, das die Förderung und Erhaltung von Wildtieren einschließt mit dem Ziel, ein selbstregulierendes System zu schaffen.
Insekten (z.B. Bienen) zählen ebenso wie Vögel und Fledermäuse zu den Arten, die gefördert werden sollen. Mit der Unterstützung von Rainer Bethlehem ist es auch hier gelungen, eine Vielzahl von Nisthilfen mit Fördermitteln des Landes NRW zu beschaffen, die inzwischen im Gemeinschaftsgarten hängen und auf die neuen Bewohner warten.

Artenvielfalt braucht Quartiersvielfalt

Ev. Kindergarten Epiphanias: Naturpädagogische Schulungen und Nisthilfen

Tiere und Pflanzen kennen zu lernen und die Natur "live" zu erleben ist ein wichtiger Bestandteil im pädagogischen Konzept des evangelischen Kindergartens Epiphanias.

Die schöne Lage am Stadtrand neben dem Schlangenbach mit freiem Blick auf die kleinstrukturierte Agrarlandschaft am Postdamm bietet dafür gute Voraussetzungen. Nach mehreren naturpädagogischen Schulungen des Kollegiums durch die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld wurde nun ein speziell auf den Standort zugeschnittenes Programm entwickelt, das naturpädagogische Aktivitäten und Maßnahmen für den Artenschutz am Gebäude und im Außengelände umfasst.

Eine Vielzahl von Nisthilfen wurden – wiederum mit Finanzhilfe des Landes NRW – beschafft und von ehrenamtlichen Naturschützern angebracht. Spatzen, Schwalben, Mauersegler, Meisen, Dohlen, Stare und Nischenbrüter können künftig unter den Augen der Kinder brüten und ihre Jungen füttern. Eine Winterfütterung für Vögel ermöglicht auch im Winterhalbjahr Naturbeobachtungen vor dem Fenster. Insektenquartiere sollen Einsiedlerbienen bei der Fortpflanzung unterstützen und zusätzlich Leben in die neu angelegten Blumenbeete tragen. Viele Kinderlieder, von der summenden Biene bis zum Hochzeit haltenden Waldvogel, können nun mit selbst erlebten Inhalten gefüllt werden!

Heimstätte für Menschen- und Vogelkinder: der Kindergarten Epiphanias
Heimstätte für Menschen- und Vogelkinder: der Kindergarten Epiphanias

Naturschutzteam Gütersloh: Web-Cam

Nicht alle Online-Überwachungen sind in Verruf geraten: Webcams von Tierkinderstuben erfreuen sich sogar großer Beliebtheit!
Die Webcam des Naturschutz-Teams Gütersloh auf dem Storchenhorst in Avenwedde bietet Einblicke in Adebars Kinderstube und wurde schon über 60.000 Mal angeklickt. Beflügelt von dieser phänomenalen Nachfrage will das Team sein Online-Angebot ausbauen und weitere Webcams einrichten. Die Umweltstiftung finanziert eine weitere Kamera. Mögliche Standorte sind die Wasserfläche von Artenschutzteichen, eine Eisvogel-Brutwand oder ein Nistkasten der Schleiereule.

Ev. Kirchengemeinde Isselhorst: Infotafel zu solitär lebenden Bienen- und Wespenarten

Ein bereits in den Vorjahren begonnenes Projekt der ev. Kirchengemeinde Isselhorst wurde jetzt abgeschlossen: die Erhaltung und Schaffung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen auf dem Isselhorster Friedhof.
Diesmal ging es um die Friedhofswege, deren offene Sandflächen sehr interessante Tierarten angelockt haben. Unbewachsene Sandflächen sind sehr selten geworden, bieten aber ökologisch ganz besondere Standortbedingungen, die von einigen Spezialisten sehr geschätzt werden. Dazu zählen z.B. mehrere solitär lebende Bienen- und Wespenarten (Sandbienen, Hosenbienen, Grab- und Wegwespen), die ihre Niströhren in den Sand graben. Man erkennt sie an den kleinen Sandhügeln, die oft von Hosenbienen ausgehoben wurden.

Sandhügel verraten die Nesteingänge der Hosenbiene
Sandhügel verraten die Nesteingänge der Hosenbiene

Ein weiterer Sandspezialist bevölkert den Isselhorster Friedhof im Sommer: der Dünen-Sandlaufkäfer. Der blitzschnelle Jäger fängt auf den Sandwegen Kleintiere wie Ameisen oder Spinnen. Seine Larven graben ebenfalls Sandstollen und lauern darin gut versteckt auf Beute. Dennoch werden sie von der biologisch hochinteressanten Rollwespe entdeckt und parasitiert.
Als erlebbare Naturkunde für Friedhofsbesucher wird dieser leicht zu übersehende Kleinkosmos unter unseren Füßen nun auf einer von Christian Venne (Biologische Station Kreis Paderborn-Senne) gestalteten Informationstafel vorgestellt. Die Kirchengemeinde achtet zukünftig bei der Friedhofspflege besonders auf diese wundersame Welt, die in dieser Qualität selbst in der Heidestadt Gütersloh selten geworden ist.

Dünen-Sandlaufkäfer

Förderprojekte 2013

Imkerverein Isselhorst: Beamer für Bildpräsentationen

Dank seiner engagierten Bildungsarbeit kann sich der Imkerverein Isselhorst nicht über Nachwuchssorgen beklagen.
Seine Mitglieder werden von erfahrenen Ausbildern in regelmäßigen Kursen und Lehrgängen in die Geheimnisse der Bienenwelt und die Praxis der Imkerei eingeführt. Die Umweltstiftung unterstützt die Fortbildungen mit 450 Euro für die Anschaffung eines Beamers zur Bildpräsentation.

Ev. Kirchengemeide Isselhorst: Nisthilfen

Die evangelische Kirchengemeinde Isselhorst bleibt am Ball: Bereits im vergangenen Jahr hat der CVJM durch Nisthilfen für Parkvögel neues Leben in den Isselhorster Friedhof gelockt.
In diesem Jahr sind die eigenen Gebäude im Fokus der naturinteressierten Gemeinde, allen voran die Kirche mit der umgebenden Grünfläche. Dort entstehen Nistquartiere für Mauersegler, Haus- und Gartenrotschwanz und Grauschnäpper, am Gemeindehaus und der Alten Schule auch für Schwalben und Meisen. Zusätzlich erläutert die Gemeinde ihre Artenschutzmaßnahmen auf einer Info-Tafel am Friedhof. Sie setzt damit ihr Konzept zum Umweltmanagement „Grüner Hahn“ weiter um, das sie 2011 verabschiedet hat und in dem der Artenschutz einen wichtigen Baustein darstellt. Die Umweltstiftung fördert die Maßnahmen mit insgesamt 2.148 Euro.

Auch der Isselhorster Kirchturm soll nach der Mauersanierung wieder Brutnischen erhalten
Auch der Isselhorster Kirchturm soll nach der Mauersanierung wieder Brutnischen erhalten

NABU Kreisverband Gütersloh: Wildbienenhotel

Martin Igel vom Gütersloher NABU hat bereits reiche Erfahrung im Bau von Wildbienenhotels. Davon profitiert nun auch das Katharina-Luther-Haus.
Im Sinnesgarten, in dem sich u.a. demenzkranke Bewohner des Altenheimes wohl fühlen, hat er sein Meisterstück aufgestellt: Unter dem Grundgerüst eines historischen Torbogens von 1798 entstand in rund 400 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden ein Wildbienenhotel mit mindestens 5 Sternen, das zumindest optisch auch noch denkmalwürdig erscheint.
Viele sehenswerte Ideen veranschaulichen, wie man mit allerlei alten und neuen Materialien für die Kleinlebewesen neue Lebensräume auch in kleineren Gartengrundstücken schaffen kann. Darunter ist auch ein Schaukasten, in dem man in durchsichtigen Brutröhren die Entwicklung der Bienenlarven vom Ei bis zur fertigen Biene verfolgen kann. Auch für Vögel, Fledermäuse, Hummeln und Kleinsäuger ist in dem Hotel mit seinen Tausenden „Zimmern“ gesorgt. Der Clou ist eine Bienentränke, bei dem das Regenwasser des Hoteldachs genutzt wird. Mit dazu gehört wie immer auch die Anlage von Pflanzbeeten für Blütenstauden, die den Pollen- und Nektarvorrat für die Larven liefern, die sich dann ohne weitere Hilfe bis zum nächsten Frühjahr in den fingerlangen Röhren entwickeln. Das – eigentlich unbezahlbare – Engagement hat die Umweltstiftung mit einem Sachkostenbeitrag von 3.127,86 Euro unterstützt.

„Immer besser“: Martin Igels Wildbienenhotels werden immer beeindruckendere Schmuckstücke
„Immer besser“: Martin Igels Wildbienenhotels werden immer beeindruckendere Schmuckstücke

Ev. Kindergarten Epiphanias: Naturpädagogische Fortbildung

Der evangelische Kindergarten Epiphanias am Postdamm hat sein Außengelände naturnah umgestaltet und wurde dabei nicht nur von Profis der Ideenwerkstatt Lebens(t)raum, sondern auch von den Eltern der Kindergartenkinder aktiv unterstützt.
Um die neuen Möglichkeiten auch im Tagesablauf optimal nutzen zu können, haben die Erzieherinnen 4 Nachmittage zur naturpädagogischen Fortbildung geopfert.
Unter der Leitung von Gritli Noack-Füller, Naturpädagogin der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld, erarbeiteten sie die Themen „Pflanzen und Bäume auf dem Kindergartengelände“, „Tiere und Nisthilfen“, „Natur in der Nachbarschaft des Kindergartens (Wald und Bach)“, „Pflanzen und Tiere im Winter (Früchte, Samen, Winterruhe, Fütterung…)“. Künftig können die Kinder also nicht nur in der Natur, sondern ganz bewusst mit der Natur aufwachsen. Schönere Anregungen für eine gesunde Entwicklung kann man sich fast nicht mehr wünschen! Die Fortbildungskosten in Höhe von 500 Euro hat die Umweltstiftung übernommen.

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Unterrichtsmaterialien zu Wildbienen

Passend zu der steigenden Nachfrage nach Wildbienenhotels hat die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld eine weitere Unterrichtseinheit zum Thema "Wildbienen" erstellt, die den pädagogischen Ordner der Umweltstiftung komplettiert.
Dazu bietet die Station auch wieder bis zu 10 kostenlose Unterrichtseinheiten (als Doppelstunde) zum Thema an, in denen u.a. auch ein Nisthilfen-Schaukasten zusammengebaut wird, der dann an der Schule verbleibt und weiter genutzt werden kann. Die Erstellung, Erprobung und Durchführung der Unterrichtseinheiten einschließlich der benötigten Materialien fördert die Umweltstiftung mit bis zu 4.654,60 Euro.

Fertig montierter Bausatz eines Wildbienen-Schaukastens
Fertig montierter Bausatz eines Wildbienen-Schaukastens

Naturschutzteam Gütersloh: Pflegearbeiten und Beschaffung von Arbeitsgeräten

Unbeirrt und motiviert durch viele schöne Erfolge (bis hin zum Ansiedlungsversuch eines Storchenpaares in der Großen Wiese) pflegt und entwickelt das Naturschutzteam Gütersloh nun schon seit vielen Jahren die Natur in Avenwedde.
Neuerdings kann man sich über dessen Arbeit auch auf der neuen Homepage www.naturschutzteam.de informieren. Durch den langjährigen Einsatz ermüden jedoch einige Geräte und müssen ersetzt oder repariert werden. Kettensäge, Hochentaster, Kleingeräte wie Heckenscheren, Schaufeln et cetera müssen erneuert werden.
Zusätzlich legt das Team in der Großen Wiese eine neue Steilwand für den Eisvogel an, die auch für Uferschwalben geeignet ist. Eine Grabenaufweitung mit flach auslaufender Blänke komplettiert das Angebot, von dessen Froschbewohnern künftig auch der eine oder andere Jungstorch satt werden soll.

Hochentaster mit Teleskopstiel
Hochentaster mit Teleskopstiel

Förderprojekte 2012

Ev. Kirchengemeinde Isselhorst: Herstellung Nisthilfen

Die Evangelische Kirchengemeinde Isselhorst möchte in den nächsten Jahren auf ihren Grundstücken und an ihren Gebäuden praktische Naturschutzmaßnahmen durchführen.
In einem ersten Schritt haben Mitglieder der Jugendgruppe des CVJM Vogelnistkästen aus Bausätzen gefertigt und zusammen mit Fledermauskästen auf dem Friedhofsgelände aufgehängt. Für Waldkauz, Kleiber, Meisen, Sperlinge, Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper sind so neue Quartiere entstanden, die von den Jugendlichen künftig jährlich kontrolliert und gepflegt werden.

Für neues Leben auf dem Isselhorster Friedhof sorgt die Jugendgruppe des CVJM. (Foto: privat)
Für neues Leben auf dem Isselhorster Friedhof sorgt die Jugendgruppe des CVJM. (Foto: privat)

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Faunistisches und floristisches Monitoring in der Niehorster Heide

Das Gelände rund um das ehemalige Tanklager in Niehorst am Ebbesloher Brink, die "Niehorster Heide", ist schon seit Jahren ein Schwerpunkt für den Naturschutz in Gütersloh, den auch die Umweltstiftung Gütersloh fördert.
Hier gibt es noch die größten und am besten ausgeprägten Reliktvorkommen heidetypischer Arten im Stadtgebiet des ehemaligen „Heidedorfes“ Gütersloh. Nach einem von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld 2006 abgeschlossenen Konzept hat die Stadt Gütersloh verschiedene Ausgleichsflächen erworben und als nährstoffarme Standorte gestaltet und entwickelt, die zusammen mit Privatflächen einen wertvollen und artenreichen Lebensraumkomplex bilden, in dem zahlreiche landesweit gefährdete Arten vorkommen. Der Eigentümer des ehemaligen Tanklagers hat einen Teil der Fläche an den Leiter der Biostation verpachtet, der seit 1999 für eine naturschutzorientierte Bewirtschaftung sorgt. Auch die Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh ist Kooperationspartner und kümmert sich mit Unterstützung der GNU unter anderem um die Heideentwicklung auf der Hochspannungstrasse an der Haarheide.
Die Biologische Station prüft nun den Erfolg dieser gemeinschaftlichen Anstrengungen durch eine erneute Bestandsaufnahme der Pflanzen- und Tierwelt des Gebietes, die mit den Ergebnissen einer entsprechenden Untersuchung aus dem Jahr 2000 verglichen wird. Die Studie liefert Empfehlungen für die weitere Entwicklung und Bewirtschaftung des Gebietes, um eine für den Naturschutzzweck optimale Effizienz der Maßnahmen zu gewährleisten.

Heidschnucken in der Niehorster Heide

•Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz: Mikroskop für Kindergruppe

Der Hof Roggenkamp am Blankenhagener Weg ist Treffpunkt der Kindergruppe der GNU (Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz im Kreis Gütersloh e.V.).
8 bis 10 Kinder kommen dort regelmäßig zusammen und lernen unter Anleitung die Arbeit auf einem Biohof kennen, pflanzen, jäten, ernten, füttern und untersuchen Pflanzen und Tiere des Hofgeländes. Auch Naturschutzarbeiten wie der Bau von Vogelhäusern zählen zum Programm.
Für die Beobachtung der Kleinstlebenswelt in Kompost, Boden und Wasser fördert die Umweltstiftung nun die Beschaffung eines Stereo-Mikroskops, mit dem auch Kinder in das unbekannte Mirkouniversum eintauchen und faszinierende Lebensformen kennen lernen können.

Ev. Kindergarten Feldstraße: Pflanzmaterial für Außengelände

Der Evangelische Kindergarten Feldstraße liegt mitten in der Stadt, und viele seiner 50 Kinder leben in Familien ohne eigenen Garten.
Bei der Neugestaltung des Außen- und Spielbereiches für alle Altersgruppen von 7 Monaten bis 6 Jahren wurden u.a. Hochbeete angelegt, die von Eltern und Kindern gemeinsam mit Beerenstauden und –büschen bepflanzt wurden. Auch von neu gepflanzten heimischen Obstbäumen können die Kinder demnächst Früchte ernten und verarbeiten. Blütenstauden und Küchenkräuter begleiten die Kinder durch die Jahreszeiten. Eltern, die ihre Kinder abholen, sollen auch die Gelegenheit bekommen, mit ihnen ein gemeinsames Beet zu bewirtschaften. Die Umweltstiftung unterstützt die Umgestaltung durch die Finanzierung von geeignetem Pflanzmaterial.
Anlässlich zunehmender ähnlicher Anfragen hat das Stiftungskuratorium die Förderrichtlinien inzwischen präzisiert und klargestellt, dass zukünftig normale Aufwendungen zur Herrichtung von Infrastruktur nicht mehr gefördert werden.

Tatkräftige Hilfe bei der Bepflanzung der neuen Hochbeete. (Foto: privat)
Tatkräftige Hilfe bei der Bepflanzung der neuen Hochbeete. (Foto: privat)

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Fachinformationen zum Mauersegler- und Schwalbenschutz

Wie die Mauersegler und Schwalben sind auch andere die Nähe des Menschen suchenden Arten von Wohnungsnot betroffen. Ihrer Unterstützung galt auch das Projekt der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld, die mit finanzieller Hilfe der Umweltstiftung Gütersloh die Grundlagen für den Gebäudebrüterschutz in Gütersloh ausgearbeitet hat.
Dazu hat sie Fachinformationen zusammengestellt, eine flächendeckende Bestandserhebung durch ehrenamtliche „Schwalbenzähler“ vorbereitet und begleitet, über 20 ehrenamtliche Zähler geschult, Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit ausgearbeitet (Presse, Internet, Faltblatt, Poster, Fernsehfilm), Exkursionen für interessierte BürgerInnen durchgeführt und die Erhebungsdaten ausgewertet. Diese Zählung ist noch nicht abgeschlossen und soll in 2012 weitergeführt werden. Bislang wurden auf etwa der Hälfte des Stadtgebietes etwa 14 meist kleinere Kolonien der Mehlschwalbe, etwa 30 Brutplätze des Mauerseglers und rund 80 Brutplätze der Rauchschwalbe erfasst – für die ehemals allgegenwärtigen Glücksbringer und Frühlingsboten sind das erschreckend niedrige Bestände!

Mauersegler, Einflug Dachspalte
Mauersegler, Einflug Dachspalte
Mehlschwalbe (Foto: Andreas Schäfferling)
Mehlschwalbe (Foto: Andreas Schäfferling)

Förderprojekte 2011

Imkerverein Isselhorst: Bienenlehrpfad

Der aktive und nachwuchsstarke Imkerverein Isselhorst kümmert sich nicht nur um die Imkerei, sondern darüber hinaus auch um den Umweltschutz und die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Naturschutz. Auf seinem Pachtgrundstück "Am Pastorengarten" im Herzen von Isselhorst hat er nun mit Unterstützung der Umweltstiftung Gütersloh einen Bienenlehrpfad angelegt, der durch den vom Verein angelegten und bewirtschafteten Obstgarten führt.
Vorbei an einem großen Bienenhotel, Obstbäumen mit traditionellen Sorten, einem Imkerstand und artenreichen Wild- und Trachtstaudenbeeten führt der Rundgang. Er macht an sieben Stationen auf die Bedeutung der Honigbienen und ihrer wildlebenden Verwandten für den Naturhaushalt, aber auch für die gesunde Ernährung aufmerksam.

Bienenlehrpfad in Isselhorst

Am 2. September 2011 wurde der Pfad im Rahmen einer kleinen Feier bei schönstem Wetter eröffnet. Nach Terminvereinbarung (Telefon 0 52 41-65 36, hans.buschkamp@mibu.de) sind nun Führungen möglich, bei denen man im Frühling und Sommer nicht nur vielerlei „Hotelgäste“ in dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Wildbienenhotel beobachten und überraschende Informationen auf den Stationstafeln entdecken kann, sondern bei denen man auch schöne und seltene Wildstauden kennen lernt, die sich für den Hausgarten eignen und die auch dort als „Bienenweide“ zahlreiche Immenarten anlocken werden. Und wie man diesen „gebetenen“ Gartengästen gleich ein neues Zuhause aus Schilf- und Bambusröhren, markhaltigen Stängeln und mit Bohrlöchern versehenen Hölzern basteln kann, erfährt man nebenbei. Ein Besuch lohnt sich!

Horst Domass: Nisthilfen für Mauersegler und Mehlschwalben

Das bewährte "Rentnerteam" der Herren Domass, Großjohann, Gierhake und Henkenjohann war auch 2011 anhaltend damit ausgelastet, weitere Nisthilfen für Gebäudebrüter in der Stadt anzubringen. Sie schafften nicht nur 20 Mauerseglerkästen, die von der Umweltstiftung Gütersloh bereitgestellt wurden, sondern zusätzlich fast 70 Nisthilfen, die von der Sparda-Bank Hannover-Stiftung gespendet worden sind.
Zusammen mit dem Restbestand, der in den nächsten Wochen verarbeitet wird, hat die fleißige Truppe dann schon Brutplätze für rund 400 Mauerseglerpaare eingerichtet!

Montage Mauerseglerkästen

Hinzu kommen knapp 50 Kunstnester für die Mehlschwalbe, welche unter dem Mangel an geeignetem Nistmaterial leidet, seit Schlammpfützen und Misthaufen aus dem Ortsbild verschwunden sind. Diese Aktivbilanz kann sich wahrlich sehen lassen! Sie wurde nicht zuletzt ermöglicht durch verschiedene Sponsoren, die ihre Hubsteiger kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Dafür sei den Unternehmen Wannhof, Flötotto und den Stadtwerken Gütersloh sowie den freiwilligen und Werksfeuerwehren herzlich gedankt! Die beeindruckenden Zahlen sind allerdings auch dringend erforderlich angesichts der weiterhin zunehmenden Wohnungsnot unserer Gebäudebrüter. Das Projekt soll deshalb nach Möglichkeit fortgesetzt werden – dazu sucht die Gruppe noch Verstärkung durch weitere rüstige und handwerklich geschickte Mitstreiter!

NABU Kreisverband Gütersloh: Trockensteinmauer und Weißdornhecke

Ein langjährig bewährter Kämpfer für mehr Natur in der Stadt ist auch Martin Igel vom NABU Gütersloh.
Im Garten des Altenheims Hermann-Geibel-Haus hat er in Ergänzung zu dem bereits 2008 erstellten Wildbienenhotel ein großes, mit Trockensteinmauern eingefasstes Staudenbeet geschaffen: als Bienen- und Augenweide ein attraktiver „Hingucker“ für die Bewohner des Altenheims! Viele schweißtreibende und kraftzehrende Arbeitsstunden stecken in diesem gänzlich von Hand erstellten Bauwerk. Darin sind viele Schlupfwinkel und Hohlräume für Tiere eingearbeitet, die den Garten zusätzlich beleben werden. Nach dem Trockenmauerbeet im Schulgarten der Anne-Frank-Schule ist dies bereits das zweite große Erdbauwerk von Martin Igel, das die Umweltstiftung Gütersloh unterstützen konnte.
Zusätzlich wurde der Garten des Altenheims durch eine neu angelegte Weißdornhecke bereichert, die entlang der Grundstücksgrenze zur Kaiserstraße für ein weiteres Blütenangebot sorgen und als Vogelschutzhecke Brutplätze und Nahrung bieten soll. Die Hecke wird künftig von Herrn Igel selbst gepflegt, der ehrenamtlich im Altenheim mitarbeitet.

Trockensteinmauer im Garten des Hermann-Geibel-Hauses

Rainer Bethlehem: Beschaffung eines Hochentasters

Erst 22 Jahre ist die Obstwiese von Rainer und Renate Bethlehem in Isselhorst alt, aber in dieser für Bäume eher kurzen Zeitspanne hat sie sich zu einem Paradies nicht nur für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren entwickelt, sondern auch für viele Jugendliche, die dort einen intensiven Kontakt zur Natur erleben können.
Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Hühner und natürlich viele Vogelarten beleben den mit alten Obstsorten Ende der 1980er Jahre angelegten Garten. Eine große Feldsperlingskolonie besiedelt die – auch mit Hilfe der Umweltstiftung Gütersloh beschafften – Nisthöhlen, und im vergangenen Jahr brütete sogar erstmals das selten gewordene Gartenrotschwänzchen und ein Waldkauzpaar.
Nicht nur Kinder der Naturschule Gütersloh, sondern auch Jugendliche aus dem kürzlich mit dem Initiativen-Preis 2011 des Paritätischen Jugendwerks NRW ausgezeichneten faba-Projekt genießen hier regelmäßig die Möglichkeit, Natur zu erleben und als Therapiehilfe zu erfahren.
Zur leichteren Pflege der 400 Meter langen Heckeneinfriedung des Gartengrundstückes hat sich Rainer Bethlehem nun mit Unterstützung der Umweltstiftung einen Akku-betriebenen elektrischen Hochentaster beschafft. Der alljährlich zweimal erforderliche Schnitt war per Hand nicht mehr zu schaffen – schließlich soll noch Zeit für die pädagogische Nutzung bleiben und auch die Pflege der 65 Obstbäume verlangt ihre (Frei-)Zeit!

Rainer Bethlehem mit Hochentaster

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Schutz und Erhalt von Altbäumen

Etwas ganz Neues hat sich der Kreisverband Gütersloh/Bielefeld der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald einfallen lassen: Die biologische Vielfalt im Wald soll mit dem "Bürger-Altbaum-Projekt 2011" gefördert werden.
„Totholz bringt mehr Leben in den Wald“, so überschreibt die Schutzgemeinschaft ihre Projektidee, bei der die Besitzer alter Waldbäume entschädigt werden sollen, wenn sie diese erhalten und eines natürlichen Todes sterben lassen. Faulstellen, Baumhöhlen, tote Äste und Stämme bieten Lebensraum und Nahrungsquelle für erstaunlich viele Arten: Käfer, Vögel und Fledermäuse sind nur einige wenige Gruppen davon.
Besonders herausragende Bedeutung haben natürlich die Spechthöhlen, die erst ab einem gewissen Baumalter gebaut werden und sich über Jahre und Jahrzehnte als Quartier für „Nachmieter“ entwickeln. Die geräumigen Höhlen des seltenen Schwarzspechtes haben eine herausragende Bedeutung, zumal dieser größte heimische Specht regelrechte „Höhlenzentren“ mit Dutzenden von Höhlen in Altbaumbeständen anlegt – wenn es die denn noch gibt. Im Mulm solcher später ausfaulenden Höhlen leben unter Fachleuten berühmte und besonders seltene Käferarten wie der Eremit. Auch baumbewohnende Fledermäuse benötigen ein großes Höhlenangebot, weil sie ihre Quartiere sehr oft wechseln.
Die Umweltstiftung Gütersloh hat den Startschuss für das Altbaum-Projekt mit einer Förderzusage für etwa 10 Altbäume gegeben. Die Schutzgemeinschaft wünscht sich weitere Spenden, um möglichst vielen alten Bäumen einen „aufrechten“ Tod ermöglichen zu können.

Schwarzspecht

Kindertageseinrichtung Bruder Konrad: Material und Literatur für Waldwochen

Die Kindertageseinrichtung Bruder Konrad in Spexard konnte sich Materialien und Literatur für die Vorbereitung und Durchführung von Waldwochen beschaffen.
Die Waldwoche findet zweimal jährlich statt. Dabei werden die Vormittage bei jedem Wetter im Wald verbracht, die Kinder erforschen und erleben spielerisch den Lebensraum Wald mit seinen Bewohnern und erlernen einen behutsamen Umgang mit der Natur. Natürlich zählen auch ein Waldpicknick und Spiele zum Programm, bei dem nicht nur die Sinne geschult werden, sondern auch Bewegungsabläufe und die Körperbeherrschung beim Balancieren, Rutschen, Klettern, Basteln und Toben eingeübt werden.

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Fachinformationen zum Mauersegler- und Schwalbenschutz

Wie die Mauersegler und Schwalben sind auch andere die Nähe des Menschen suchenden Arten von Wohnungsnot betroffen. Ihrer Unterstützung galt auch das Projekt der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld, die mit finanzieller Hilfe der Umweltstiftung Gütersloh die Grundlagen für den Gebäudebrüterschutz in Gütersloh ausgearbeitet hat.
Dazu hat sie Fachinformationen zusammengestellt, eine flächendeckende Bestandserhebung durch ehrenamtliche „Schwalbenzähler“ vorbereitet und begleitet, über 20 ehrenamtliche Zähler geschult, Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit ausgearbeitet (Presse, Internet, Faltblatt, Poster, Fernsehfilm), Exkursionen für interessierte BürgerInnen durchgeführt und die Erhebungsdaten ausgewertet. Diese Zählung ist noch nicht abgeschlossen und soll in 2012 weitergeführt werden. Bislang wurden auf etwa der Hälfte des Stadtgebietes etwa 14 meist kleinere Kolonien der Mehlschwalbe, etwa 30 Brutplätze des Mauerseglers und rund 80 Brutplätze der Rauchschwalbe erfasst – für die ehemals allgegenwärtigen Glücksbringer und Frühlingsboten sind das erschreckend niedrige Bestände!

Förderprojekte 2010

Horst Domass: Beschaffung von Nisthilfen für Mauersegler

Das "Rentnerteam" Horst Domass, Helmut Gierhake, Jörg Großjohann und Egon Henkenjohann ist weiter mit vollem Einsatz um die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Gütersloh bemüht. Diesmal galt ihr Interesse den Mauerseglern.
Diese Flugkünstler, die fast ihr ganzes Leben in der Luft verbringen, werden zunehmend obdachlos, weil viele ihrer Brutquartiere verschwinden.
Sie nisten in dunklen Hohlräumen und Nischen im Dachbereich höherer Gebäude, bevorzugt in Altbauten mit freiem Anflug. Oft gänzlich unbemerkt von ihren „Vermietern“, denn sie hinterlassen keine Spuren und kehren nach der nur 2 Monate dauernden Brut- und Nestlingszeit wieder in ihr ureigenes Element zurück.
In sanierten Altbauten und Neubauten gibt es aber solche Bruthöhlen nicht mehr. Und so finden die sehr ortstreuen „Sommerboten“ Jahr für Jahr weniger Brutplätze, wenn sie Anfang Mai zurück kehren und in wilden Jagden durch die Straßenschluchten mit „srii-srii“-Rufreihen den Sommer einläuten. Doch glücklicherweise gibt es geschickte Naturfreunde, die künstliche Nisthöhlen anzubringen wissen! 15 Nistkästen mit jeweils 3 Brutkammern befestigten die Naturschützer vor allem an Wohn- und Gewerbegebäuden der Innenstadt, unterstützt von den Hauseigentümern und auf dem Mielegelände auch von der Werksfeuerwehr.
Begeistert waren Horst Domass und Kollegen vom großen Entgegenkommen der Hausbesitzer. Die heimlichen Untermieter genießen offenbar viele Sympathien, zumal sie keinerlei Unannehmlichkeiten bereiten – und im Gegenteil sogar ihre Gastgeber mit dem guten Gefühl beglücken, wahre Gastfreundschaft beweisen zu können. Daher wollen die Naturschützer ihr Wohnbauprogramm auch im nächsten Jahr gerne fortsetzen.

Caritasverband für den Kreis Gütersloh: Beschaffung einer Ausrüstung für Landschaftspflegearbeiten im Naturschutzgebiet "Große Wiese"

Der Caritasverband für den Kreis Gütersloh e.V. betreibt das "cariWerk" im Rahmen seiner Drogenberatung als berufliche und soziale Integrationsmaßnahme für drogenabhängige Arbeitslose.
Als wichtiges Element dieses Integrationsprozesses nutzt cariWerk die Arbeit in und mit der Natur, bei der die Beschäftigten unter Anleitung eines Landschaftsgärtnermeisters Freilandarbeiten durchführen. Die Gruppe kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz-Team Gütersloh schwerpunktmäßig um die Gehölz- und Gewässerpflege im Bereich bzw. Umfeld des Naturschutzgebietes „Große Wiese“ in Avenwedde.
Die Umweltstiftung Gütersloh unterstützt cariWerk bei der Beschaffung einer Grundausstattung mit Werkzeugen und Maschinen für den längerfristigen Einsatz in Gütersloh. cariWerk hat sich dafür verpflichtet, die Landschaftspflegemaßnahmen in der „Großen Wiese“ oder an anderen Stellen in Gütersloh über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren fortzuführen. Darüber freut sich auch das Naturschutz-Team Gütersloh, das bei seinen umfangreichen Naturschutzprojekten in Avenwedde spürbar durch die Hilfe von cariWerk entlastet wird.

Neue Sägen sägen gut: CariWerk-Mitarbeiter schneiden Kopfweiden in der „Großen Wiese“. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert die Ausbildung von Bruthöhlen und -nischen
Neue Sägen sägen gut: CariWerk-Mitarbeiter schneiden Kopfweiden in der „Großen Wiese“. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert die Ausbildung von Bruthöhlen und -nischen

Naturschutzteam Gütersloh: Bau von Nisthilfen für Weißstörche, Bau einer Wasserversorgung für die vom Hasselbach abhängigen Feuchtbiotope

Auch das Naturschutz-Team Gütersloh arbeitet in seinem Projektgebiet kontinuierlich weiter und beweist dabei den langen Atem, den man für einen erfolgreichen Naturschutz braucht.
Zum einen möchte das Team mit speziellen Nisthilfen den Weißstorch anlocken und im Naturschutzgebiet ansiedeln. Seit mehreren Jahren schaut Adebar immer wieder in der Großen Wiese vorbei und fühlt sich dort augenscheinlich wohl, doch fehlt es noch an einer angemessenen Unterkunft zur Familiengründung. Die soll nun in Form zweier Nistplattformen mit Unterstützung der Umweltstiftung Gütersloh geschaffen werden.
Zum anderen hat sich das Naturschutz-Team ein weiteres Großprojekt vorgenommen und inzwischen auch realisiert. Es dient der Wasserversorgung der vom Hasselbach abhängigen Feuchtbiotope in Trockenzeiten. Die zwischen Hasselbach und Dalke gelegenen Teiche und Sumpfflächen fielen in den vergangenen regenarmen Sommern mehrfach trocken, weil der Hasselbach nicht mehr genügend Wasser führte. Durch eine Überleitung aus der Dalke in Verbindung mit einer Sohlrampe kann zukünftig bei Bedarf zusätzliches Wasser in das Feuchtgebiet geführt werden. Die Umweltstiftung förderte das weitgehend in Eigenleistung durchgeführte Projekt durch die Übernahme der Material- und Leihkosten für Geräte

Von einer Sohlschwelle der Dalke (im Hintergrund) wird bei Bedarf künftig Wasser in den Hasselbach abgezweigt, der die Naturschutzteiche speist.
Von einer Sohlschwelle der Dalke (im Hintergrund) wird bei Bedarf künftig Wasser in den Hasselbach abgezweigt, der die Naturschutzteiche speist.

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Fortsetzung der naturpädagogischen Bildungsangebote für Grundschüler in Gütersloh

Schon im vergangenen Jahr hatte die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V. mit Gütersloher Grundschulklassen Gewässeruntersuchungen im Rahmen des Stiftungsprojekts "Wassererlebnispfad Dalke" durchgeführt.

Nach zunächst zögerlichem Beginn war aber die Nachfrage aus den Schulen doch so angewachsen, dass das Projekt um ein zweites Jahr verlängert wurde.
Und so konnten auch in diesem Jahr weitere 8 Schulklassen als „Forscher an der Dalke“ (Neue Westfälische), „mit Kescher und Co.“ (Kreis-Kurier) „Auge in Auge mit Wasserassel und Roll-Egel“ (Die Glocke) „Wassertieren auf der Spur“ (Westfalen-Blatt) folgen, gefördert von der Umweltstiftung Gütersloh.

Veit Dreessen: Beschaffung eines Binokulars und einer Ausrüstung zur Reptilienkartierung in Niehorst und Ebbesloh

Seit Jahren wirkt Veit Dreessen in der Naturschule Gütersloh mit und bringt dort gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen des Imkervereins Isselhorst Kindern die Welt der Bienen näher.
Für die jungen Bienenforscher in der Jugendgruppe des Imkervereins und die Naturschulangebote während der Ferienspiele hat er nun mit Unterstützung der Umweltstiftung Gütersloh ein Binokular angeschafft, mit dem die kleine Insektenwelt ganz groß betrachtet werden kann. Denn erst bei entsprechender Vergrößerung erkennt man die sinnreichen Feinheiten des Körperbaus der Honigbienen und der vielen Wildbienenarten, die sich leicht in jedem Garten in aufgestellten „Bienenhotels“ ansiedeln lassen.
Außerdem möchte Herr Dreessen die Reptilien der Niehorster Heide erkunden und dafür spezielle „Schlangenbretter“ ausbringen, unter denen sich die Wärme liebenden Echsen gerne verstecken um die Strahlungswärme aufzunehmen. Das große Potenzial der Niehorster Heide für diese wechselwarmen Kriechtiere zeigt sich u.a. im einzigen Gütersloher Vorkommen der Zauneidechse. Nicht unwahrscheinlich, dass das Reptilien-Monitoring weitere interessante Nachweise erbringt, auf die bei der Biotoppflege geachtet werden sollte.

Förderprojekte 2009

NABU Kreisverband Gütersloh: Errichtung einer Stein- und Naturmauer als Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen

In diesem Jahr hat sich Martin Igel vom NABU-Kreisverband Gütersloh als Erbauer der Stein- und Naturmauer für den Schulgarten der Anne-Frank-Schule "verewigt".
Eine wochenlange Knochenarbeit, bei der weit über 10 Tonnen Baumaterial von Hand bewegt und sorgfältig gesetzt werden musste, und bei der mancher Schweißtropfen floss. Das Bauwerk ist buchstäblich ein Höhepunkt des neu gestalteten Gartens, in dem viele naturnahe Strukturen für eine reiche Artenvielfalt sorgen sollen.

Martin Igel legt letzte Hand an die „Sonneninsel“ für Wärme liebende Pflanzen und Tiere im Schulgarten. Nach der Bepflanzung durch SchülerInnen der Anne-Frank-Schule ist das Wohnquartier bezugsfertig
Martin Igel legt letzte Hand an die „Sonneninsel“ für Wärme liebende Pflanzen und Tiere im Schulgarten. Nach der Bepflanzung durch SchülerInnen der Anne-Frank-Schule ist das Wohnquartier bezugsfertig

Bei der Planung wurde Herr Igel vom Fachbereich Grünflächen unterstützt, und die Gartengruppen der Anne-Frank-Schule erlebten die Entstehung der Anlage von Anbeginn mit. Das Foto zeigt, dass es sich dabei nicht bloß um eine Wand, sondern um ein mehrstufiges Hochbeet handelt, dessen Ebenen durch trocken aufgesetzte Natursteinwände gestützt werden. Der tiefere Sinn dieser Konstruktion liegt in den zahlreichen Nischen, die als Wohnstätten für vielerlei Tiere dienen, und die noch durch den Einbau spezieller Nistelemente ergänzt wurden. So finden sich neben Hummelkästen auch Wildbienenquartiere, Niststeine für Vögel und Kleinsäuger sowie ein Igelquartier – das war der Erbauer seinem Wappentier schuldig! Reich blühende Stauden werden die Nektarquelle für Insekten bilden. Auf einer Informationstafel finden sich Beobachtungshinweise auf das alsbald blühende Leben im Schulgarten.

Horst Domass: Beschaffung von Nisthilfen für Schleiereulen

Auch nach dem mühevollen Bau einer Eisvogelbrutwand war das Team um Horst Domass immer noch hoch motiviert, um ein weiteres Naturschutzprojekt anzupacken. Diesmal sollte der "Königin der Nacht", der Schleiereule, geholfen werden.
Die wunderschöne, heimlich lebende „fliegende Mausefalle“ findet leider nicht mehr an jedem Hof ungefährdete Nistmöglichkeiten. Und es ist auch nicht jedermanns Sache, die großen Nistkästen in Hofgiebeln oder Strohböden aufzuhängen – aber die richtige Herausforderung für zupackende Rentner! Mit Leitern, Gerüsten, Stützen und Flaschenzügen befestigten sie 8 selbst gebaute Holzkästen in teilweise schwindelnder Höhe.

Schwindelfrei und trittsicher sollte sein, wer mardersichere Nistangebote für die Schleiereule schaffen möchte!
Schwindelfrei und trittsicher sollte sein, wer mardersichere Nistangebote für die Schleiereule schaffen möchte!

Dabei war immer wieder viel Phantasie erforderlich, um eine passende und stabile Konstruktion zu finden. Bei den Hofeigentümern stieß die Gruppe offene Türen auf, denn Eulen sind auf den Höfen als Mäusevertilger gerne gesehen. Die Aktion wurde durch zusätzliche Sachspenden von mehr als einem halben Dutzend Gütersloher Betrieben unterstützt.
In den kommenden Monaten wird nun mit Spannung beobachtet, ob neue „Mieter“ in die Luxusunterkünfte einziehen werden. Neben Schleiereulen könnten dies auch Waldkäuze, Turmfalken oder im Ausnahmefall auch mal ein Steinkauz sein. In den vergangenen Jahren war das Mäuseangebot so mager, dass diese Arten wenig Nachwuchs hochbrachten. Da ist es umso wichtiger, dass die Bruten jetzt an sicherem Ort ohne Störungen stattfinden können.

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Naturpädagogische Bildungsangebote für Grundschüler in Gütersloh

Unter dem Motto "Die Dalke als Lebensraum" hat die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V. mit Gütersloher Grundschulklassen Gewässeruntersuchungen im Freiland durchgeführt. Anlass war der Wassererlebnispfad Dalke, für den die Umweltstiftung Gütersloh pädagogische Schulmaterialien im Bollerwagen zusammengestellt hat.

Um Schwellenängsten vorzubeugen und die Ausleihe des Dalke-Express in Schwung zu bringen, wurden die Projekttage am Wasser von der Biologischen Station dank der Förderung durch die Umweltstiftung kostenlos veranstaltet.

Sieben Schulklassen machten 2009 von diesem Angebot Gebrauch und suchten - mit Gummistiefeln, Keschern, Gläsern und Lupen bewaffnet - nach Wassertieren. Richtig bestimmt, kann man mithilfe der aufgefundenen Insektenlarven, Flohkrebschen, Asseln und Würmer sogar die Gewässergüte an der Probestelle recht gut einschätzen.

Das Eintauchen in die Unterwasserwelt vor unserer Haustür bringt viele unbekannte Tierformen mit erstaunlichen Lebensgewohnheiten zutage, und diese Detektivarbeit macht den Kindern sichtlich Spaß. Weitere Klassen haben Interesse für das kommende Jahr angekündigt

Wie viele Beine hat die Larve? - Die gesammelten Wassertiere werden bestimmt.
Wie viele Beine hat die Larve? - Die gesammelten Wassertiere werden bestimmt.

Naturschutzteam Gütersloh: Beschaffung einer Motorsense und Kauf von Hölzern für Nisthilfen

Das seit vielen Jahren in Avenwedde aktive Naturschutzteam Gütersloh pflegt und unterhält inzwischen große Flächen ausschließlich für Zwecke des Naturschutzes.
Die Umweltstiftung Gütersloh konnte diese bemerkenswert beständigen und umfangreichen, ehrenamtlich ausgeführten Leistungen bereits mehrfach unterstützen. Im Jahr 2009 kam nun eine Motorsense für die Grünlandpflege hinzu sowie ein Zuschuss für den Kauf von Holz für den Bau von Nistkästen und Brücken entlang des Rundweges durch das Naturreservat um den Hof Kröning, der von vielen Besuchergruppen genutzt wird.

Der Leiter des Naturschutzteams Franz Thiesbrummel erläutert das Zielkonzept für die Hofflächen Kröning. Die Umweltstiftung gratuliert ihm zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für seinen unermüdlichen Einsatz!
Der Leiter des Naturschutzteams Franz Thiesbrummel erläutert das Zielkonzept für die Hofflächen Kröning. Die Umweltstiftung gratuliert ihm zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für seinen unermüdlichen Einsatz!

Förderverein Waldorfkindergarten: Beschaffung von Holz für den Bau einer Außensitzgruppe

Der Waldorfkindergarten in Gütersloh-Hollen verfolgt als pädagogischen Ansatz das Spielen, Basteln, Toben und Lernen in und mit der Natur.
Die Arbeitsmöglichkeiten für die inzwischen 2 Kindergruppen auf dem Gelände der ehemaligen Dorfschule Hollen sollten nun durch einen Außensitzplatz verbessert werden, an dem man schnitzen, weben, Blätter bestimmen und andere Aktivitäten in der Natur vor- und nachbereiten kann. Der Kauf dieser Sitzgruppe aus wetterfesten Holzmöbeln wurde durch die Umweltstiftung Gütersloh bezuschusst.

Außensitzgruppe Waldorfkindergarten

Förderprojekte 2008

Rainer Bethlehem: Beschaffung von Nisthilfen für Leitarten auf Streuobstwiesen

Nachdem im vergangenen Jahr das natur- und sozialpädagogische Präventionsprojekt faba (Familien in Balance) der Familie Bethlehem in Isselhorst u.a. durch naturpädagogische Fachliteratur und Hummelkästen unterstützt werden konnte, wurde in diesem Jahr der Kauf von Nistkästen für Höhlenbrüter ermöglicht.
Sie fördern die Artenvielfalt und die natürliche Schädlingsbekämpfung auf der Streuobstwiese am Außenheideweg, die ein wichtiger Teilbereich des naturnahen Obstwiesen- und Gartengeländes bildet, auf dem die Familie Bethlehem vielfältige naturpädagogische Veranstaltungen durchführt.
Dort lebt u.a. die vermutlich größte Population des Feldsperlings in der Isselhorster Umgegend. Diese Art wird andernorts seit Jahren merklich spärlicher und steht daher auf der „Vorwarnliste“ der bundesweiten „Roten Liste“ der gefährdeten Vogelarten. Auch weitere Höhlenbrüter wie Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz leben hier, die wie der Feldsperling auf der Vorwarnliste für NRW geführt werden. Und sogar der Steinkauz hat die Obstwiese entdeckt. Die Vogelbeobachtung und Pflege der Nistkästen ist ein wichtiger Bestandteil der naturpädagogischen Arbeit mit Kindern.

Obstwiese Bethlehem

NABU Kreisverband Gütersloh: Errichtung eines Wildbienenhotels

Für den Gütersloher NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) hat der stv. Vorsitzende Martin Igel die Initiative für eine Wildbienenwand in den Außenanlagen des Altenheims Hermann-Geibel-Haus ergriffen. Zur Freude der Bewohner hat der NABU dort auch schon viele Nistkästen aufgehängt und betreut eine Winterfutterstelle. Die schöne und fachmännisch gebaute Anlage wurde Pfingsten 2008 zur besten Bienenflugzeit eröffnet. Sie bietet viele Hundert Nistmöglichkeiten für Wildbienen und Einsiedlerwespen in vorgebohrten Hölzern, Steinen und Stängeln, in denen die einzeln lebenden (also keine Völker bildenden) Immen ihre Eier ablegen.
Die harmlosen Insekten können vom Frühling bis weit in den Sommer hinein beim Ausbau dieser Niströhren und dem Eintrag von Futter für ihre Brut beobachtet werden. Dutzende verschiedener Arten kommen auch mitten in der Stadt vor, wenn sie genügend Nahrung (Pollen und Nektar für die Bienen, Insekten für die Wespen) finden. Auch dafür hat der NABU mit der Anpflanzung von Stauden gesorgt, die von Bienen gerne besucht werden. Das neue „Hotel“ bietet außerdem Unterschlupfmöglichkeiten für weitere Nützlinge, von der Florfliege über Ohrenkneifer bis zu Schmetterlingen und Igel. Eine integrierte Informationstafel klärt über die „neuen netten Nachbarn“ und ihr Treiben im Garten des Altenheims auf.

Bienenhotel im Garten Herrmann-Geibel-Haus

Naturschutzteam Gütersloh: Beschaffung von Saatgut für eine Schmetterlingswiese

Das Naturschutzteam Gütersloh möchte in seinem Arbeitsgebiet im Raum Avenwedde den immer seltener werdenden Schmetterlingen "unter die Flügel" greifen und dazu auf ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen blütenreiche Wiesen wachsen lassen.
Die Umweltstiftung Gütersloh förderte die Einsaat spezieller Saatmischungen sowie die Beschaffung von Pflanzgut für einen Heckenstreifen mit schmetterlingsfreundlichen Sträuchern am Rande des Naturschutzgebietes „Große Wiese“.

Schmetterlingswiese im NSG Große Wiese

Förderprojekte 2007

Horst Domass : Errichtung einer Eisvogelbrutwand

Der Eisvogel, bunt schillernder "Edelstein" unserer heimischen Vogelwelt, benötigt zur Brut frische Steilwände, in die er seine rund 1 Meter lange Brutröhre graben kann.
Da solche Steilufer von den gebändigten Bächen in unserer Landschaft kaum noch natürlich angeschnitten werden, fördert die Umweltstiftung die Anlage einer künstlichen Brutwand am Ufer der Wapel durch Herrn Horst Domass mit bis zu 2.000 Euro. Bei der Vorbereitung der Maßnahme konnte erreicht werden, dass die in Aussicht genommene Uferpartie von der Wasserbehörde des Kreises eisvogelgerecht gestaltet wird, so dass Herr Domass die Brutwand an der Dalke errichtet hat und so einen doppelten Effekt erzielen konnte.

Eisvogelbrutwand an der Dalke
Eisvogelbrutwand an der Dalke

Anne-Frank-Schule: Wiederaufbau des Schulgartens als Biotop- und Nutzgarten

An der Anne-Frank-Schule ist eine neue Schulgarten-AG unter der Leitung der Lehrerin Dr. E. Wenzel entstanden, die den etwas verwahrlosten Garten umgestalten und erneut für schulische Aktivitäten nutzen möchte.
Ziel ist die Anlage als Biotop- und Nutzgarten u.a. mit Teich, Sumpfbeet, Kräuterspirale, Fühlparcours, Totholzhaufen, Natursteinmauern, Pflanz- und Versuchsbeeten sowie einem kleinen Gewächshaus mit grünem Klassenzimmer. Mit Unterstützung vieler Seiten, unter anderem von der Umweltstiftung Gütersloh mit einem Förderbeitrag von knapp 3.000 Euro, sowie jeder Menge Eigenleistungen wurde 2007 der erste Bauabschnitt verwirklicht. So entstanden eine Kräuterspirale aus Natursteinen, ein neuer Teich mit Bepflanzung, Wege und Sitztreppen; außerdem wurden Bäume, Obstgehölze und Hecken gepflanzt sowie Fassaden begrünt und Beete angelegt. Der zweite Bauabschnitt hat im März 2008 begonnen.

Kräterspirale im Schulgarten der Anne-Frank-Schule
Kräterspirale im Schulgarten der Anne-Frank-Schule

Familie Bethlehem: Unterstützung des Projektes faba durch naturpädagogische Fachliteratur und Hummelnistkästen

Das Naturprojekt faba (Familien in Balance) unterstützt Kinder aus Familien mit Sucht- oder psychischer Erkrankung durch Garten- und Naturerlebnistage auf der Streuobstwiese der Familie Bethlehem in Isselhorst und nutzt sehr erfolgreich die heil- und erholsame Naturbegegnung als pädagogisches und therapeutisches Instrument.
Im ersten Projektjahr wurde dieses neue Angebot bei der Beschaffung von Fachliteratur, Lehr- und Unterrichtsmaterialien sowie von 6 Hummelnistkästen mit gut 1.000 Euro von der Umweltstiftung Gütersloh gefördert. Inzwischen hat die erste Kindergruppe ihr „Gartenjahr“ im Oktober 2007 mit einem großen Erntefest abgeschlossen. Weitere Projektinformationen unter www.faba-naturprojekt.de.

Montage von Nistkästen auf Bethlehems Obstwiese
Montage von Nistkästen auf Bethlehems Obstwiese

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Pflegemaßnahmen an Kopfweiden

Im Stadtgebiet von Gütersloh hat die Biologische Station etliche überalterte Kopfweiden-Bestände ausfindig gemacht, die dringend eines Pflegeschnittes bedürfen, um bei den nächsten Stürmen nicht auseinander zu brechen oder umzufallen.
Sowohl als Blickfang für erholungssuchende Menschen als auch als Lebensraum für zahlreiche Tierarten sind gerade alte Kopfweiden wertvoll und erhaltenswert. Für die aufwändigen Arbeiten an oftmals unzugänglichen Stellen erhält die Station einen Zuschuss von bis zu 6.850 Euro für den Schnitt sowie die Aufarbeitung, den Abtransport und die Entsorgung bzw. Verwertung des Schnittguts. Wegen der sehr nassen Böden aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse in 2007 kann der Großteil der Arbeiten erst im Jahr 2008 abgeschlossen werden.

Kopfweidenpflege durch die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V.
Kopfweidenpflege durch die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V.

Förderprojekte 2006

Naturschutzteam Gütersloh: Beschaffung eines Hoch-Entasters eines Ultraschalldetektors mit Datenlogger

Im Jahr 2006 wurde das Naturschutz-Team Gütersloh für 2 Projekte von der Umweltstiftung Gütersloh finanziell gefördert.
Zur Pflege der vielen Hecken und Gehölze, die das Naturschutz-Team im Raum der östlichen Dalke-Niederung und der Großen Wiese gepflanzt und angelegt hat, benötigt das Team Unterstützung für die Geräteausstattung. Mit dem Hoch-Entaster, einer kleinen Kettensäge am Teleskopstiel, kann der gefährliche Einsatz von Leitern bei der Sägearbeit verringert werden.
Im vergangenen Jahr konnte die Umweltstiftung das Naturschutz-Team beim Bau eines eindrucksvollen Fledermaustunnels nahe des Hofes Kröning in der Hasselbach- und Dalkeaue unterstützen. Zur störungsfreien Untersuchung und Artbestimmung der im dortigen Umfeld lebenden Fledermausarten benötigt das Naturschutz-Team einen sogenannten Fledermausdetektor, mit dem auch vollautomatisch die Fledermausaktivitäten in ihrem Tunnelquartier aufgezeichnet werden können. Der Detektor macht die für das menschliche Ohr unhörbaren artspezifischen Rufe wahrnehmbar, und die gespeicherten Rufe können dann u.a. zur Bestimmung der Arten und ihrer Aktivitäten analysiert werden.

Astsäge

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Ökologische Verbesserung von sechs Kleingewässern in Gütersloh

Etliche Teiche und Tümpel, die in früheren Jahren im Stadtgebiet Gütersloh als Artenschutzgewässer angelegt worden sind, haben ihren Wert als Lebensraum teilweise eingebüßt, weil sich Ufergehölze angesiedelt haben und zunehmend Schatten warfen.
Viele interessante Amphibien-, Libellen- und Pflanzenarten verschwinden dann. In Abstimmung mit den Eigentümern und in Verbindung mit naturpädagogischen Angeboten für nahegelegene Schulen hat die Biologische Station ausgewählte Gewässer wieder hergerichtet, bei Bedarf geräumt und Gehölze geschnitten. Ausgewählt wurden Gewässer, die innerhalb des großräumigen Gütersloher Biotopverbundes liegen und mit anderen wertvollen Lebensräumen vernetzt sind. Die praktischen Arbeiten wurden 2006 abgeschlossen, so dass sich wieder typische und gefährdete Arten entfalten können.

Kleingewässer in Gütersloh
Kleingewässer in Gütersloh

Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz: Errichtung von Kleinbiotopen für Amphibien, Reptilien und Insekten

In bewährter Kooperation mit den Bewohnern des Kiebitzhofes haben die GNU-Mitglieder drei Steinburgen für wärmeliebende Tierarten geplant und errichtet.
Sie liegen sonnenexponiert am Rand einer Streuobstwiese und Viehweide des Kiebitzhofes und sollen Tieren wie Eidechsen, Erdkröten, Igeln und Insekten als Quartier und Unterschlupf dienen. Angeregt von Eidechsenfunden am nahegelegenen Bahndamm soll für diese in Gütersloh seltenen Tieren eine Möglichkeit zur Ausbreitung geschaffen werden. Bereits im Juli 2006 wurden die fertigen Steinbiotope von ihren stolzen Erbauern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Trockenmauer

Vogelschutz- und -liebhaberverein Friedrichsdorf: Beschaffung einer Kettensäge für die Kopfweidenpflege

Seit über 40 Jahren pflegt der Verein in den Ortsteilen Avenwedde, Niehorst und Spexard einen Bestand von circa 400 Kopfweiden.
Es handelt sich hierbei um Kopfweiden, die als Elemente der Gütersloher Kulturlandschaft von hohem ökologischen und landschaftsästhetischen Wert sind, aber keine wirtschaftliche Nutzung mehr finden. Jährlich schneiden die Vereinsmitglieder circa 40 bis 50 Weiden, verwerten das Holz und werden bei den Aufräumarbeiten von ihrer Jugendgruppe unterstützt. Die neue Säge soll dazu motivieren, diese anstrengende Arbeit auch in den nächsten Jahren fortzuführen und den Bestand an Kopfweiden nicht noch weiter schrumpfen zu lassen.

Kopfweidenpflege mit Motorsäge

Förderprojekte 2005

Grundschule Sundern: Umgestaltung des Schulgartens

Das in Eigenarbeit von Eltern, Kindern und Lehrern umgesetzte und von der Schulleiterin Gabi Ortner engagiert unterstützte Projekt wurde mit 1.900 Euro für Sachmittel und Fachhonorare gefördert.
Aus dem zuvor etwas in den Hintergrund geratenen Schulgarten wurde nun wieder ein von den Schulkindern gerne genutzter Erlebnisgarten u.a. mit Trockenmauer, Hummelhaus, Kräuterspirale, Fühlparcours, Beeren- und Duftbeeten sowie verschiedenen Themen-Klassenbeeten. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen und wurden am 09.06.2005 der Öffentlichkeit im Rahmen eines Schulfestes vorgestellt.

Grundschule Sundern, Regenwurm

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld: Erarbeitung eines Konzeptes für die Entwicklung nährstoffarmer Offenlandbiotope im Bereich des Ebbesloher Brinks

Das Gelände des ehem. NATO-Tanklagers im Ortsteil Niehorst ist der einzige noch erhaltene nennenswerte Heidestandort in der Stadt Gütersloh.
Im Umfeld dieses kulturhistorisch und ökologisch höchst wertvollen Biotops wurden Möglichkeiten erkundet und Maßnahmen vorgeschlagen, um die trockenen und feuchten Heideflächen sowie Sandmagerrasen zu erweitern und die Bestände einiger dort noch vorkommender und stark gefährdeter Pflanzen- und Tierarten der Heide zu stabilisieren. Die Biologische Station erhielt für dieses Projekt knapp 5.000 Euro Unterstützung. Die Untersuchungen erbrachten eine erstaunliche Artenvielfalt und eine ganze Reihe von Möglichkeiten, diesen herausragenden Naturstandort zu stärken. Das Konzept wurde inzwischen dem Beirat und Kuratorium sowie der Stadt- und Kreisverwaltung vorgestellt und dort allgemein begrüßt.

Heideblüte in Niehorst, Foto: Jürgen Albrecht
Heideblüte in Niehorst, Foto: Jürgen Albrecht

Naturschutzteam Gütersloh: Bau eines Fledermaustunnels in der Dalkeniederung im Umfeld des Naturschutzgebietes "Große Wiese"

Das mit viel Eigenleistung durch die Mitglieder des Naturschutz-Teams und mit vielseitiger weiterer Unterstützung erstellte Bauwerk wurde durch anteilige Bau- und Maschinenkosten in Höhe von 5.000 Euro gefördert.
Um die 16 Meter lange und 2 Meter breite Röhre bauen zu können, benötigte das Team unter der Leitung von Franz Thiesbrummel allerdings noch weitere Sponsoren, die mit dem „Startkapital“ der Umweltstiftung im Rücken auch bald gefunden wurden. Entstanden ist inzwischen ein romantisches, wie ein altes Burgverlies anmutendes Gewölbe mit beachtlichen Ausmaßen und unzähligen Schlupflöchern für Fledermäuse, Insekten und Amphibien im Außenbereich des Hofes Kröning am Rande der „Großen Wiese“. Bei einer Besichtigung am 15.09.2005 konnten sich Beirat und Kuratorium der Umweltstiftung und die ebenfalls anwesenden örtlichen Pressevertreter davon überzeugen, dass die Fördermittel gut angelegt worden sind. Inzwischen sind bereits schon die ersten Fledermäuse eingezogen.

Einflug Fledermaustunnel
Einflug Fledermaustunnel
Einflug Fledermaustunnel
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Herr Dr. Jürgen Albrecht
Umweltschutz
Fachbereichsleiter

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Herr Rüdiger Hablick
Umweltschutz

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