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Digitalisierung der Gütersloher Schulen: Sachstand und Ausblick

06.11.2019

Was ist geschafft, was ist zu tun: eine Übersicht.

Insgesamt ist Gütersloh, was das Thema der Digitalisierung an Schulen angeht, auf einem guten Weg – noch lange nicht am Ziel, aber bereits deutlich weiter als viele andere Kommunen.
Insgesamt ist Gütersloh, was das Thema der Digitalisierung an Schulen angeht, auf einem guten Weg – noch lange nicht am Ziel, aber bereits deutlich weiter als viele andere Kommunen.

Die Anschaffung und der Einsatz von aktuell rund 2.000 iPads, die Installation von aktuell 150 Displays plus 100 Beamern mit AppleTV in Klassenräumen, der Glasfaserausbau zu jeder Schule in Gütersloh – das sind nur einige beeindruckende Eckdaten des Großprojektes der Digitalisierung an den Gütersloher Schulen. Bisher wurden insgesamt rund 3 Millionen Euro investiert, 1 Million Euro davon wurden aus Förderprogrammen eingebracht.

Glasfaserausbau

Lange bevor viele andere Städte damit starteten, gingen Politik, Verwaltung und Schulen in Gütersloh bereits 2016 in die Offensive, was den Glasfaserausbau für die Gütersloher Schulen angeht. Während viele Städte und Gemeinden in NRW und bundesweit in den Planungen noch nicht so weit sind und bei der aktuellen Lage im Tiefbau vor großen Herausforderungen stehen, was die Umsetzung des Glasfaserausbaus angeht, wird in Gütersloh zum Jahresende ein Glasfaseranschluss mit Gigabit-Anbindung an jeder Schule liegen. Damit ist die Stadt in Zusammenarbeit mit der Regio IT und der Netzgesellschaft voll im selbst gesteckten Zeitplan.

W-LAN

Schnelles Internet ist eine von vielen Voraussetzungen für die Digitalisierung an den Gütersloher Schulen. Der W-LAN-Ausbau in den einzelnen Schulen ist der nächste Schritt. Access-Points, die dafür sorgen, dass die Anbindung von mobilen Geräten und Displays in den Klassenräumen möglich ist, wurden bereits zu 50 Prozent an den Grundschulen (110) und an den weiterführenden Schulen (rund 310) installiert. Hiermit verbunden ist ein hoher Aufwand, denn mit dem Anschrauben eines W-LAN-Routers ist es nicht getan. Das Verlegen von Leitungen und das Umsetzen von vorhandenen Anschlüssen ist erforderlich. Daher wird der W-LAN-Ausbau Schulen und die Stadt noch mindestens in den kommenden drei bis 4 Jahren beschäftigen, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Parallel wird die Sanierung der Klassenräume (Akustik / Beleuchtung) vorangetrieben.

iPads und Displays

Mobile Geräte, mit denen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Unterricht lernen und arbeiten, kommen immer mehr zum Einsatz. Ziel im Bereich der Grundschulen ist eine Ausstattung mit Klassensätzen, d.h. mobile Geräte werden im Unterricht in der Schule eingesetzt, verbleiben in der Schule und werden zur Nutzung im Unterricht von mehreren Klassen genutzt weitergegeben. Aktuell sind die Gütersloher Grundschulen mit mindestens einem Klassensatz pro Zug ausgestattet. In den weiterführenden Schulen sollen künftig Schülerinnen und Schüler über Geräte verfügen, die dann bei ihnen verbleiben und auch für die Arbeiten zu Hause und außerhalb der Schule zur Verfügung stehen. Die grünen Tafeln in den Klassenräumen werden sukzessive durch Displays und Whiteboards ersetzt und ermöglichen dann in Kombination mit den mobilen Endgeräten einen interaktiven, digital gestützten Unterricht. Bei durchschnittlich 6.500 Euro pro Display wurde mit der Installation von 150 Geräten bis heute bereits eine erhebliche Investition in die Präsentationstechnik in den Klassenzimmern investiert.

Software und Support

Eine ebenso große Bedeutung wie die Hardwareausstattung hat natürlich auch der Zugang zu Inhalten und der Einsatz von Applikationen wie zum Beispiel Lernwerkzeugen und Apps, E-Mail- und Chat-Funktionen, Datenaustausch, Digitales Klassenbuch, Stunden- und Raumplanung, Unterrichtsvorbereitungen und Klassenarbeiten, Digitale Schulbücher und andere Lernmedien. Hierzu ist eine zentrale Benutzerverwaltung zwingend erforderlich. So kann damit beispielsweise ein altersgerechter Zugang ins schulische WLAN gesteuert, ein auf jede Schülerin und jeden Schüler individueller und zielgenauer Zugang zu Lerninhalten (Zuordnung von Lizenzen, Dokumentation des quantitativen und qualitativen Lernfortschritts) geregelt sowie jedwede mit Rollen und Rechten verbundene Freigabe oder der Zugang zu Inhalten, Medien und Internetseiten sichergestellt werden. Hier werden die notwendigen Entscheidungen getroffen und Einstellungen vorgenommen, damit sowohl der Datensicherheit, dem Datenschutz, dem Kinder- und Jugendschutz und allen sonstigen sicherheitsrelevanten Fragen entsprochen werden kann. Hierzu haben sich die Schulen und die Stadt für den Einsatz der Software Logodidact der Firma SBE network solutions GmbH entschieden. Die Entscheidung fiel u.a. aufgrund der positiven Erfahrungen, von denen das Evangelisch Stiftische Gymnasium und die Elly Heuss Knapp Schule berichten konnten. Dienstleister für die Stadt bei der Anbindung der Schulen an dieses System und den weiteren Support ist die Regio iT. Nach dem der entsprechende Dienstleistungsvertrag im Frühjahr dieses Jahres geschlossen wurde, ist bereits in fünf Schulen auf diese Software umgestellt worden. Die Umstellung aller Schulen soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Zusammenarbeit mit den Schulen in Gütersloh

Um die Zusammenarbeit der Gütersloher Schulen untereinander und mit den Schulträger, zu intensivieren und die pädagogischen und technischen Anforderungen besser synchronisieren zu können, wurde 2016 ein gemeinsamer IT-Beirat zunächst für die Grundschulen ins Leben gerufen, der den Digitalisierungsprozess, der maßgeblich durch eine Spende der Bertelsmann SE beflügelt wurde, voranzubringen. Seit 2018 unterstützt die Zentrum für digitale Bildung und Schule gGmbH (ZDB) vor allem auch die pädagogische Arbeit an Medienkonzepten und Unterrichtskonzepten. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Pädagogische Führungskräfte in Dortmund (DAPF) fördert das ZDB eine breit angelegte Schulleitungsqualifizierung, die von mittlerweile mehr als 50 Schulleiterinnen und Schulleiter aller Schulformen in Anspruch genommen wurde. Für das kommende Jahr haben sich bereits 25 weitere Führungskräfte angemeldet. Das ZDB fördert außerdem eine Qualifizierung von Projektgruppen mit dem Ziel die Erstellung schulischer Medienkonzepte zu unterstützen. Das Evangelisch Stifische Gymnasium, das für seine Arbeit mit dem Qualitätssiegel BITKOM Smart School ausgezeichnet wurde, hat seine technischen und pädagogischen Konzepte an vielen Stellen als Multiplikator in die Digitalisierungsoffensive im Netzwerk der Stadt- und Kreisschulen einfließen lassen können.

Kommunikation und Information

Digitalisierung an Schulen – auch hier in Gütersloh – ist riesiger Veränderungsprozess. Alle Beteiligten, Schulen und Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch die Stadt haben Erwartungen, Wünsche und Anforderungen an den Prozess und die Ergebnisse. Diese miteinander in Einklang zu bringen und gemeinsam gute Lösungen weiterzuentwickeln wird eine Daueraufgabe werden. Mit einer neuen Informationsplattform wird die Stadt künftig Informationen zu dem Fortschritt des Projektes zu den verschiedenen Teilaspekten (vom Spatenstich beim Glasfaserausbau bis zum laufenden Betrieb) und für die jeweilige Schule liefern.

Bewertung

Digitalisierung an Schulen in Gütersloh ist ein Mammutprojekt. Und es gibt bisher keine Blaupause dafür. Schulträger, Schulen und IT-Dienstleister landauf, landab sind in der Entwicklung von digitalen Lösungen unterwegs. Bisherige gute Erfahrungen, die Schulen bei dem erfolgreichen Einsatz von digitalen Endgeräten oder Cloud-Lösungen gemacht haben, sind in der Regel „Insellösungen“ in der einzelnen Schule, die mit viel Engagement und Einsatz von einzelnen versierten Lehrkräften entworfen und betrieben werden. In Gütersloh haben sich Schulen und Schulträger darauf verständigt, künftig ein einheitliches System zu nutzen, was zukünftig den Support und eine nachhaltige Weiterentwicklung ermöglichen und gewährleisten soll. In der Umstellungszeit bedeutet dies jedoch gerade für Schulen, die bereits über ein gut funktionierendes „schuleigenes“ System verfügen eine deutliche Veränderung, teilweise sogar mit dem Verlust von bisherigen Funktionen. Und wie jede iT- und Software-Umstellung birgt auch die Digitalisierung an Schulen Tücken und verläuft nicht immer reibungslos. So sind beispielsweise die Systemvoraussetzungen in allen Schulen unterschiedlich. Und auch die Software und die Anforderungen ändern sich, so dass Anpassungsarbeiten erforderlich werden, die im Vorhinein nicht absehbar oder unkalkulierbar waren. Derzeit arbeiten die Dienstleister beispielsweise mit Hochdruck daran, Schwierigkeiten mit einem Upgrade auf Windows 10 kurzfristig zu beheben. Natürlich kann es nichts zufrieden stellen, wenn im Umstellungsprozess Verzögerungen eintreten oder – so auch der Fall – das Arbeiten in der Schule zeitweise erheblich erschwert wird, gerade wenn ein bisher etabliertes Verfahren verändert wird. Hier gilt es gemeinsam schnell zu tragfähigen Lösungen zu kommen und die bisherigen Erfahrungen von Schulen zu nutzen, um zu Verbesserungen zu kommen.

Insgesamt ist Gütersloh, was das Thema der Digitalisierung an Schulen angeht, auf einem guten Weg – noch lange nicht am Ziel, aber bereits deutlich weiter als viele andere Kommunen.

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Berliner Straße 70
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