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Mansergh Barracks

Innovative Planung für ein innovatives Stadtquartier

Neue Wege der Planung für ein neues Stadtquartier: Mit einer „städtebaulichen Entwurfswerkstatt“ beginnt die zivile Zukunft der bisherigen britischen Mansergh-Kaserne an der Verler Straße. Vom 24. bis zum 29. November entwickeln dort vier Entwurfsteams vor Ort planerische Perspektiven für das ehemalige Militärgelände – und die Gütersloher und Gütersloherinnen sind eingeladen, ihre Ideen und Anregungen dazu einzubringen. Eine Jury kürt am Ende der Woche den Sieger dieses Wettbewerbs.

Mansergh Barracks (Blossey/ Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2015)
Mansergh Barracks (Blossey/ Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2015)

Ein neues Stadtquartier soll auf dem ca. 34 Hektar umfassenden Gelände an der Verler Straße entstehen, das die britischen Streitkräfte Mitte Oktober endgültig verlassen haben. Es ist – wie die Konversionsfläche des ehemaligen Flughafens – im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Verbindung von Wohnen, innovativem Gewerbe, Bildung und Freizeit beschreibt die grundsätzlichen Ziele, die in einem “Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept” für die Zukunft des Areals beschrieben sind. Neue Wohn- und Arbeitsformen, die Verbindung von Firmen, Start ups, Forschungs- und Bildungseinrichtungen – das alles in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt – das ist die Leitlinie unter der die bisherigen Planungen stehen. Nicht nur der Bürgermeister sieht darin einen Meilenstein für die Stadtentwicklung: “Für Gütersloh ist das eine einmalige Chance, dieses ehemalige Kasernengelände zu einem innovativen Stadtquartier zu entwickeln, in dem eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft sich miteinander vernetzen und auch in Bezug auf den Natur- und Landschaftsraum der angrenzenden Dalke ganz neue zukunftsweisende Beziehungen zueinander entwickeln können.”

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Impulse, Anregungen und Ideen erwarten Schulz und Stadtbaurätin Nina Herrling aus der “städtebaulichen Entwurfswerkstatt” – zum einen von vier Planerteams, die im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt wurden, zum anderen durch die Gütersloher und Gütersloherinnen. Sie können sich im Rahmen der hoch konzentrierten Planungswoche auf verschiedene Weise einbringen, das Gelände kennenlernen, den Planern über die Schulter schauen und mit ihnen Entwürfe diskutieren. “Damit gehen wir auch planerisch ganz neue Wege, und auch das ist Teil des Gesamtkonzepts,” sagt Stadtbaurätin Nina Herrling. Das sehen auch Bund und Land so, die weitere Ausarbeitung des Wettbewerbsergebnisses, ein Mobilitätskonzept und eine Machbarkeitsstudie aus Mitteln der Städtebauförderung mit 148 000 Euro fördert.

Die Werkstattwoche startet am Sonntag, 24. November mit einer Informationsveranstaltung und einer Ortserkundung und wird mit weiteren offenen Veranstaltungen fortgesetzt, bei denen der jeweilige Entwurfsstand durch die Planungsbüros präsentiert wird, Ideen und Anregungen eingebracht, aber auch Fragen zum Entwicklungsprozess gestellt werden können. Am Donnerstag, 28. November, präsentieren die Planerteams ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit, bevor am Freitag, 29. November, ein Preisgericht den Siegerentwurf ermittelt, der danach weiter ausgearbeitet werden soll. Alle Veranstaltungen finden im ehemaligen Offizierskasino statt. Da die räumlichen Möglichkeiten begrenzt sind, ist für die Führungen ebenso wie die anderen Veranstaltungen die Online-Buchung eines Tickets (kostenlos) notwendig. Nina Herrling: „Uns ist bewusst, dass besonders das Interesse an Führungen auf diesem ehemaligen Militärgelände in der Bevölkerung groß ist. Deshalb hoffen wir, dass wir im Gespräch mit der BImA und Gütersloh Marketing, ähnlich wie beim Flughafen, weitere Möglichkeiten zur Besichtigung des Standortes finden.“

Hier können Sie sich anmelden:

Ortserkundung am 24.11.2019
Ortserkundung am 24.11.2019
Zusätzlicher Führungstermin am 24.11.2019
Zusätzlicher Führungstermin am 24.11.2019
 
 
 

Kontakt und Informationen

Herr Felix Leifeld
Stadtplanung und Bauordnung
Stadtentwicklung

Rathaus Haus I9. ObergeschossRaumnummer908
Tel+49 5241 / 82-3125
Fax+49 5241 / 82-3533
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Aktueller Stand

Die Stadt Gütersloh beabsichtigt die Mansergh Barracks nach Abzug der Britischen Streitkräfte für eine zivile Nachnutzung vorzubereiten. Dazu hat die Stadt ein integriertes, städtebauliches Entwicklungskonzept "Mansergh Quartier" (ISEK) erstellt, welches im Dezember 2018 durch den Rat der Stadt Gütersloh verabschiedet wurde.

Im ISEK werden verschiedene Handlungsfelder und Maßnahmen aufgezeigt, die zur Umsetzung des Leitbildes "Das neue Mansergh Quartier: Innovatives urbanes Wohnen und Arbeiten mit attraktiven Nachbarschaften" erforderlich sind.

Als nächster Planungsschritt wird vom 24.11.2019 - 29.11.2019 ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Durch diesen sollen die Zielvorstellungen aus dem ISEK zum ersten Mal in konkrete städtebauliche Entwürfe einfließen und die künftige bauliche und nutzungstechnische Gestalt des "Mansergh Quartiers" aufgezeigt werden.

Historie

1935 wurde an der Stelle des damaligen Stadtwaldes zeitgleich mit der Entstehung des Flugplatzes eine Nachrichtenkaserne der Luftwaffe errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne durch die Britischen Streitkräfte als "Mansergh Barracks" genutzt. Im Oktober 2019 werden die Briten die militärische Nutzung der Kaserne aufgeben und das Gelände an die Eigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, zurückgeben.

Standort

Das Kasernengelände lässt sich in mehrere Bereiche einteilen.

Den größten Anteil haben die blockartigen Kasernenbauten (Wohngebäude, Lager, Werkstätten etc.). Der östliche Kasernenblock beherbergt schulische Einrichtungen (Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule, Internat).

Im nördlichen Bereich befinden sich ebenso wie im östlichen Sportanlagen und -plätze.

Im Westen ist der Standort an die Verler Straße angebunden.

Im Norden und Nordosten fließt die Dalke. Im Nordosten, Osten und Südosten schließen sich Flächen für die Landwirtschaft an. Im Süden grenzen Wohngebiete an den Straßen Osthusweg, Immengarten und Hüssengarten an das Kasernengelände.

Nachnutzungen

Auf dem Gelände der Mansergh Barracks soll ein gemischt genutztes Quartier entstehen.

Vorgesehen sind innovative urbane Wohnformen, kleinteilige Flächen für nicht störendes Gewerbe, ein repräsentativer Bildungscampus, eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur und Nahversorgung sowie vernetzte Grün- und Freiflächen. Die benachbarte Dalke kann zu einem attraktiven Landschafts- und Erholungsraum weiterentwickelt werden.

Die ehemalige Kaserne kann durch die Weiternutzung der vorhandenen verkehrlichen und technischen Infrastruktur sowie den Erhalt identitätsstiftender Gebäude auch zukünftig ablesbar sein.

Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

Kontakt und Informationen

T: +49 5241 / 82-1
F: +49 5241 / 82-2044
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