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Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)

Die hübsche und dekorative Bach-Nelkenwurz erreicht Wuchshöhen von 10 bis 70 Zentimeter, ihre Blütezeit reicht von April bis Juli.

Ihr lateinischer Name „rivale“ mit der deutschen Bedeutung „Bach“ verweist auf einen ihrer Haupt-Wuchsbereiche. Man findet sie daher bei uns oft im Bereich von naturnahen Bächen, aber auch auf feuchten bis nassen bzw. wechselfeuchten Grünlandstandorten oder in feuchten Wäldern (Feuchtezeiger). Alle diese Standorte sind in unserer Landschaft selten geworden. Sie ist relativ empfindlich gegen Schnitte und auf eine zurückhaltende, extensive Nutzung angewiesen. Bei Nutzungsintensivierung (u.a. Düngung, Vielschnitt) oder regelmäßiger Grabenräumung verschwindet sie. Durch ihre relativ großen, rötlich-violetten nickenden Blüten ist sie leicht kenntlich und wird auch gern in naturnahen Gärten gepflanzt.

Die Bach-Nelkenwurz wurde von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur „Blume des Jahres 2007“ gewählt.

In der Naturheilkunde wird von der Pflanze die Wurzel verwendet. Sie gilt als antibakteriell, schweißtreibend und entzündungshemmend und wird zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen, sowie fieberhaften Infekten eingesetzt. Die Blätter können in Salaten verwendet werden.

Die Bach-Nelkenwurz zählt zu den in Deutschland heimischen Pflanzen. Sie wird allgemein als nicht gefährdet angesehen und gehört auch nach der Bundesartenschutzverordnung nicht zu den besonders geschützten Pflanzen. Nach der Roten Liste NRW 2011 wird ihr Bestand bei uns jedoch als gefährdet eingestuft.

In der Westfälischen Bucht erreicht die Bach-Nelkenwurz die Westgrenze ihres Verbreitungsgebietes (Runge 1972; www.floraweb.de) und kommt auch in Gütersloh eher selten vor. Sie wurde an etwa einem Dutzend Fundorten im Stadtgebiet nachgewiesen (Kulbrock et al. 2004, dort auch Verbreitungskarte für den Raum Bielefeld-Gütersloh), die allerdings inzwischen größtenteils wieder erloschen sind (aktuelle floristische Kartierung NRW) und wohl teilweise auf Auspflanzungen zurückgegangen waren. Der kreisweit größte und im Stadtgebiet vermutlich inzwischen einzige Bestand wächst im Naturschutzgebiet „Große Wiese“, wo die Pflanzen ganz überwiegend im Bereich extensiv genutzten Grünlandes wachsen.


Quellen:

Kontakt und Informationen

Frau Sonja Wolters
Umweltschutz
Fachbereichsleiterin

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