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Westfälischer Totleger

Das Westfälische Totlegerhuhn ist eine alte, sehr widerstandsfähige Hühnerrasse, deren Herkunft über 400 Jahre zurückverfolgt werden kann. Der Urstamm ist vermutlich auf die 1600 als „Türkisches Huhn" beschriebene Rasse zurückzuführen.

Westfälischer Totleger
Westfälischer Totleger, Urheber: Adobe Stock

Wegen ihrer hohen Legeleistung von 180 bis 220 Eiern pro Jahr wurde von einigen die Behauptung aufgestellt, die Hühner würden sich „zu Tode legen“. Vielfach wurden sie auch als „Alltagsleger“ (alle Tage) oder „Dauerleger“ bezeichnet. Unter dem Einfluss der plattdeutschen Sprache wurde der hochdeutsche Begriff zum „Doutleijer“. Aus diesem niederdeutschen Namen wurde „Totleger“.

Der Westfälische Totleger zählt zu den sogenannten Sprenkelhühnern und wird silber- und goldfarben gezüchtet. Das Zuchtgebiet der heutigen Westfälischen Totleger lag im 19. Jahrhundert in der Umgebung von Bielefeld und Herford. Hier war die Rasse zum Teil weit verbreitet.

Die Rasse ist sehr robust. Im etwas raueren Klima des Teutoburger Waldes können die Tiere auch harte Winter überstehen.

Die Hähne erreichen ein Gewicht zwischen 2,0 und 2,5 Kilogramm, die ausgewachsenen Hennen wiegen zwischen 1,5 und 2,0 Kilogramm. Die weißen Eier haben ein Gewicht zwischen 50 und 65 Gramm.

Heute gibt es noch rund 1.000 Tiere in Deutschland. Die Westfälischen Totleger gehören zu den bedrohten Hühnerrassen und wurden 1994 von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt. Aktuell wird es auf der Roten Liste der GEH auf der Vorwarnstufe geführt.

Insgesamt gilt der Bestand heute über beide Farbschläge jedoch als gesichert. Im Jahr 2013 wurden bundesweit 250 Hähne und 1.046 Hennen erfasst.

Erhaltungsmaßnahmen:
Mit dem Aussterben alter Haustierrassen, die heute nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden, droht auch ein Genverlust für Eigenschaften, die vielleicht irgendwann wieder interessant werden (z.B. Widerstandskraft gegen Krankheiten). Die Erhaltung alter Rassen liegt daher auch im allgemeinen Interesse und wird z.B. von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (www.g-e-h.de) sowie von örtlichen Geflügelzuchtvereinen verfolgt.

Die örtlichen Bestände der früher auch im Gütersloher Raum verbreiteten Westfälischen Totleger (und anderer Landgeflügelrassen) sind zurzeit kaum dokumentiert. Eine Bestandsaufnahme zum Zwecke des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung könnte ein erster Schritt zur Erhaltung der Landrassen auch in unserem Raum darstellen.


Quellen:

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