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Archiv

24. April 2019

Frauen vernetzen sich

Gleichstellung trifft Politik.

Über die Arbeit der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit der AWO Fachdienste für Migration und Integration haben sich die Gleichstellungsbeauftragten Inge Trame (Stadt Gütersloh links), Referentin Sophie Brzezinski und Susanne Fischer (Gleichstellungbeauftragte der Stadt Rheda-Wiedenbrück rechts) mit politisch interessierten Bürgerinnen ausgetauscht.
Über die Arbeit der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit der AWO Fachdienste für Migration und Integration haben sich die Gleichstellungsbeauftragten Inge Trame (Stadt Gütersloh links), Referentin Sophie Brzezinski und Susanne Fischer (Gleichstellungbeauftragte der Stadt Rheda-Wiedenbrück rechts) mit politisch interessierten Bürgerinnen ausgetauscht.

Das Thema Diskriminierung stand im Mittelpunkt eines Treffens im Flußbetthotel, zu dem die Gleichstellungsbeauftragten aus Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock, Verl und Herzebrock-Clarholz jetzt wieder Ratsfrauen, sachkundige Bürgerinnen, Schulpflegschafts- und Fördervereinsvorsitzende und andere politisch interessierte Bürgerinnen eingeladen hatten. Bei einem Frühstück konnten sich 26 Frauen austauschen und vernetzen.

Nach einer Begrüßung durch Inge Trame, Gleichstellungsbeauftragte aus Gütersloh, und Susanne Fischer, Gleichstellungsbeauftragte aus Rheda-Wiedenbrück, stellte Sophie Brzezinski von der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit der AWO Fachdienste für Migration und Integration ihre Arbeit vor. Die Antidiskriminierungsstelle bietet Beratung rund um das Thema Diskriminierung für Betroffene und Organisationen an, erstellt Handreichungen und organisiert Fortbildungen und Workshops beispielsweise für Ehrenamtliche und Jugendliche. Bei der Beratung werde immer von den Wünschen der betroffenen Person ausgegangen, betonte Sophie Brzezinski. Oft wünschten diese sich „eine Entschuldigung und das zukünftige Unterlassen des diskriminierenden Verhaltens“. Neben der Begleitung individueller Fälle gehe es aber immer auch um das Aufdecken struktureller Diskriminierung auch durch Behörden oder in Schulen.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem über die Verbindung von Rassismus und Sexismus gesprochen. Sophie Brzezinski stellte klar, dass „schwarze Frauen eine andere Diskriminierung als weiße Frauen erleben und auch eine andere als schwarze Männer“. In diesem Zusammenhang wies Inge Trame darauf hin, wie wichtig Empowerment„ (Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung) sei: „Wir wollen Frauen Mut machen, offensiver zu sein. Sie müssen ihre Rechte kennen, ohne den Druck sich weiblich inszenieren zu müssen“. Sophie Brzezinski zitierte einen Referenten: „Seit 500 Jahren gibt es den Rassismus, den wir heute noch kennen, und es wird genauso lange dauern, ihn wieder abzuschaffen“, das Gleiche gelte auch für Sexismus. Schon kleine Fortschritte wären Grund genug, nicht aufzugeben, sich gegen Diskriminierung einzusetzen. Inge Trame ermunterte die Frauen, sich auch in der Politik zu engagieren. Alle konnten aus der regen Diskussion wertvolle Anstöße für ihre Arbeit und ihr Engagement mitnehmen und sich mit anderen Frauen vernetzen.